Mein Schiff 1 Reisebericht Asien mit Thailand, Malaysia, Vietnam

Reisebericht Mein Schiff 1 – Route: 21 Tage Kombi-Kreuzfahrt Asien mit Thailand, Malaysia und Vietnam vom 06. Januar bis 27. Januar 2016

Route: Singapur, Singapur, Seestag, Koh Samui, Laem Chabang (Bangkok), Seetag, Seetag, Singapur, Seetag, Port Klang (Kuala Lumpur), Langkawi, Phuket, Penang, Seestag, Singapur, Singapur, Seetag, Koh Samui, Seetag, Phu My (Ho Chi Minh City), Seetag, Singapur



Barb und Ben waren schon des öfteren mit Mein Schiff unterwegs und waren so nett uns auch von ihrer letzten, wie ich finde sehr besonderen Kreuzfahrt, wieder einen Reisebericht mitzubringen. Drei Wochen Asien pur an Bord der Mein Schiff 1, die ihr hier nun nachträglich miterleben könnt. Viel Spaß beim Lesen, ab hier übernimmt nun Barb!

Mein Schiff 1 Reisebericht Asien mit Thailand, Malaysia, Vietnam

Mein Schiff 1 Reisebericht Asien mit Thailand, Malaysia, Vietnam



Da wir von jeher Asienfans waren, haben wir sofort gebucht, als der neue Katalog von TUI Cruises rauskam. Natürlich alle 3 Touren, Thailand, Malaysia und Vietnam, der lange Flug soll sich ja schließlich lohnen. Wie immer eine Balkonkabine, diesmal 8054, die vorderste auf Deck 8 mit freier Sicht nach vorne, daneben sind nur noch Außenkabinen.

Da unser Flug mit Etihad Airways über Abu Dhabi schon um 10:15 starten sollte, hab ich vorher natürlich noch eine Übernachtung im Maritim in Düsseldorf am Flughafen für 104,-€ (ohne Frühstück) gebucht, da gehen wir kein Risiko ein.

04.01.2016 Anreise Bremen – Düsseldorf Flughafen

Die ganze Zeit vorher war für die Jahreszeit ungewöhnlich warmes Wetter gewesen, aber ausgerechnet am Tag vor unserer Abreise fing es an zu schneien wie verrückt, die Temperatur fiel auf tagsüber -7 Grad und wir wurden entsprechend nervös, ob wir auch rechtzeitig zum Bahnhof kommen.

Wintereinbruch in Deutschland

Wintereinbruch in Deutschland

War ab er kein Problem, denn am Abreisetag hat der Schneefall kurzfristig aufgehört und somit verlief die Taxifahrt reibungslos. Am Bahnhof verbrachten wir die Wartezeit in einer Kneipe, da wir diesmal 2. Klasse fahren mußten (Rail & Fly ist inklusive bei TUI Cruises) und somit nicht die DB Lounge nutzen konnten. Ich hatte aber für 9€ Plätze reserviert, da man ja weiß, wie voll die Züge immer sind.

Ja, hab ich gedacht, denn die liebe Bahn hatte statt des angekündigten ICEs einen IC eingesetzt und unseren Wagen mit den reservierten Plätzen gab es leider nicht, sodaß wir nur noch im unbeheizten Fahrradabteil was gefunden haben, der Rest des Zuges war brechend voll. Wie gesagt, draußen waren -7 Grad, ich war zwar nach der Zwiebelmethode warm angezogen, aber kalt war mit trotzdem. Gott sei Dank sind später in Osnabrück einige Leute ausgestiegen und wir konnten in den warmen Nachbarwagen umsteigen, sonst hätte ich mir zusätzlich zu meiner Erkältung wohl noch ’ne Lungenentzündung geholt.

In Düsseldorf angekommen bin ich natürlich sofort zum DB Reisezentrum marschiert, habe unsere ausgedruckte Reservierung vorgelegt (vom Schaffner hatte ich mir bescheinigen lassen, daß es unsere Plätze nicht gab) und dann die 9€ zurück bekommen, zusätzlich dazu noch einen 5€ Gutschein für das DB Bordrestaurant, besser als nichts! 9€ sind zwar nicht viel Geld, aber das Hocken im Fahrradabteil bei der Kälte war nicht grade angenehm und mußte irgendwie entschädigt werden, finde ich.

Nachdem wir dann im Hotel Maritim eingecheckt hatten, gab’s Essen bei McDonalds, einen kurzen Einkauf bei REWE für den Abend und anschließend ein Treffen mit einer lieben Freundin aus Düsseldorf. Vorabend Check-in bei Etihad war leider nicht möglich, also mußten wir am nächsten Tag früh raus, der Schalter sollte 3 Stunden vor Abflug um 7:15 öffnen.

05.01.2016 Flug Düsseldorf – Abu Dhabi – Singapur

Der Check-in am nächsten Morgen bei Etihad klappte reibungslos, wir haben die Bordkarten für unsere vorab reservierten Plätze bekommen und auch gleich die für den Weiterflug von Abu Dhabi nach Singapur. Der Flug war ruhig, ich habe mich fast die ganze Zeit mit meiner Sitznachbarin unterhalten, und wir sind pünktlich in Abu Dhabi gelandet.

Dort hatten wir knapp 3 Stunden Aufenthalt, die haben wir auch gebraucht, denn wir mußten auf einer Vorfeldposition aussteigen, elend lange mit dem Bus übers Rollfeld fahren und dann gefühlt 5 km durch den Flughafen bis zum Abfluggate laufen. Unterwegs gab’s auch noch eine Sicherheitskontrolle, aber unser Wasser durften wir behalten. War auch ganz gut so, als ich nämlich noch zwei 0.5 l Flaschen Mineralwasser gekauft hab, mußte ich sage und schreibe zusammen 9 US$ bezahlen, da hab ich erst mal geschluckt.

Das Boarding für den Weiterflug nach Singapur war pünktlich, aber als wir im Flugzeug saßen, kam eine Durchsage des Kapitäns, daß wir wegen starken Verkehrs über Muskat noch 70 Minuten warten mußten, große klasse. Naja, irgendwie ging die Zeit rum, ich habe mich auch noch ganz nett mit einem jungen Ägypter neben mir unterhalten, der beruflich nach Singapur flog, das war ja ein Linienflug und kein Vollcharter.

Zum Ausgleich für den um 70 Minuten verspäteten Abflug hat der Kapitän dann ordentlich Gas gegeben, sodaß wir sogar 20 Minuten zu früh am nächsten Morgen um 9:45 in Singapur gelandet sind. Der Service war übrigens hervorragend, die letzen 2 Stunden waren einige Turbulenzen, aber sonst war alles in Ordnung.


06.01. 2016 Singapur ab 9:45, 29 Grad

In Singapur angekommen, mußten wir nicht auf einer Vorfeldposition raus, sondern konnten gleich durch den Flughafen zum Kofferband laufen. Danach ging’s durch die Paßkontrolle und den Zoll, der uns vollkommen ignoriert hat.

Das war aber wohl nicht bei allen so, denn ich habe später erfahren, daß einige Leute durchsucht wurden und man ihnen z.B. E-Zigaretten abgenommen hat. Es gibt in Singapur strenge Einfuhrvorschriften, auf Zigaretten ist eine hohe Steuer zu zahlen und Kaugummi ist total verboten. Bestimmte Medikamente müssen vor der Einfuhr genehmigt werden, dafür sieht man sich am besten die Liste im Internet an: Genehmigungspflichtige Medikamente Singapur

Unsere verschreibungspflichtigen Medikamente standen zwar nicht auf der Liste, ich hatte mir aber vom Arzt vorsichtshalber eine Bescheinigung mitgeben lassen, als Formular hab ich das hier benutzt: Medikamentenbescheinigung

Da uns, wie gesagt, der Zoll vollkommen ignoriert hat, sind wir schnell zum Ausgang gekommen, wo schon TUI Cruises Mitarbeiter standen, die uns den Weg zum Bus gezeigt haben. Das große Gepäck kam in einen extra Kofferlaster und wir konnten im Transferbus unser Handgepäck mitnehmen.

Die Fahrt zum Schiff dauerte nur ca. 20 Minuten, vor dem Check-in mußte eine Sicherheitskontrolle passiert werden, danach nochmal eine Paßkontrolle, da wir ja nun quasi wieder ausreisten.

Um 11:15 waren wir schon auf dem Schiff, haben die Zeit bis zum Mittagessen in der TUI Bar verbracht und als um 15:00 die Kabinen freigegeben wurden, standen unsere Koffer schon vor der Tür und wir konnten gleich auspacken und genossen später von unserem Balkon aus den wunderbaren Blick auf die erleuchtete Stadt mit dem Marina Bay Sands Hotel und dem Riesenrad.

Nach dem Abendessen statteten wir natürlich noch unserer Lieblingsbar, der Himmel und Meer Lounge, einen Besuch ab, um dann ziemlich k.o. schlafen zu gehen. Das war leider aber ziemlich schwierig für mich, ich hab bis 1:15 wach gelegen, da der Jetlag mit den 7 Stunden Zeitunterschied zuschlug.

07.01.2016 Singapur bis 19:00, 36 Grad

Singapur, mit ca. 5.5 Millionen Einwohnern und 718 qkm Fläche, ist der kleinste Staat Südostasiens und gilt als eine der Städte mit den weltweit höchsten Lebenshaltungskosten. Er hat 1965 die volle Souveränität erlangt und man nennt die Stadt auch „Stadt der Verbote“, da hier strenge Regeln und Gesetze herrschen, die auch rigoros durchgesetzt werden. So ist z.B. die Einfuhr von Kaugummi verboten, etwas auf die Straße zu werfen oder Zigarettenkippen achtlos weg zu schnippen statt sie in die bei Papierkörben angebrachten Aschenbecher zu entsorgen, wird mit hohen Strafen geahndet und man tut besser dran, sich wirklich an diese Verbote zu halten. Vandalismus z.B. oder Graffitis werden mit Haft oder Prügel mit dem Rohrstock bestraft und so ist es nur natürlich, daß man nichts davon in der Stadt findet, sie ist sauber wie geleckt, sozusagen.

Wir kannten Singapur schon seit 1981 und waren seitdem 8 Mal dort, das letzte Mal allerdings schon 2004 und so waren wir natürlich gespannt, wie sich die Stadt wieder verändert hatte.

Reisebericht Mein Schiff 1 - Singapur

Reisebericht Mein Schiff 1 – Singapur

Da ein Shuttlebus vom Liegeplatz des Schiffes (Marina Bay Cruise Terminal), zur Marina Bay für 7€ p. P. (Tagesticket) angeboten wurde, haben wir das natürlich in Anspruch genommen. Die Tickets gab’s an der Rezeption mit Abbuchung vom Bordkonto. Zu laufen wäre zwar auch möglich und nicht besonders weit gewesen (meiner Schätzung nach ca. 3,5 km), aber bei der Hitze sollte man sich das nicht antun, unterwegs gibt’s nicht besonders viel zu sehen und es kostet nur Kraft und Zeit.

Alternativ dazu ist ganz in der Nähe (300m) auch die U-Bahn, mit der man bequem alle Ziele in der Stadt erreichen kann. Vor dem Cruise Terminal stehen auch jede Menge Taxen, die entweder Singapur $ oder auch US$ nehmen und im Gegensatz zu den sonstigen Preisen richtig billig sind.

Um von Bord zu kommen, muß man erst mal die Einreiseprozedur im Terminal durchlaufen. Zunächst die Paßkontrolle, danach dann die Sicherheitskontrolle, genau wie am Flughafen. Der Shuttlebus hält beim Erdgeschoß des Terminals und fährt im regelmäßigem Pendelverkehr, Fahrzeit ca. 10 Minuten (mit Stau bis 20 Minuten, den wir allerdings nie erlebt haben) bis zum Marina Bay Convention Center gegenüber vom Marina Bay Sands Hotel.

Bei der Haltestelle am Convention Center ist auch gleich das Marina Bay Shopping Center, durch das man durch muß um an die Bucht zu kommen, wirklich beeindruckend, aber nur mit Luxusläden von Gucci usw. in denen ich nie irgendwelche Kunden gesehen habe. Aber da die Preise in Singapur schon für normale Dinge wirklich exorbitant sind, ist das auch kein Wunder.

Die ganze Marina Bay wurde in den letzten Jahren künstlich durch Landgewinnung angelegt und man wird förmlich erschlagen durch die bombastischen Hochhäuser und ungewöhnlichen Bauten, wie z.B. die wie zwei umgestülpte Siebe aussehende Konzerthalle an der Esplanade des Singapore Rivers.

Wir sind fast einmal um die Bucht herumgelaufen, aber bis zum Wahrzeichen der Stadt, dem Merlion, einer Figur halb Löwe, halb Fisch, sind wir nicht mehr gekommen, wir waren einfach noch zu k.o. Aber da wir auf der Reise ja noch mehrfach nach Singapur kommen sollten und wir auch in der 3. Woche eine Stadtrundfahrt gebucht hatten, war das nicht weiter schlimm und wir sind wieder mit dem Shuttle Bus zurück zum Schiffsanleger gefahren.

Vor der Sicherheits-und Paßkontrolle im Cruise Terminal, durch die man natürlich durch muß, wenn man wieder an Bord will, gibt es einen Bereich mit kostenfreiem, schnellem WLAN, das ich auch immer wieder genutzt habe. Das Login erfolgt mit vollem Namen und Paßnummer, aber da man den Paß sowieso hier immer auf Landgängen dabei haben muß, ist das kein Problem.

Zurück auf dem Schiff haben wir unsere Pässe abgegeben, da wir nachmittags nicht mehr raus wollten und außerdem war die Rettungsübung für 17:15 angesetzt, da hätte sich das nicht mehr gelohnt. Bei dem Klima waren wir auch froh, uns nach dem Essen an Deck im Schatten ausruhen zu können, irgendwie machte das sehr träge.

Die Rettungsübung war kurz und schmerzlos, sie dauerte nur 15 Minuten. Es wurde das Anlegen der Rettungswesten demonstriert und es gab einen Sicherheitsvortrag, teilweise direkt bei der jeweiligen Musterstation durch ein Besatzungsmitglied, teilweise für alle über Bordlautsprecher, anschließend konnte man wieder gehen.

Der Abend gestaltete sich für uns wie eigentlich alle folgenden auf der Reise, Abendessen im Büffetrestaurant mit anschließender Entspannung in der Himmel und Meer Lounge bei leckeren Drinks, unspektakulär und erholsam.


 

08.01.2016 auf See, 29 Grad

Ich bin erst um 2:30 eingeschlafen, aber trotzdem hatten wir den Wecker auf 7:30 gestellt, um uns an die neue Zeit zu gewöhnen. Das Beste gegen Jetlag ist, gleich in den neuen Rhythmus zu kommen und viel im hellen Sonnenlicht zu sein, nur schlafen hilft da gar nichts.

Als wir nach dem Frühstück um 9:30 an den Pool kamen, waren noch eine Menge Liegen frei, viele Passagiere lagen wohl noch k.o. in den Betten. Und sogar um 11:10 habe ich auf dem oberen Sonnendeck noch 54 unbesetzte Liegen gezählt, am Pool im Schatten war dann allerdings nichts mehr zu kriegen, das ist ja klar.

Mein Schiff 1 Poolcocktails

Mein Schiff 1 Poolcocktails

Wir haben eigentlich nur faul rumgelegen bis zum Mittagessen, obwohl natürlich jede Menge Programm geboten wurde, da war für jeden was dabei. Für die Sportler gab es z.B. den Golfer Treff, die Einführung ins „Indoor Cycling“ und einen Yoga Workshop. Es wurde über die Landausflüge informiert, es gab einen Gourmet Rundgang, einen Foto Workshop, einen Schiffsrundgang, ein Black-Jack Turnier, einen Kochkurs „Ganz schön gesund“, einen Lektoren Vortrag über Thailand usw. usw., um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Langeweile hatte man bestimmt nicht.

Mein Schiff 1 Eisschnitzen

Mein Schiff 1 Eisschnitzen

Highlight des Vormittags war auf alle Fälle das Eisskulpturenschnitzen mit anschließendem asiatischen Buffet an Deck. Das Buffet war sozusagen doppelt aufgebaut, rechts und links das gleiche Angebot und von jeder Seite eine Schlange mit Abtrennung in der Mitte, sehr gut gelöst um ein langes Anstehen zu vermeiden, sowas hab ich in der Form zum ersten Mal gesehen.

Wir haben aber im Büffetrestaurant gegessen, 2 Stunden in der Sonne am Vormittag waren für den Anfang genug. Da die Liegenaufsicht aktiv war und unbenutzte, reservierte Liegen nach 30 Minuten abgeräumt hat, war es kein Problem, nach dem Mittagessen einen Platz am Pool im Schatten zu finden, in der Sonne war es kaum auszuhalten.

Für den nächsten Tag auf Koh Samui hatten wir eigentlich einen Ausflug gebucht, aber da das Treffen schon um 6:30 sein sollte und wir uns einfach noch nicht fit genug fühlten, habe ich vor dem Buchungsschluß noch kostenfrei und völlig problemlos stornieren können, das Geld wurde unserem Bordkonto wieder gutgeschrieben.

Und da sich bei unserer Dusche der Hebel nicht ganz nach rechts drehen ließ und somit das Wasser nicht richtig heiß wurde, habe ich das Problem an der Rezeption gemeldet. Noch am selben Nachmittag wurde der Hebel ausgetauscht und von da an gab’s heißes Wasser, was natürlich viel angenehmer war.

Um 21:30 hat der Kapitän Mats Nelson im Theater die Gäste begrüßt und die leitenden Offiziere vorgestellt, gefolgt von der Show „Rock the Boat“.

Nachts wurden die Uhren eine Stunde zurückgestellt, da Thailand eine andere Ortszeit hat.


 

09.01.2016 Koh Samui, Thailand, 7:00 – 18:15, 33 Grad, Tenderhafen

Koh Samui ist nach Phuket und Chang mit 233 qkm Fläche die drittgrößte Insel Thailands. Sie gehört zum Samui Archipel und liegt 258 Seemeilen südlich von Bangkok, der Hauptstadt des Landes. Fischfang und Palmenplantagen gehören neben dem Tourismus zum wichtigsten Wirtschaftszweig, heute besuchen ca. 1,2 Millionen Besucher jährlich die Insel.

Das Schiff lag im Westen vor Nathon Stadt auf Reede, da Koh Samui keinen Anleger für große Passagierschiffe hat. Informationen über das Verfahren zum Tendern bekamen wir am Vortag auf die Kabine, es läuft folgendermaßen ab:

Zitat aus dem Tagesprogramm „Jeder Gast, der das Schiff im Rahmen eines mit TUI Cruises gebuchten Ausflugs oder individuell verlassen möchte, erhält eine kostenlose Tenderkarte. Die Tenderkarten sind mit Ländernamen versehen, wie z.B. Tunesien, Schweden oder Dänemark usw. , sobald die Tenderboote für die einzelnen Ländergruppen bereitstehen, werden diese durch eine Lautsprecherdurchsage überall auf dem Schiff aufgerufen. …….“

Hat man einen Ausflug über TUI Cruises gebucht, erhält man die Tenderkarte beim Ausflugstreffpunkt, wenn man individuell an Land geht, holt man sich die Karte bei der Tenderkartenausgabestation neben der Rezeption.

Als wir uns jedoch um 9:30 diese Karte für unseren privaten Landgang holen wollten, war es nicht mehr notwendig, da offensichtlich schon so viele Leute an Land waren, daß man einfach zum Tenderboot gehen konnte und mit dem nächsten an Land gebracht wurde. Es waren übrigens zusätzlich zu den normalen Rettungsbooten für den Tenderverkehr große thailändische Boote im Einsatz, das war sehr angenehm und man hatte bequem Platz, die Fahrt dauerte ungefähr 20 Minuten.

Koh Samui

Koh Samui

Gleich an der Tender-Anlegestelle standen natürlich haufenweise Taxifahrer, die Inselrundfahrten anboten und obwohl man schon 24 Mal „No, thank you“ gesagt hatte, hat einen der 25. auch nochmal gefragt, ob man ein Taxi möchte. Aber mürbe geworden sind wir nicht, sondern sind zu Fuß in die Stadt gelaufen, die gleich am Anleger begann. Sie bestand aus unzähligen Kneipen, Geschäften und Restaurants und der Verkehr war ziemlich heftig, viele Autos, aber auch jede Menge Motorräder, wie überall in Asien.

Auf dem belebten Bürgersteig wurde mein Mann angerempelt, stolperte über ein zum Boden gespanntes Metallseil und schlug lang hin. Ich dachte schon, der Urlaub ist gelaufen, aber Gott sei Dank hatte er sich nur das rechte Knie geschürft und die rechte Hand etwas geprellt, nicht weiter schlimm und wir konnten unsere Erkundungen fortsetzen, wenn’s was zu sehen gibt, ist er eisern!

Koh Samui

Koh Samui

In einer kleinen Nebenstraße wurde es dann etwas ruhiger. Dort stand doch tatsächlich ein wunderschöner, farbenfroher Tempel, eine willkommene Abwechslung zur Hektik der Hauptstraße mit ihren doch recht abenteuerlichen elektrischen Leitungen und Installationen.

Nach einem großen Bogen durch die Stadt und reichlich Schweiß, ging’s an der Uferpromenade wieder zurück. Um unseren Durst vor der Rückfahrt mit dem Tenderboot um 11:35 zum Schiff zu stillen, haben wir in einem Restaurant noch etwas getrunken, 3 Soda für 2 US$, schnelles WLAN und saubere Toiletten inklusive.

Koh Samui

Koh Samui

Nach dem Mittagessen war es natürlich kein Problem, einen Schattenplatz am Pool zu finden, da sich viele Passagiere noch an Land befanden und so konnten wir in Ruhe relaxen. Rechtzeitig zum Auslaufen gab’s ein Austernbuffet um 17:45, manche sind ja ganz wild drauf, aber mein Fall ist das ganz und gar nicht.

Programm im Theater um 21:30: Die Show „Loriot – die Ente bleibt draußen“


 

10.01.2016 Laem Chabang, Thailand, 7:00-02:00, 33 Grad

mit Halbtagsausflug LCH03N „Pattaya auf eigene Faust“ (19€ p. P.), 12:30-17:40

Laem Chabang, mit ca. 75.000 Einwohnern, liegt ca. 25 km nördlich von Pattaya und ca. 130 km südlich von Bangkok. Die Stadt hat den größten Hafen Thailands, mit mehreren Anlegern für Kreuzfahrtschiffe.

Da wir seit den 80-er Jahren immer wieder in Thailand und besonders Bangkok waren (zuletzt 2008) und der Transfer dorthin ca. 2 Stunden dauert, haben wir uns statt dessen für den Ausflug „Pattaya auf eigene Faust“ entschieden. Dort waren wir zuletzt 1987 und natürlich gespannt, wie sich die Stadt inzwischen entwickelt hatte. Wer allerdings noch nicht in Bangkok war, sollte dorthin unbedingt einen Ausflug buchen oder privat organisieren, da die Stadt sehr viel Sehenswertes zu bieten hat.

Der Schiffsanleger in Laem Chabang liegt in einem reinen Industriehafen, drum herum ist nichts in Fußweite. Es stehen zwar Taxen vor dem Schiff, die Fahrten anbieten (z.B. zur Laem Chabang Mall), aber wirklich attraktiv erschien uns das nicht. WLAN gab’s im Hafenbereich auch nicht, also habe ich auf mein Glück in Pattaya vertraut.

Pattaya ist ein Badeort mit ca. registrierten 110.000 Einwohnern, die Anzahl der nicht registrierten Menschen, die dort leben, ist aber um ein vier-bis fünffaches höher. Die eigentliche Geschichte Pattayas begann erst in den frühen 60er Jahren, als die US Marine den Ort während des Vietnamkrieges für Erholungsaufenthalte benutzte. Nach Ende des Krieges kamen dann Besucher aus aller Welt und er wurde zu einem touristischen Zentrum ausgebaut.

Vormittags hatte es noch ziemlich stark geregnet, doch beim Treffen für unsern Ausflug um 12:30 hörte es so nach und nach auf und je näher wir Pattaya kamen, desto besser wurde das Wetter.

Die Fahrt von Laem Chabang bis zum Stadtrand dauerte 45 Minuten und da wir zunächst auf einen Aussichtspunkt gefahren werden sollten, mußte der Bus durch die ganze Stadt, da hat man schon einiges gesehen, Stadtrundfahrt inklusive sozusagen.

So ganz nach oben ging die Fahrt allerdings nicht, der Bus parkte auf halber Höhe und der steilste Anstieg (ca. 300m) mußte zu Fuß zu erledigt werden, ganz schön anstrengend, besonders bei der Wärme. Das war ja an sich nicht weiter tragisch, was mich aber sehr gestört hat, war der Müll rechts und links vom Weg im Gebüsch, überall Plastiktüten, Kartons und ähnliches, das hätte man wirklich mal wegräumen können, da waren wir von Singapur anderes gewohnt!

Der Blick auf die Bucht von Pattaya entschädigte jedoch für den Aufstieg, die Stadt hatte sich seit unserem letzten Besuch wahnsinnig entwickelt, überall Hochhäuser ohne Ende. Und geschäftstüchtig waren sie auch, die einzige Toilette auf dem Berg konnte nur gegen Bezahlung benutzt werden (5 Baht pro Person), schlauerweise hatten wir vorher Geld gewechselt, sonst wäre es schwierig geworden.

Nach 20 Minuten fuhr der Bus wieder zurück durch die Stadt zu einer Mall beim Hilton Hotel gegenüber der Strandpromenade. Die Reiseleiterin hat Stadtpläne verteilt und uns für 2 Stunden Freizeit gegeben, Treffpunkt war wieder die Mall, in der es auch eine Stunde freies WLAN geben sollte und diesmal sogar kostenfreie Toiletten.

Wir haben die freie Zeit genutzt, um die Uferpromenade und die Nebenstraßen Pattayas ausgiebig zu erkunden. Der Strand ist ziemlich schmal und sieht nicht besonders einladend aus, es sind viele Motorboote im Wasser, man hat aber jeweils Bereiche zum Schwimmen abgetrennt.

Strand von Pattaya

Strand von Pattaya

Die Straßen sind gesäumt mit Bars, Restaurants, Massagesalons und Müll. Ich hab immer gesagt, das ist Patpong für Arme (Patpong ist das Rotlichtviertel in Bangkok), man sah auch überall ältere Männer, die offensichtlich nur wegen der Thaimädchen hergekommen waren, das ist hier schon seit ewigen Zeiten so und wird wohl auch so bleiben.

Nach anderthalb schweißtreibenden Stunden sind wir wieder zurück zur Mall zum Treffpunkt und ich habe mich noch ins WLAN eingeloggt, schnell und problemlos, das muß man ja schließlich ausnutzen.

Um 16:45 fuhr der Bus zurück, Ankunft beim Schiff 17:40. Zwar ist Pattaya nicht grade spektakulär, aber die Fahrt war hervorragend organisiert und für 19.- € ein echtes Schnäppchen. Die thailändische Reiseleiterin sprach ausgezeichnetes Deutsch, hat einem viele Informationen gegeben und obwohl der Ausflug eigentlich nur als „Transfer“ bezeichnet war, hat man viel von der Stadt gesehen und der Treffpunkt in der Mall war auch sehr gut gewählt, da gab es absolut keinen Kritikpunkt.

Um 21:00 war auf dem Schiff Poolparty angesagt, komplett mit Offiziersshaken, Schokoladen- und Früchtebüffet und zusätzlich zur Live-Musik und dem DJ trat auch noch eine thailändische Tanzgruppe auf, eine echte Augenweide und ein gelungener Abend mit wunderbarem Wetter!


 

11.01.2016 auf See, 30 Grad

Um 9:30 sind wir raus an den Pool in die Sonne, im Schatten war natürlich alles belegt, aber vormittags für gut zwei Stunden haben wir das immer gut ausgehalten, natürlich sorgfältig mit Lichtschutzfaktor 30 eingecremt, das versteht sich von selbst.

Wie auch schon am Seetag vorher (oder „Schiffstag“, wie TUI Cruises sagt), wurde wieder ein vielfältiges Programm angeboten, so z.B. heute Früchte- und Gemüseschnitzen, Shuffleboard, eine Handpflege Präsentation, Bingo, ein Workshop „Pilates“, ein Lektorenvortrag über Singapur, eine Zaubershow, das Kochduell und noch vieles mehr. Wir waren aber nicht faul, sondern im Energiesparmodus und haben unsere Zeit vormittags in der Sonne genossen, sind mittags ins Büffetrestaurant und anschließend wieder an den Pool, natürlich dann in den Schatten. Ich sage immer, wenn man zu lange in der Sonne brutzelt, schmilzt einem das letzte Bißchen Gehirn noch weg und das muß nicht sein!

Höhepunkt des Abends war um 21:30 im Theater die Show „Beatles Forever“ mit all ihren weltbekannten Songs.

Da unser nächster Hafen Singapur war, wurden nachts die Uhren eine Stunde vorgestellt.

12.01.2016 auf See, 28 Grad

Wieder wartete ein Schiffstag mit viel Entspannung auf uns. Irgendwie waren wir heute schneller und schon um 9:20 an Deck, gewohnter Weise natürlich in die Sonne, bei Wind war das zumindest vormittags gut auszuhalten.

Als Besonderheit zum normalen, wieder sehr abwechslungsreichen Programm, hätte man um 11:00 dem Kapitän und dem Chef-Ingenieur Fragen rund um die Brücke und den Maschinenraum stellen und noch ein Foto mit dem Kapitän schießen können, sehr beliebt, wir konnten aber darauf verzichten.

Um 11:30 wurde draußen ein deutsches Spezialitätenbüffet aufgebaut und dazu spielte die Schiffsband Shipping Wizzards. Die deutschen Spezialitäten bestanden zwar hauptsächlich aus bayrischen Gerichten, Blasmusik war trotzdem nicht angesagt. Wie immer haben wir aber zum Essen das Büffetrestaurant vorgezogen, besonders die WOK Station hat es mir angetan, individuell und lecker.

Während mein Mann den Nachmittag hauptsächlich auf der Liege am Pool im Schatten verbrachte, habe ich die Zeit genutzt, das Schiffsinnere und das asiatische Nachtischbüffet zu fotografieren, das um 15:30 angerichtet wurde. Interessant und sehr süß, so wie die Asiaten es lieben.

Die Pässe für Singapur mußten ab 16:00 auch noch in der Blaue Welt Bar abgeholt werden, da man sie dort immer beim Landgang dabeihaben muß und außerdem reisten am nächsten Tag auch einige Gäste ab, deren Kreuzfahrt mit dieser Tour (Asien mit Thailand) endete.

Im Theater wurde um 21:30 die Show „Universum Song Contest“ gezeigt, danach verabschiedete sich die Besatzung von den abreisenden Gästen.


 

13.01.2016 Singapur, 36 Grad, 9:00-23:00

Bei unserem zweiten Aufenthalt waren wir nicht mehr durch den Jetlag beeinträchtigt und hatten uns vorgenommen, vom Haltepunkt des Shuttle Busses am Marina Bay Shopping Center zum Singapore River zu laufen.

Um 9:45 ging’s runter vom Schiff, wieder durch Paß- und Sicherheitskontrolle und anschließend in den ersten Stock des Terminals, um übers kostenfreie WLAN das Internet zu nutzen. Wie das funktionierte, wußten wir ja noch von unserem ersten Besuch.

Den Shuttle Bus um 10:40 haben wir grade noch erwischt, die Tickets für 7€ pro Person hatten wir schon am Abend vorher an der Rezeption gekauft und diesmal wurde auch kontrolliert. Es war wieder sehr heiß und schwül, aber trotzdem sind wir tapfer marschiert, erst um die Bucht herum zum Wahrzeichen der Stadt, dem Merlion, eine Legendenfigur, halb Löwe, halb Fisch, den wir noch von früher kannten. Aber wir waren sehr erstaunt, ihn jetzt in doppelter Größe und an anderer Stelle wiederzufinden, da man offensichtlich beschlossen hatte, ihn wirksamer ins Licht zu rücken und bei den gefühlt tausenden Touristen drum herum war es auch gut, da hat man wenigstens noch was gesehen.

Merlion Singapur

Merlion Singapur

Weiter ging’s dann am Singapore River entlang auf der linken Seite, dem sogenannten „Boat Quay“ mit lauter kleinen Bars und Restaurants, die jetzt in die original Häusern aus der Kolonialzeit eingezogen sind. Der Singapore River ist nur 3,2 km lang, sein Ursprung liegt im Zentrum Singapurs bei der Kim-Seng-Brücke und er mündet an der Marina Bay in den Pazifik, gespeist wird er von zwei Kanälen, deren Quelle in Queenstown liegt. Die Mündung war ursprünglich der alte Hafen von Singapur, das Zentrum des Handels und des Kommerzes, bis durch Landgewinnungsmaßnahmen in den 90er Jahren die heutige Marina Bay entstand und der Hafen in den Südwesten verlegt wurde.

Die Ausblicke auf die Hochhäuser und futuristisch anmutenden Bauten waren wirklich faszinierend, aber nach anderthalb Stunden schwitzen, gucken und fotografieren hat es uns gelangt und wir sind bei der nächsten Brücke auf die andere Seite des Flusses und zurück zum Shuttle Bus, bei der Stadtrundfahrt in einer Woche wollten wir schließlich noch was Neues sehen.

Im Cruise Terminal wurde nochmal ausgiebig das WLAN genutzt, bevor wir durch Sicherheits- und Paßkontrolle wieder zurück aufs Schiff sind. Die Pässe wurden wieder eingesammelt, dafür bekam dann jeder eine blaue Karte mit Namen und Kabinennummer, die beim nächsten Abholen abzugeben war.

Den Nachmittag verbrachten wir k.o. vom Laufen und der Hitze bis 17:30 wie die matschigen Fliegen im Schatten am Pool, mehr Aktivitäten waren uns nicht möglich.

Da heute Wechseltag war, d.h. einige Passagiere kamen neu an und einige reisten ab, mußten wir natürlich auch wieder zur Seenotrettungsübung um 21:15, bevor wir um 23:00 ausliefen.


 

14.01.2016 auf See, Port Klang, Malaysia ab 18:00, 29 Grad

Da wir erst um 18:00 in Port Klang ankommen sollten und wir auch abends nicht mehr vorhatten noch von Bord zu gehen, war für uns sozusagen ein Schiffstag.

Mit maximal 29 Grad war es nicht ganz so superheiß wie in Singapur und so konnte man den Vormittag gut in der Sonne am Pool verbringen, nachmittags natürlich wie immer im Schatten. Im Neuen Wall wurde um 16:00 eine Sonnenpflege Präsentation angeboten „Wie schütze ich mich richtig“ und einigen Weißhäuten, die grade angekommen waren, hätte die Teilnahme ganz gut getan. Man konnte zusehen, wie sie immer mehr erröteten.

Wie schon in der ersten Woche gab es auch diesmal Eisskulpturenschnitzen und ein asiatisches Büffet am Mittag, Vorstellung der Ausflüge, Workshops für die Sportler, Fotografen und Malbegeisterte, einen Schiffsrundgang, Bingo, die Casino-Einführung usw. usw. Der Jubilaren-Cocktail und ein Empfang für Alleinreisende standen am späten Nachmittag auch auf dem Programm, bevor wir dann um 18:00 nach Port Klang gekommen sind.

Allerdings empfing uns Malaysia mit einem heftigen Regenguß und Gewitter und auch am Abend hörte das bei der Poolparty mit Schokoladen- und Früchtebüffet nicht auf. Als allerdings die malaysischen Tänzer auftraten, war es kurzfristig trocken, aber nur, um dann später wieder umso stärker zu regnen und zu blitzen.

15.01.2016 Port Klang, Malaysia, bis 18:15, 36 Grad

mit Halbtagsausflug PKG01V „Panoramafahrt durch Kuala Lumpur“ 39€ p. P.,07:00-12:00

Heute hieß es früh raus aus den Federn, denn schon um 7:00 war Treffen im Theater für unsere Panoramafahrt durch Kuala Lumpur.

Kuala Lumpur, mit ca. 1,6 Millionen Einwohnern, ist die Hauptstadt Malaysias und liegt 60 km vom Hafen in Port Klang entfernt. Ein öffentliches, schienengebundenes Nahverkehrsnetz ist erst in Ansätzen vorhanden und lange nicht ausreichend für die vielen Menschen, die morgens und abends ins Zentrum zur Arbeit fahren müssen.

Bei unserer Busfahrt haben wir dann auch gleich die Rush Hour am eigenen Leib zu spüren bekommen, wir quälten uns fast zwei Stunden durch den Verkehr, bis wir endlich an unserem ersten Stopp gegenüber den Petronas Twin Towers ankamen. Es waren nur 15 Minuten zum Fotografieren aus der Ferne vorgesehen, der Platz war aber sehr gut gewählt und eine kurze Toilettenpause in einem nahegelegenen Hotel war auch noch drin.

Petronas Twin Towers Kuala Lumpur

Petronas Twin Towers Kuala Lumpur

Weiter ging’s anschließend durch die Stadt den Hügel hinauf zum Fernsehturm, dem KL Tower. Vor dem Aufzug mußten wir ca. 10 Minuten warten, aber die Fahrt die 256m zur Panoramaplattform hoch dauerte nur knapp eine Minute und mit maximal 11 Leuten war der Aufzug auch nicht überfüllt, wie man es sonst manchmal von solchen Sehenswürdigkeiten kennt.

Es war zwar sehr diesig, aber trotzdem war der Ausblick atemberaubend, die Hochhäuser erschienen wie Spielzeug und die Hotels mit den Swimmingpools auf den Dächern waren besonders fotogen.

Nach einer Stunde Aufenthalt, die wirklich angemessen war, fuhr der Bus zurück zum Schiff. Die Rush Hour war natürlich vorbei und so dauerte die Rückfahrt dann nur 75 Minuten, trotz eins kleinen Staus bei einer Baustelle in Port Klang, sodaß wir um 12:30 pünktlich wieder angekommen sind.

Port Klang

Port Klang

Nach dem Mittagessen sind wir nochmal raus ins Kreuzfahrtterminal, denn dort gab es schnelles, kostenfreies WLAN, total unkompliziert zu erreichen, es war weder ein Login noch sonst irgendwas erforderlich, einfach mit dem Server verbinden und das war’s. In dem Raum im 1. Stock saßen mindestens 50 Leute, hauptsächlich von der Besatzung, man kann den Bereich also gar nicht verfehlen.

Den Rest des Nachmittags war Ausruhen im Schatten am Pool angesagt, wenn man morgens um 5:00 aufsteht ist man doch irgendwie k.o. und die Hitze hat natürlich auch ihren Beitrag geleistet.

Falls man übrigens auf eigene Faust nach Kuala Lumpur will, gibt es im Terminal einen Taxistand mit festen Preisen, man bezahlt für die Hin-und Rückfahrt ungefähr 230 Ringgit (50€), es empfiehlt sich allerdings, zumindest etwas Englisch zu sprechen, damit man sich mit dem Fahrer einigermaßen verständigen kann.

Highlight des Abends: Im Theater um 21:30 begrüßte der Kapitän Mats Nelson die neuen Gäste und stellte die leitenden Offiziere vor. Anschließend wurde die Schlagershow „Ein bißchen Spaß muß sein“ gezeigt.


 

16.01.2016 Langkawi, Malaysia, 9:00-19:00, 31 Grad (700. KF Tag)

mit Halbtagsausflug LAN03V „Die Legenden der Insel“, 35€ p. P., 9:30-13:00

Langkawi, mit ca. 54.000 Einwohnern und 320 qkm Fläche, ist die Hauptinseln von 100 Kalksteininseln vor der Nordwestküste Malaysias. Der höchste Berg, der Gunung Raya, ist 890 m hoch und zwei Drittel der Insel ist mit Regenwald bedeckt. Es ist auch ein internationaler Flughafen vorhanden, Haupteinnahmequelle ist der Tourismus.

Als besondere Attraktion gilt die 2005 errichtete Sky Bridge, eine Hängebrücke in 687m Höhe über dem Meeresspiegel auf dem Mount Mat Cinang, die nach einer 15 minütigen Seilbahnfahrt dorthin einen beeindruckenden Ausblick auf die Andamanensee bietet.

Natürlich hatten die meisten Passagiere den Ausflug zur Sky Bridge gebucht, oder waren privat mit einem der zahlreichen Taxis dorthin gefahren. Da mein Mann aber unter Höhenangst leidet, hatten wir uns statt dessen die Tour „die Legenden der Insel“ ausgesucht, weil wir hofften, bei der Fahrt noch etwas vom Inselinneren zu sehen, Treffen war 9:30, also diesmal nicht so früh.

Die ganze Nacht hatte es ziemlich heftig gewittert und geregnet, doch als wir in den Bus einstiegen, hörte der Regen langsam auf. Beim ersten, 15 minütigen Stopp, einer Gummibaumplantage, wurden wir ziemlich von Mücken zerstochen, da die bösartigen Viecher nach dem Regen besonders aktiv waren. Das war übrigens das einzige Mal, daß wir auf der Reise mit Mücken zu kämpfen hatten, sonst haben wir nie Probleme gehabt.

Nächster Halt: am Eagle Square der Hauptstadt Kuah, mit der 12 m hohen Adlerstatue. Wir hatten 30 Minuten Zeit uns umzusehen und bei Bedarf die Toiletten zu benutzen, 5 Ringgit pro Person. Aber als ich dem Toilettenmann sagte, daß wir leider nur US$ hätten, hat er ganz auf die Bezahlung verzichtet, auch gut.

Zurück im Bus durften wir gleich wieder aussteigen, um dann einen 20 minütigen Spaziergang durch den „Park der Legenden“ zu unternehmen, der den Fabeln und Mythen Langkawis gewidmet ist. Der Park ist ein Erholungsgebiet mit 50 Hektar Fläche, gestaltet wie ein Open-Air-Museum mit Teichen, Obstbäumen und vielen Blumen, sehr schön anzusehen.

Letzte Station war natürlich vor einer Shopping Mall in der Stadt Cenang, ca. 15 Minuten Busfahrt vom Hafen entfernt. Hier sollten wir 45 Minuten Aufenthalt haben, aber da wir auf Shopping keine Lust mehr hatten, haben wir uns verabschiedet und sind mit dem nächsten Shuttle Bus zum Schiff zurück.

Auf diese Art und Weise haben wir noch das gute Mittagessen im Büffetrestaurant erwischt, das wir sonst verpaßt hätten, da der reguläre Ausflug erst nach 14:00 zurückkam. Zwar gibt es am Cliff 24 Grill ständig etwas zu essen, aber Burger & Co ist nicht so mein Fall, ich mag eher Gemüse und Fisch.

Fazit zum Ausflug: nochmal würden wir ihn nicht buchen, sondern gleich mit dem Shuttle nach Cenang fahren. Die Sehenswürdigkeiten waren nicht grade berauschend, zwar ganz nett, aber wenn man selber was unternommen hätte, wäre es doch wahrscheinlich interessanter gewesen. Zudem hatte die Dame von TUI Cruises in unserem Bus erhebliche Probleme, aus dem Englischen zu übersetzen. Entweder es entsprach nicht dem, was der malaysische Reiseleiter gesagt hatte oder sie hat einfach was aus dem Repertoire ihrer Lektorenvorträgen erzählt, wenn sie nicht wußte, worum es ging. Ich habe das später auch an Bord bemängelt, viele der Mitreisenden verstanden nämlich Englisch und im Ticket wurde auch ausdrücklich darauf hingewiesen, daß es nur einen englischsprachigen Guide gibt, da hätte man sich das ruhig sparen können.

Nachmittags sind wir nochmal raus, da in unmittelbarer Nähe des Anlegers ein Hotel stand und ich auf einigermaßen kostengünstiges WLAN hoffte. Da hatte ich mich aber getäuscht, sie wollten für eine Stunde Internetzugang 30 Ringgit (6,50€), ein Bier im Restaurant sollte 38 Ringgit (8,20 €) kosten, da sind wir doch lieber wieder zurück aufs Schiff, da war wenigstens das Bier inklusive!

Im Theater wurde um 21:30 die Show „Novecento – die Legende vom Ozeanpianisten“ gezeigt, wir waren aber gemütlich in der Himmel und Meer Lounge, unserem Stammplatz für diese Zeit.

Nachts wurden die Uhren eine Stunde zurückgestellt, da wir uns Thailand näherten.


 

17.01.2016 Phuket, Thailand, 6:00-18:00, 32 Grad, Tenderhafen

mit Ganztagsausflug HKZ11G „Phang Nha Bay und James Bond Felsen“, 79 € p.P. 6:45-16:15

Phuket, mit ca. 330.000 Einwohnern, ist etwa 543 qkm groß und somit die größte Insel Thailands. Neben Kokos- und Kautschukplantagen sowie Fischfang und Perlenzucht, ist der Tourismus der größte Wirtschaftsfaktor, bereits seit 1980 bevölkern Gäste aus aller Welt die Insel.

Unser Schiff war vor Patong vor Anker gegangen, wo die meisten Hotels, Bars, Restaurants und sonstigen Vergnügungsetablissements stehen, ähnlich wie in Pattaya.

Mein Schiff 1 vor Phuket auf Reede

Mein Schiff 1 vor Phuket auf Reede

Treffen für unseren Ausflug zur Phang Nha Bay und dem berühmten James Bond Felsen war bereits um 6:45, das Tenderboot legte um 7:00 ab (Fahrzeit ca. 20 Minuten), um 7:30 fuhr dann der Bus los.

Da die Phang Nha Bay auf dem Festland liegt, mußten wir ziemlich lange fahren und haben deshalb nach zwei Stunden auf mein Bitten hin bei einer Tankstelle eine kurze Toilettenpause eingelegt, die sehr viele ausgenutzt haben, aber keiner hatte sich offensichtlich getraut zu fragen (und die Raucher waren mir auch sehr dankbar).

Kurze Zeit später erreichten wir den ersten Halt, den Höhlentempel Wat Suwan Kuha, mit einem 15m großen, liegenden Buddha und vielen weiteren Figuren, wunderschön anzusehen. Draußen neben dem Tempel leben jede Menge Affen, natürlich die absolute Attraktion bei den Touristen, die die Tiere auch eifrig füttern. Natürlich bieten die Souvenirstände vor dem Tempel auch Bananen an, ist ja klar.

Nach 30 Minuten Aufenthalt am Affentempel ging die Fahrt weiter zum Schiffsanleger, leider war dort eine ziemlich lange Schlange und wir mußten 20 Minuten in der Hitze warten. Das Einsteigen in die Boote war auch nicht ganz einfach, man mußte seitlich über die Reling klettern, absolut nichts für jemanden mit eingeschränkter Gehfähigkeit.

Nationalpark Ao Phang Nha

Nationalpark Ao Phang Nha

Um 10:40 ging die Fahrt aber endlich los. Die James Bond Insel (Khao Ta-Pu) gehört zu 42 Kalksteininseln des Nationalpark Ao Phang Nha, der mit 401 qkm zu 80% aus Wasserfläche der Andamanensee besteht. Die Fahrt dorthin ist wirklich atemberaubend, das Wasser glasklar und die Felswände der kleinen Eilande unterwegs sind interessant gemasert, fast wie moderne Malerei.

Beim James Bond Island angekommen, hielt sich unsere Begeisterung aber in Grenzen, zwar findet man auch hier futuristisch anmutende Felsformationen, aber viele Hundert Touristen, die sich vor dem Felsen und bei den Souvenirständen drängelten, machten die knapp eine Stunde Aufenthalt nicht grade angenehm.

James Bond Felsen Phuket

James Bond Felsen Phuket

Auch das Ein- und Aussteigen aus dem Boot war äußerst schwierig, beim Aussteigen wurde zwar eine Leiter an den Bug des Bootes gelegt, aber die Stufen waren dermaßen weit auseinander, daß man kaum herunterklettern konnte, besonders die älteren Mitreisenden hatten dort extreme Schwierigkeiten. Beim Wiedereinsteigen war es aber noch schlimmer, man mußte von einer Plattform quasi auf das Boot ca. einen Meter nach unten springen oder sich hinsetzen und nach unten rutschen, absolut unzumutbar und mein Mann hätte sich beinahe verletzt.

Nachdem alle mehr oder weniger glücklich wieder im Boot waren, wurde bei einem Fischerdorf auf Stelzen noch ein 20 Minütiger Aufenthalt eingelegt. Hier war der absolute Touristenrummel, aber als uns unser Reiseleiter weiter ins Innere durch die engen Gassen führte, wurde es etwas ruhiger.

Nach Beendigung der Bootsfahrt war es Zeit fürs Mittagessen, das in der Nähe des Anlegers im Phang Nha Bay Resort in Büffetform auf uns wartete. Pro Person war eine Flasche Wasser (0.5 l) inklusive, alle weiteren Getränke mußten bezahlt werden. Das Essen war komplett thailändisch (z.B. süß-saures Schweinefleisch, Huhn mit Cashewnüssen, fritiertes Gemüse, Reis, Obst usw.), mir hat es sehr gut geschmeckt, einigen andern von der Gruppe wohl eher nicht.

Für das Mittagessen waren insgesamt 45 Minuten Zeit, bevor es dann mit dem Bus auf den Rückweg zum Tenderanleger ging, um 16:15 waren wir da. Dabei haben wir noch ein kurioses Wetterphänomen erlebt, kurz vor unserer Ankunft auf dem Busparkplatz in Patong ging ein schwerer Platzregen runter und alle packten schon ihre Schirme oder Capes aus, aber als wir auf den Parkplatz einbogen, war es dort total trocken und von Regen keine Spur mehr, sehr praktisch!

Zurück auf dem Schiff hat sich mein Mann noch einen Doppelcheeseburger am Cliff 24 Grill gegönnt, da er mittags kaum etwas gegessen hatte. Die Burger sind aus Galloway Beef, der absolute Renner, wirklich Spitzenqualität.

Während mein Mann den Burger aß, gab es an Deck auch ein Austern Büffet (nein, danke!), bevor wir dann um 18:00 den Anker gelichtet haben.

Im Theater wurde um 21:30 die Show „Mein Schiff Superstars“ gezeigt, eine Castingshow-Parodie, die den beschwerlichen Weg eines Sängers zum Superstar zeigt, Augenzwinkern inklusive.

Und wieder wurden die Uhren nachts eine Stunde vorgestellt, es ging ja nach Malaysia.


 

18.01.2016 Penang, Malaysia, 08:00-19:00, 36 Grad

George Town, mit ca. 180.000 Einwohnern, ist die Hauptstadt der Insel und des Bundesstaates Penang. Sie zählt zu den wichtigsten Häfen Malaysias, hauptsächlich als Umschlagplatz für Gummi- und Agrarprodukte. Bereits 1786 siedelten sich hier Händler der britischen Ostindien Kompanie an und benannten die Stadt nach ihrem Monarchen Georg III.

In Penang konnten wir endlich mal wieder ausschlafen, denn da das Schiff fast im Stadtzentrum von George Town lag, war nur ein privater Landgang geplant. Wir waren zuletzt 1997 hiergewesen, doch außer einigen historischen Bauten haben wir nicht viel wiedererkannt.

Penang - Malaysia

Penang – Malaysia

Um 10:00 ging’s los, natürlich warteten am Hafenausgang wieder gefühlt 1.000 Taxifahrer, die ihre Dienste anboten, aber im „No, thank you“ sagen hatten wir ja nun schon Übung. Zunächst ging’s am 1786 von Sir Francis Light erbauten Fort Cornwallis vorbei, das heutzutage ein Freilichtmuseum und eine Freilichtbühne beherbergt. Sehr viel zu sehen gab’s da drin aber eigentlich nicht und so sind wir weiter Richtung Eastern & Oriental Hotel gelaufen, das uns noch gut von früher in Erinnerung war.

Das Hotel wurde bereits 1885 eröffnet und ist das einzige Hotel, das wir kennen, in dem Kanonen im Garten stehen. Allerdings haben wir bei unserem jetzigen Besuch nur noch eine entdeckt, früher standen da mehr, aber 1996 wurde das Hotel geschlossen und bis 2001 zur Neueröffnung komplett renoviert. Vom ursprünglichen Bau blieb nur noch der sogenannte „Heritage Wing“ stehen, der Rest wurde neu errichtet, allerdings im Stil dem alten Gebäude angeglichen.

Eastern & Oriental Hotel Panang

Eastern & Oriental Hotel Panang

Vor dem Hotel stehen jede Menge Rikscha Fahrer, die ihre Fahrten anbieten, aber wir wollten uns natürlich innen umsehen. Zufälligerweise kam auch grade eine Ausflugsgruppe von TUI Cruises und so hatten wir keinerlei Probleme, durch die Lobby und den Coffee Shop in den Garten zu gehen, um nach den Kanonen Ausschau zu halten, was ja leider enttäuschend war.

Bevor wir das Hotel verließen, bin ich nochmal schnell für „Ladies“, wirklich sehenswert noch mit Spülkasten oben und Kettenzug. Schade, daß ich kein Foto gemacht habe, die Jüngeren werden das vielleicht gar nicht mehr kennen.

Weiter ging’s Richtung Little India mit den farbenfrohen Häusern, Geschäften und „Bollywood“ Musik, die aus vielen Lautsprechern dröhnte. Enttäuschend war nur, daß der indische Tempel grade renoviert wurde und mit einer blauen Plastikplane zugehängt war, sodaß ich auf mein Foto verzichten mußte.

Aber dafür wurde ich dann in Chinatown entschädigt, wir fanden mehrere wunderbare Tempel und auch noch eine Moschee, Malaysia ist ja ein vorwiegend muslimisches Land.

Nach zwei Stunden Rundgang durch die Stadt bei mal wieder glühender Hitze (36°), sind wir wieder zurück aufs kühle Schiff und zum Mittagessen, das schmeckt nach so einer Anstrengung immer besonders gut (leider).

Nachmittags haben wir nochmal im Kreuzfahrtterminal unser Glück wegen einer WLAN Verbindung versucht, aber da war nichts zu machen, ganz im Gegensatz zu Port Klang, wo das so wunderbar funktionierte. Mit Nichtstun am Pool im Schatten haben wir den Nachmittag aber auch rumgebracht, kein Problem.

Um 21:30 wurde im Theater die „Mein Schiff 1 Crew Show“ gezeigt, da für viele wieder eine Reise zu Ende ging und sie am darauffolgenden Schiffstag Koffer packen mußten. Wir durften aber noch eine Woche bleiben und freuten uns auf Vietnam.


 

19.01.2016 auf See, 32 Grad

Morgens weckte uns ein starkes Gewitter, also haben wir uns mit dem Frühstück Zeit gelassen. Um 10:30 kam dann tatsächlich die Sonne raus und es wurde sehr heiß, aber da wir sowieso wieder zum Essen ins Büffetrestaurant gegangen sind, konnten wir die Hitze für die kurze Zeit ganz aushalten.

Das asiatische Büffet, das eigentlich an Deck stattfinden sollte, wurde aufgrund des morgendlichen Gewitters nach drinnen verlegt und so war es natürlich entsprechend voll, ganz im Gegensatz zu anderen Schiffstagen, aber richtiges Gedränge am Büffet gab es nicht, die Leute waren ganz gesittet.

Natürlich wurde auch wieder jede Menge Programm angeboten, angefangen von der Morgengymnastik um 7:30 war eigentlich jede halbe Stunde etwas anderes los, zu manchen Terminen sogar mehrere Dinge parallel und man hatte die Qual der Wahl, wenn man etwas mitmachen wollte.

Mein Schiff 1 auf Asien Kreuzfahrt

Mein Schiff 1 auf Asien Kreuzfahrt

Unser Nachmittag war natürlich von ausgedehntem Nichtstun geprägt, im Schatten, das versteht sich ja nun von selbst. Um 17:00 fing es allerdings wieder an zu regnen, sodaß wir uns noch für kurze Zeit unters Dach mußten, bevor wir uns für den Abend fertiggemacht haben.

Mein Mann hat auch mal wieder die Pässe in der Blaue Welt Bar abgeholt, da am nächsten Tag Singapur auf dem Plan stand, mit der übliche Ein- und Ausreiseprozedur und Passagierwechsel.

Abends im Theater wurde um 21:30 die Show “ Rondo Veneziano“ gezeigt, eine Tanzshow in Barockkostümen und viel Humor. Im Anschluß hat sich dann die Crew von den abreisenden Gästen verabschiedet.


 

20.01.2016 Singapur ab 7:00, 36: Grad

mit Halbtagsausflug SIN01V „Stadtrundfahrt Singapur“, 39€ p. P., 08:00-12:30

Treffen für unsere Stadtrundfahrt war 08:00, bis wir aber mit der ganzen Gruppe die Paß- und Sicherheitskontrolle passiert hatten und der Bus losfuhr, war es bereits 8:30. Natürlich ging die Fahrt erst zum Merlion, dem Wahrzeichen der Stadt, das ist ein Muß für jeden Touristen.

Merlion Park Singapur

Merlion Park Singapur

Nach 20 Minuten Aufenthalt beim Merlion Park ging’s weiter durch das indische bis zum arabischen Viertel rund um die Arab Street, wo wir ca. 30 Minuten geblieben sind. Hier steht die Masjid Sultan Moschee, die größte Moschee in Singapur, die über 5.000 Gläubigen Platz bietet. Drinnen ist fotografieren verboten, aber auch von außen ist sie mit ihren goldenen Kuppeln, Spitzen, Bögen und Balustraden wunderschön anzusehen. Die Fußgängerzone vor der Moschee ist gesäumt mit Geschäften, die neben den typischen Touristenmitbringseln u.a. Rattan- Stroh- und Korbwaren sowie Parfüms und Edelsteinschmuck zum Verkauf anbieten.

Vom arabischen Viertel ging die Fahrt weiter auf den Mount Faber, um die Aussicht von dem 105 m hohen Berg zu genießen. Leider konnte man aber durch die üppige Vegetation nicht so viel sehen, wie wir uns erhofft hatten. Der Blick auf die Seilbahn nach Sentosa, der Vergnügungs- und Freizeitinsel Singapurs und die unzähligen Hochhäuser der Wohnviertel war aber frei und gut zu fotografieren.

Eigentlich waren wir hier 60 Minuten Freizeit eingeplant, da der gesamten Gruppe das aber zu lang erschien, sind wir nach ca. 45. Minuten weiter zu den Gardens by the Bay gefahren, in meinen Augen der absolute Höhepunkt des Ausflugs.

Der auf 101 Hektar künstlich aufgeschüttetem Land errichtete Park besteht aus verschiedenen Teilen, so befinden sich z.B. im Bay South Garden zwei Biotope unter Glas, wobei das größere von beiden, der sog. Flower Dome mit 1,28 Hektar Fläche als größtes Glasgewächshaus der Welt 2015 ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen wurde.

Gardens by the Bay Singapur

Gardens by the Bay Singapur

Im Bereich des „Super Tree Grove“ stehen pflanzenbewachsene Stahlgerüste zwischen 25 und 50 Metern Höhe, die wie riesige Bäume aussehen. Zwei der Türme sind mit einem „Skywalk“ verbunden und wer schwindelfrei ist, kann dort in luftiger Höhe die Aussicht genießen. Eigentlich dienen sie aber als Kühltürme für die Glashäuser, da von ihnen mittels Photovoltaik Elektrizität gewonnen wird. Nachts sind die Super Trees beleuchtet und es finden Ton- und Lichtshows statt, die eine Bank aus Singapur sponsert.

Der Eintritt in den Park „Gardens by the Bay“ war im Ausflugspreis enthalten, wollte man allerdings in die Glashäuser oder auf den Skywalk, mußte ein extra Ticket gekauft werden. Da wir insgesamt nur eine Stunde Zeit hatten, haben wir uns das gespart, denn auch im Rest des Parks gab es genug zu sehen.

Wir sind dort bis 12:15 geblieben und pünktlich um 12:30 war der Bus wieder zurück am Marina Bay Cruise Terminal, rechtzeitig zum Mittagessen, so wie wir das lieben. Das war allerdings etwas voll und hektisch, da neue Passagiere bereits angekommen und die meisten, die heimreisen wollten, noch nicht weg waren. Aber das kannten wir ja schon, da muß man durch.

Nachmittags haben wir natürlich nochmal ausgiebig das schnelle und kostenfreie WLAN im Cruise Terminal ausgenutzt und anschließend den Rest der Zeit bis zum Abend am Pool im Schatten verbracht, was auch sonst.

Die Welcome Party am Pool startete erst um 22:00, weil einige Gäste wohl spät ankamen. Da das Schiff aber erst am nächsten Tag um 19:00 auslaufen sollte, konnten die Jetlag geplagten dann ja ausschlafen.


 

21.01.2016 Singapur bis 19:00, 36 Grad

Morgens begrüßten uns zwar dunkle Wolken und Regen, das hat uns aber nicht abgehalten, trotzdem um 9:30 mit dem Shuttle Bus wie gehabt zum Marina Bay Sands Shopping Center zu fahren (wie üblich 7 € p. P. für das Tagesticket).

Unser Plan war, nach Chinatown zu laufen (ca. 1,2 km Fußweg von der Marina Bay aus), einem Hauptanziehungspunkt der Stadt. Natürlich hätte man dorthin auch mit der U-Bahn fahren können, aber Bewegung muß sein, wenn es auch etwas beschwerlich war bei dem feucht-heißen Klima. Nach kurzer Zeit wurde zum Glück der Regen immer weniger und so könnte ich ungehindert fotografieren, denn Motive gab es in Hülle und Fülle.

Am interessantesten war die South Bridge Road, die Hauptstraße des Viertels, in der u.a. der indische Sri Mariamman Tempel und die älteste Moschee der Stadt, die Masjid Al-Abrar Moschee stehen (1850-55 gebaut), alles friedlich nebeneinander mitten im Chinesenviertel, für mich ein Symbol der kulturellen Vielfalt und Harmonie des Stadtstaates.

In der Pagoda Street, die von der South Bridge Road abgeht, ist der Nachtmarkt, in dem man alles findet, was das Touristenherz höher schlagen läßt: T-Shirts, Postkarten, Merlions aus verschiedensten Material von Holz über Stein bis Seife, Winke-Katzen, Buddha-Statuen, Jade-Ringe, von innen bemalte Glaskugeln usw. usw.

Sehr schön ist auch noch der Thian Hock Keng Tempel in der Telok Ayer Street, der der taoistischen Meeresgöttin Mazu gewidmet ist. Bereits 1821 gebaut, ist er der älteste und wichtigste Hokkien Tempel in Singapur, er wurde 1973 wurde zum Nationalmonument ernannt. Es ist zwar von dort nicht weit bis zur U-Bahn Station, doch da wir mit dem Shuttle Bus gekommen waren, sind wir zurück zum Marina Bay Shopping Center gelaufen, haben uns noch kurz die Lobby vom Marina Bay Sands Hotel angeguckt und sind anschließend mit dem Shuttle Bus um 12:00 zurück aufs Schiff.

Unsere Pässe haben wir wieder abgegeben, denn um 19:00 sollte das Schiff auslaufen und nachmittags stand wie immer Nichtstun auf dem Plan. Außerdem war die Seenotrettungsübung für 18:15 angesetzt, daran mußten wir natürlich auch wieder teilnehmen, schon zum 3. Mal auf dieser Reise und den Vortrag konnte ich bald auswendig. Aber Pflicht ist Pflicht, da kommt man nicht drum herum.

Um 21:30 gab’s im Theater die Show „Cinema Songs“ mit den berühmtesten Songs der Kinogeschichte, für Filmliebhaber unbedingt sehenswert.

Nachts wurden die Uhren mal wieder mal eine Stunde zurückgestellt, da unser Kurs Richtung Thailand ging.


 

22.01.2016 auf See, 29 Grad

Ein wunderbarer Tag auf See, wie aus dem Bilderbuch. Sonnenschein mit kleinen, weißen Wölkchen und Wind, da konnte man es gut an Deck aushalten.

Dank der Zeitumstellung waren wir schon 8:45 draußen und haben noch die perfekten Liegen im Halbschatten ergattert, das schafft man auch nicht immer. Auch zu Beginn des nächsten Abschnitts dieser Reise (Asien mit Vietnam) wurde das Eisskulpturenschnitzen gezeigt und anschließend gab’s dazu das asiatische Büffet mit Live-Musik. Alkoholfreie Bowle wurde auch angeboten und im Grunde genommen hätte man den ganzen Tag essen und trinken können, was einige nach meiner Beobachtung auch getan haben, enge Jeans ade!

Nach unserer üblichen Mittagspause im Büffetrestaurant waren wir erst im Schatten, da der Wind aber heftiger wurde, mußten wir in den Halbschatten umziehen, da es sonst zu unangenehm wurde.

Gegen Abend sagte der Kapitän, es sei Windstärke 4, zwar nicht besonders viel, aber irgendwie schaukelte es doch etwas und für besonders Empfindliche hatte man bereits die Tüten in den Fahrstühlen und Treppenhäusern verteilt, ein untrügliches Zeichen, daß mit noch mehr Seegang zu rechnen war. Gott sei Dank haben wir damit kein Problem, im Gegenteil, ich werde dann immer sehr hungrig. Spruch meines Mannes „man muß immer soviel essen, daß der Magen unten bleibt“.

Um 21:30 war im Theater die Rockshow „Rock the Boat“ zu sehen, irgendwie paßte der Titel auch zu dem Seegang, fand ich. Und natürlich hat auch der Kapitän die neu angekommenen Gäste begrüßt und seine leitenden Offiziere vorgestellt.


 

23.01.2016 Koh Samui, Thailand, 34 Grad, 07:00-19:00, Tenderhafen

mit Halbtagesausflug USM01V „Koh Samuis Tempel entdecken“, 35€ p. P., 07:15-12:00

Um 7:15 war Treffen für unseren Ausflug im Theater, dort gab’s die Tendertickets und schon kurze Zeit später kam der Aufruf, sich zum Boot zu begeben. Die Fahrt dauerte ca. 25 Minuten und um 7:45 fuhr der Ausflugsbus los, ging alles flott und ohne Verzögerungen, so wie wir das lieben.

Erster Haltepunkt, der Wat Khunaram, ein Tempel mit dem mumifizierten Leichnam des 1973 verstorbenen Mönches Loung Pordaeng. Wir hatten 30 Minuten Aufenthalt, vollkommen ausreichend um die diversen Gebäude des Tempels zu besichtigen und die kostenfreien Toiletten zu benutzen.

Weiter ging’s in den Nordosten der Insel zum Wat Phra Rai mit einer goldenen, 12 Meter hohen, sitzenden Buddha Statue, die zu den größten Touristenattraktionen der Insel zählt. Zu der 1972 gebauten Figur führt eine Treppe mit 80 Stufen hoch, die mit einem farbenfrohen Drachendesign geschmückt ist.

Am Fuß der Treppe findet man diverse Souvenirstände und kleine Restaurants, dazu noch zwei weitere kleine Tempel mit Buddha Statuen. 45 Minuten konnten wir hier bleiben, die man auch gebraucht hat, besonders da sehr viele Touristen unterwegs waren und man doch manchmal etwas warten mußte, um ein schönes Bild zu bekommen. Die Toiletten kann ich allerdings ganz und gar nicht empfehlen, sowas Dreckiges hatte ich schon lange nicht mehr gesehen und sie sollten nur im äußersten Notfall benutzt werden.

Den Höhepunkt des Ausflugs erreichten wir aber zum Schluß, den farbenfrohe Wat Plai Laem, mit der riesigen 12-armigen Guanyin Statue, Quelle der bedingungslosen Liebe und Beschützerin aller Wesen auf der Welt. Im großen Tempelgelände sind sehr viele weitere, wunderbare Figuren aufgestellt, darunter auch ein dicker, lachender Buddha, der ebenso groß ist wie Guanyin. Am schönsten fand ich aber die Zeremonien Halle gleich neben dem Parkplatz, ähnlich der, die dort auf einem See ins Wasser raus gebaut ist, ein wunderbarer Anblick!

Wat Plai Laem Koh Samui

Wat Plai Laem Koh Samui

Die 60 Minuten zur Besichtigung vergingen wie im Fluge, man konnte sich kaum sattsehen an den wunderbaren Figuren und Farben, zumal der Himmel mit einem tollen Blau noch das Seinige dazu beitrug (und zur Hitze leider auch, denn wir haben ganz schön geschwitzt). Die Toiletten dort sind übrigens sauber, Benutzung vor der Heimfahrt empfohlen, da diese immerhin 50 Minuten bis zur Tenderanlegestelle dauert.

Dort haben wir das Boot um 12:00 noch erwischt und waren bereits 12:20 zurück auf dem Schiff, genau zur richtigen Zeit zum Mittagessen, denn hungrig waren wir nach dem sehr frühen Aufstehen nun wirklich.

Auf dem Nachmittagsprogramm standen u.a. diverse Fitnessübungen (Fettverbrennungstraining an Cardiogeräten, Indoor Cycling, Ganzkörpertraining), aber die einzige Übung, die wir noch machen konnten, war, ab und zu mal von der Liege im Schatten aufzustehen und etwas zu trinken zu holen, wir waren platt von der Hitze.

Eigentlich sollte das Schiff um 18:00 den Anker lichten, aber da noch zwei Passagiere fehlten, wurde gewartet und tatsächlich hat man sie dann auch mit Hilfe der Hafenpolizei gefunden und mit einem extra Tenderboot zum Schiff gebracht. Peinlich und teuer, denke ich mal.

Die Poolparty um 21:00 mit dem obligatorischen Schoko- und Früchtebüffet war zwar nicht verregnet, dafür schaukelte es aber etwas, sodaß es gar nicht so auffiel, wenn man zuviel getrunken hatte.


 

24.01.2016 auf See, 31 Grad

Ein etwas turbulenter Tag. Vormittags konnten wir noch bis zum Mittagessen am Pool bei Windstärke 4 in der Sonne liegen, aber nachmittags wurde der Wind stärker( 6-7), mit 6 Meter hohen Wellen und an Deck zu sein war nicht mehr so angenehm. Aber innen in der Außenalsterbar war es auch ganz gemütlich, dort liefen auch grade die Vorbereitungen für das „Kochduell“, wenn ein Gast gegen einen Mein Schiff Koch antritt. Als man mich fragte, ob ich mitmachen wollte, habe ich dankend abgelehnt. Kochen ist nicht grade mein Hobby, ich esse lieber.

Das Ausfüllen der Landgangskarten für Vietnam gestaltete sich später etwas schwierig, man hatte zwar das Formblatt und eine ausgefüllte Kopie mit den eigenen Daten auf die Kabine geliefert bekommen, sodaß man alles nur abschreiben mußte, aber schreiben an sich war etwas holperig, da der Seegang immer stärker wurde.

Beim Abendessen hatte ich mit meinen Hackenschuhen schon leichte Gehschwierigkeiten, wenn die Wellen kamen, aber abends in der Himmel und Meer Lounge im Vorschiff wurde es dann richtig heftig. Es krachte und rummste teilweise ziemlich stark und manche Leute, die sowas noch nicht erlebt hatten, waren etwas verängstigt. Wie ich bereits erwähnte, sind wir alte Seebären und werden nicht seekrank, ich empfand das eher als Spaß, sowas gehört zu einer Seereise dazu!

Eigentlich sollte um 21:30 im Theater die Show „Beatles Forever“ gezeigt werden, aber mit Rücksicht auf die Künstler wurde sie auf den nächsten Abend verschoben, viele Zuschauer wären wahrscheinlich sowieso nicht gekommen, da einige doch ziemlich grün um die Nase waren.

Der Barkeeper von der Lounge hat mir am nächsten Tag noch erzählt, daß sogar er und sein Kellner später am Abend ziemlich seekrank waren und sich übergeben mußten. Wenn ihnen nicht eine seefeste Russin von der Besatzung geholfen hätte, wäre das mit dem Aufräumen in der Nacht schwierig geworden. Er sagte: „ich war so schwach, ich hab mich wie Gemüse gefühlt“.

Ich habe nachmittags auch noch ein kurzes Video von unserem Balkon aus gedreht, da war der Wind zwar noch nicht so stark, man bekommt aber vielleicht schon einen kleinen Eindruck.


 

25.01.2016 Phu My, Vietnam, 34 Grad, 06:00-19:00

mit Halbtagsausflug PHU01V „Vung Tau Highlights“, 29 € p. P., 08:30-12:45

Anstelle von Ho-Chi- Minh-Stadt (Saigon) wird in Vietnam seit einiger Zeit nur noch Phu My im Süden des Landes angelaufen, da der Hafen von Saigon nicht mehr für die großen Schiffe ausreicht. 1999 lagen wir noch mit der MS Albatros mitten in Saigon und waren enttäuscht, daß sich der Schiffanleger nun in Phu My befindet, dort ist nämlich außer dem Hafen absolut nichts und ohne Ausflug bekommt man von Vietnam nicht das Geringste zu sehen.

Da wir schon sehr oft in Saigon waren und auch bereits drei Tage im Mekong Delta, hatten wir uns für eine Tour in den Süden Vietnams entschieden. Wenn man allerdings Saigon noch nicht gesehen hat, sollte man unbedingt die lange Fahrt des Ganztagesausflugs auf sich nehmen, die Eindrücke, die man vom Land, von den Sehenswürdigkeiten und dem Straßenverkehr mit den Millionen Motorrädern bekommt, sind einmalig und unvergeßlich.

Treffen für unseren Ausflug nach Vung Tau war 8:30 im Theater. Für den Landgang mußte man die vorher ausgefüllte Landgangskarte mitnehmen, die unten an der Gangway von vietnamesischen Zollbeamten abgestempelt wurde. Man hatte dazu ein kleines, mobiles Häuschen mit dem Schild „Immigration“ her gerollt, die Karten wurden von zwei Beamten im Akkord abgestempelt ohne irgendwas zu kontrollieren und das war’s.

8:40 fuhr unser Bus schon los, allerdings versuchte der vietnamesische Reiseleiter sein schlechtes, schwerverständliches Deutsch durch ziemlich lautes Brüllen ins Mikrofon wettzumachen und ich war ziemlich genervt. Die Dame von TUI Cruises, die mit uns im Bus war, hat ihn darauf hingewiesen, aber irgendwie hat das nicht geklappt und ich habe mir als Schutzmaßnahme was in die Ohren gesteckt, naja.

Als wir nach ca. 1 Stunde Fahrzeit Vung Tau erreichten, waren wir doch ziemlich erstaunt. Ursprünglich hatten wir mit einem Fischerdorf gerechnet und nicht mit einer Stadt mit ca. 250.000 Einwohnern. Sie ist kommerzielles Zentrum der Region und beliebtes Ausflugsziel von Wochenendausflüglern aus Saigon, die häufig die Tragflügelboote benutzen, die für die 130 km lange Fahrt nur 80 Minuten benötigen, Fahrpreis ca. 7,50 €.

Unser erster Halt war am Lam Ong Nan Hai Tempel, einem Mausoleum für einen gestrandeten Wal. Daneben liegt gleich der Dinh Thang Dam Tempel, der zur Verehrung der Gründer Vung Taus angelegt wurde. Bei beiden Tempeln hatten wir 30 Minuten Zeit, vollkommen ausreichend, um sich auch noch etwas das Leben auf der Straße und in den Geschäften anzugucken.

Weiter ging’s zu einer Christusstatue am Nui Nho Berg. Sie wurde 1970 gebaut, ist etwa 30 Meter hoch und steht auf 100 Metern Höhe des 130 Meter hohen Berges. Im Inneren führen 129 Stufen zum Kopf der Figur, aber dort hochzugehen haben wir uns gespart, wir hatten zwar 30 Minuten Zeit, aber die Küste anzugucken war auch schön und lange nicht so schweißtreibend. Außerdem habe ich die Gelegenheit bei einem Toilettenhäuschen ausgenutzt, der Kassierer war mit einem US$ für zwei Personen mehr als zufrieden. Hätte man in Dong, der vietnamesischen Währung, bezahlt, wären es umgerechnet nur 14 Cent pro Person gewesen, aber man gönnt sich ja sonst nichts.

Christusstatue Nui Nho Berg Vietnam

Christusstatue Nui Nho Berg Vietnam

Nächster Stopp: die Villa Blanche (Bach Dinh), in der französischen Kolonialzeit zwischen 1898 und 1916 für den Gouverneur Paul Doumer gebaut. Sie wurde später vom letzten vietnamesischen Kaiser Bao Dai als Sommerresidenz genutzt, sowie auch als Urlaubsresidenz für spätere Staatsoberhäupter. Die Inneneinrichtung und die Möbel sind alle noch erhalten, wenn auch etwas heruntergekommen, aber trotzdem noch schön anzusehen. Vom 1. Stock der Villa hat man einen wunderbaren Blick auf die Bucht und den Nui Nho Berg, dort sollte man also unbedingt hochgehen.

Nach 30 Minuten Besichtigung fuhr der Bus weiter zum Niet Ban Tinh Xa oder Chua Phat Nam, der Pagode des liegenden Buddha, am Berg Nui Nho. Die Pagode wurde zwischen 1969 und 1974 errichtet, die 12 m lange Statue ist ein Sinnbild für den Eintritt Buddhas ins Nirwana. Vor dem Tempel steht ein 21 Meter hoher, mit Keramikfliesen geschmückter Flaggenmast und ein Stockwerk über dem liegenden Buddha hängt eine 3,5 Meter hohe und 3,5 Tonnen schwere Bronzeglocke, gleich neben einem Drachenboot aus Stein mit wunderschönen Miniaturen. Es lohnt sich also, die 42 Stufen weiter hochzuklettern, wenn man den liegenden Buddha gesehen hat. Außerdem hat man von dort oben eine wunderbare Aussicht auf den Strand und die Bucht von Vung Tau.

Zum Abschluß der Fahrt stoppte der Bus noch kurz für ein Foto am Fischereihafen, bevor es dann zurück zum Schiff ging. 12:45 kamen wir an, haben die Landgangskarte beim „Immigration“ Häuschen an der Pier vorgezeigt und sie dann an Bord in den eigens dafür aufgestellten Kasten geworfen.

Den Nachmittag haben wir wie üblich am Pool zunächst im Schatten, später in der Sonne verbracht. Um 17:30 zeigten auch noch vietnamesische Gastkünstler Folkloretänze, farbenfroh und wunderbar anzusehen.

Da unsere Reise nun bald zu Ende ging, waren abends auch schon die Abreiseinformationen auf der Kabine, zusammen mit den Kofferbändern für unser Deck.

Abends mußte die Show „Beatles forever“ endgültig abgesagt werden, da es wieder heftig schaukelte
und wir hatten wieder unseren Spaß in der Himmel und Meer Lounge, zusammen mit einer kleinen Gruppe seefesten Mitreisenden, die jede größere Welle mit Gelächter und „Huch“ kommentierten.

26.01.2016 auf See, 27 Grad

Die Nacht war wieder ziemlich unruhig und morgens weckten uns dunkle Wolken und Regen. Um 10:45 kam aber die Sonne raus und wir konnten noch eine Stunde an den Pool, bevor wir uns zur Mittagspause zurückgezogen haben.

Der Nachmittag an Deck war relativ kurz, da wir um 16:30 Koffer packen wollten. Natürlich war ausgerechnet dann strahlender Sonnenschein und herrlichstes Poolwetter, nicht zu heiß und nur noch leichter Wind.

Gemäß unseren Abreiseinformationen sollten wir die Koffer, versehen mit den Banderolen für unser Deck, bis 01:00 nachts vor die Tür stellen, damit sie dann in Singapur ins Kreuzfahrtterminal transportiert werden konnten. Unser Transfer zum Flughafen war für 16:00 angesetzt, da unser Flug bereits um 19:15 gehen sollte. Spätester Transfer für diejenigen, die Nachtflüge hatten, war um 20:15.

Die Pässe mußten natürlich auch gegen Vorlage der blauen Karten abgeholt werden, das hat mein Mann erledigt, während ich mich mit den Koffern beschäftigte. Das war ganz schön schweißtreibend, denn ausgerechnet an diesem Tag schien die Sonne die ganze Zeit auf unseren Balkon, zwar hatten wir die Vorhänge geschlossen, aber trotzdem kam man sich trotz voll eingeschalteter Klimaanlage vor wie in der Sauna.

Den Abend verbrachten wir nochmal in der Himmel- und Meer Lounge, diesmal allerdings ohne Schaukelei und vor dem zu Bett gehen kamen die Koffer vor die Kabinentür.

Und noch ein letztes Mal hieß es, nachts die Uhren eine Stunde vorzustellen, darin hatten wir ja nun schon reichlich Übung.


 

27.01. Singapur ab 9:00, 35 Grad, Flug Singapur – Abu Dhabi

Da wir um 09:00 die Kabine verlassen mußten, gab’s ein frühes Frühstück, um dann anschließend
das Handgepäck fertig zu packen und uns häuslich in der TUI Bar nieder zu lassen. Das Warten am Abreisetag ist immer etwas nervig und da wir schon in Reisekleidung waren, haben wir uns den Platz ausgesucht, an dem es noch am kühlsten war.

Man hätte natürlich auch das Handgepäck unbeaufsichtigt im Theater deponieren und nochmal an den Pool gehen können, aber irgendwie ist das nicht unser Ding, wenn wir abreisen konzentrieren wir uns darauf, Sonne und Hitze hatten wir außerdem genug gehabt in den letzten drei Wochen.

Mittags sind wir mit Sack und Pack ins Büffetrestaurant umgezogen, da wir rechtzeitig da waren, gab’s noch genug Plätze, bei denen wir das Handgepäck gut abstellen konnten, ohne andere zu behindern.

Anschließend wieder ein Umzug in die Tui Bar, bevor wir um 14:45 endgültig das Schiff verließen. Nach der üblichen Ausreiseprozedur durch Paß- und Sicherheitskontrolle mußten wir noch unsere Koffer im Erdgeschoß des Terminals abholen, um dann nochmal im ersten Stock das kostenfreie WLAN zu nutzen.

Um 16:00 fuhr der Transferbus zum Flughafen ab, Ankunft 16:25. Beim Check-in stand eine lange Schlange, aber unser Reisebüro hatte uns bei Etihad Plätze reserviert und so ging alles problemlos von statten.

Das Boarding war pünktlich und wir haben uns schon gefreut, aber wenn dann der Kapitän mit einer Durchsage anfängt „Meine Damen und Herren ….“ weiß ich schon Bescheid. Da eine Maschine mit technischen Problemen die Startbahn blockierte, mußten wir noch 60 Minuten warten, bevor das Flugzeug endlich losrollte. Und es dauerte weitere 50 Minuten, bis wir schließlich abgehoben haben, ich war mal wieder total genervt und hatte das Gefühl, wir kommen nie da weg!

Der Flug an sich war sehr unruhig, wir hatten fast die ganzen 7 Stunden Turbulenzen und der Service wurde mehrfach eingestellt. Zudem roch der Passagier neben mir penetrant nach Fußschweiß und so habe ich die Minuten gezählt, bis wir endlich um 24:00 mit nur 40 Minuten Verspätung in Abu Dhabi gelandet sind. Offenbar hatte der Kapitän Mitleid mit mir und ist schneller geflogen, wofür ich ihm auch sehr dankbar war.

28.01.2016 Flug Abu Dhabi- Düsseldorf , Zugfahrt Düsseldorf Bremen

In Abu Dhabi mußten wir auf einer Vorfeldposition raus und sind ewig mit dem Bus gefahren, dann noch gefühlt 20 km Fußmarsch mit nochmaliger Sicherheitskontrolle bis zum Abfluggate. Leider war es dort lange nicht so komfortabel wie beim Hinflug, aber ich habe wenigstens noch den einzigen freien Platz erwischt, nachdem ich in einer elend langen Schlange 10 Minuten vor der Toilette gewartet hatte, wirklich nervig und ärgerlich.

Eine Stunde vor dem geplanten Abflug um 02:20 fuhren die Transferbusse schon los, genau dahin, wo wir vorher ausgestiegen waren, die Odyssee durch den Flughafen hätte man sich wirklich sparen können.

Aber der Abflug war diesmal wenigstens pünktlich, zum Ausgleich hatten wir aber die ersten drei Stunden ziemlich starke Turbulenzen und es zog eiskalt aus der Klimaanlage.

Die restliche Rückreise verlief reibungslos. Wir sind 25 Minuten zu früh in Düsseldorf gelandet, um 06:15 statt geplant 06:40, unsere Koffer kamen fast als erste, der Zoll hat uns ignoriert und wir haben noch den Zug um 7:28 Richtung Bremen erwischt. Eigentlich hatten wir Platzkarten für den um 8:28, aber unsere Plätze in dem früheren Zug waren besser als die reservierten, direkt neben der Kofferablage, unweit vom Ausgang, Glück gehabt!

Um 10:15 waren wir schon in Bremen (ohne Verspätung!), ich habe im Supermarkt noch schnell was zu essen gekauft, da zu Hause gähnende Leer im Kühlschrank herrschte, mein Mann hat bei McDonalds gegessen (ich hatte schon was im Zug) und ab ging’s ins Taxi.

Zu Hause war alles in Ordnung, es wartete ein Riesenstapel Post auf uns, der Alltag und die Kälte hatten uns wieder. Nichts mehr mit 36 Grad, kein Büffet, niemand der für uns kocht und sauber macht, aber es kann ja auch nicht immer Urlaub sein, dafür freuen wir uns jetzt auf die nächste Reise mit Mein Schiff Ende April (toi, toi, toi!).


 

Beurteilung

1. Kabine

Unsere Balkonkabine 8054 war 17 qm groß mit einem 5qm Balkon. Es gab genug Platz für die Kleidung in den 3 Schränken. Im mittleren waren Fächer, der Safe und 4 Schubbladen, die beiden rechts und links hatten eine Kleiderstange und ausreichend Bügel. Weitere Schubladen befanden sich in den Nachtschränken (2 + 1) und im Schreibtisch (3), sodaß man auch diverse Kleinigkeiten gut unterbringen konnte.

Die Betten konnte man nach Wunsch auseinander stellen lassen (was wir auch getan haben), sie waren von der üblichen Größe (0,80 m x 2 m) mit angenehmer Matratze, nicht zu hart und nicht zu weich. Das Bettzeug war Allergiker geeignet. Die Höhe war zum Unterbringen für unsere Koffer ausreichend (ca. 30 cm) und auch das Handgepäck paßte zusätzlich noch bequem drunter.

Im Bad gab es ein offenes Eckregal mit 3 Etagen neben dem Spiegel und unter dem Waschtisch noch 2 x 2 Fächer hinter Türen, also genügend Platz für unsere Utensilien. Die Dusche war neu und sauber mit gutem Wasserdruck. Allerdings gab es manchmal Probleme mit dem heißen Wasser, entweder es kam sehr heiß oder eher lau und kalt schon mal gar nicht, abhängig von der Tageszeit. Morgens war es noch am besten, abends, wenn viele Leute duschten, wurde es u.U. schon mal lau.

Bei der Klimaanlage konnte man nur die Temperatur selber verstellen, die Stärke des Luftaustritts leider nicht, sondern mußte dazu einen Techniker kommen lassen, der die Abdeckung in der Decke abbaute und an einer Stellschraube drehte, sehr umständlich. Da merkt man doch schon das Alter des Schiffes. Und bedingt durch die sehr heißen Außentemperaturen von oft 36 Grad, blieb einem nichts anderes übrig, sie durchgehend auf sehr kalt zu lassen, weil man sonst nachts Probleme mit der Wärme bekommen hätte, ständig einen Techniker zu holen ist ja auch nicht das Wahre.

Balkonkabine 8054 - Mein Schiff 1

Balkonkabine 8054 – Mein Schiff 1

Der Balkon hatte zwei Stühle und ein kleines Tischchen mit dem obligatorischen Aschenbecher für Raucher. Leider konnte man die Rückenlehnen der Stühle im Gegensatz zu denen auf Mein Schiff 2 + 3 nicht verstellen, sie sind dadurch sehr unbequem in meinen Augen, aber da es meist draußen sehr heiß und stickig war, haben wir eigentlich nie längere Zeit auf dem Balkon verbracht.

2. Restaurants/Essen

2.1 Büffetrestaurant Anckelmannsplatz

Wir haben immer einen Platz gefunden, obwohl wir abends meist erst um 19:00, also eine Stunde nach Beginn der Essenszeit, gekommen sind. Das benutzte Geschirr wurde recht flott abgeräumt, die Mitarbeiter waren alle sehr freundlich und diesmal wurden auch die Tische im Gegensatz zu vorherigen Reisen ohne zusätzliche Aufforderung abgewischt.

Anckelmannsplatz Mein Schiff 1

Anckelmannsplatz Mein Schiff 1

Die Speisen wurden relativ zügig nachgestellt, an Stoßzeiten dauerte es natürlich manchmal ein paar Minuten, aber das kann man wohl in Kauf nehmen. Sonderwünsche wurden problemlos erfüllt, das war besonders für uns wichtig, da mein Mann bedingt durch diverse Lebensmittelunverträglichkeiten oft Probleme mit den Zutaten hat. Die Wok-Station, bei der man sein Essen selber zusammenstellen kann, ist daher für uns eine optimale Lösung, wenn bei den anderen angebotenen Sachen so gar nichts dabei ist, was er sonst verträgt. Und ich liebe die Wok Station besonders, da das Angebot an gekochtem Gemüse für meinen Geschmack manchmal etwas mager ist und ich mir am WOK nach Herzenslust etwas davon machen lassen kann.

Ansonsten war die Auswahl im Büffetrestaurant vielfältig und die Speisen gut zubereitet. Alles sehr frisch, ohne Konservierungsstoffe (ich bin da sehr empfindlich) und von guter Qualität.

Was aber wirklich gestört hat, war die unterschiedliche Leistung der Klimaanlage im Restaurant, an manchen Plätzen zog es eiskalt von oben, bei anderen wiederum war es fast wie in der Sauna und besonders beim Eingangsbereich auf der rechten Seite, war die sogenannte „kalte“ Ecke mit durchgehenden Kühlschranktemperaturen.

2.2 Sonstige Restaurants (Atlantik, Richards, Surf & Turf, La Vela, Gosch Sylt, Sushi Bar, Cliff 24 Grill)

Bedingt durch die Lebensmittelprobleme meines Mannes haben wir nur im Büffetrestaurant gegessen und können somit die anderen Restaurants nicht beurteilen. Lediglich im Cliff 24 Grill hat er sich mehrmals absolut köstliche Doppelcheeseburger aus Galloway Beef machen lassen. Zwar gibt es dort eine Speisekarte u.a. mit drei verschiedenen Burgern zur Auswahl, aber auf Sonderwünsche wurde problemlos eingegangen, grade für Allergiker sehr angenehm.

3. Bars

Die Getränke an den Bars waren alle hochwertig, das Personal kompetent und freundlich. Wie schon auf Mein Schiff 4 letzten Sommer, ist man auch auf Mein Schiff 1 zum alten Barkonzept zurückgekehrt, es gibt wieder alle Getränke und Cocktails an jeder Bar (außer Kaffee), was auf alle Fälle sehr angenehm ist.

4. Pool/Sonnendeck

Wie üblich, hatte man an Schiffstagen Probleme, Liegen im Schatten zu bekommen, da die üblichen Reservierer wieder sehr früh aufstanden, um ihre Plätze zu sichern. Zwar war oft die Liegenaufsicht unterwegs, aber so richtig konsequent abgeräumt wurde nicht immer, es kam darauf an, wer von der Crew grade Dienst hatte. Das übliche Problem halt, das sich wohl auch nie ändern wird.

entspannungsloge

In der Sonne gab es jedoch nie Probleme einen Platz zu finden, so habe ich z.B. einmal morgens um 11:10 noch 54 freie Liegen auf dem oberen Sonnendeck 12 gezählt, Bug und Heckbereich nicht mitgerechnet.

Nachmittags haben wir allerding immer Liegen im Schatten ergattert, man mußte erfindungsreich sein, welche aus der Sonne mitnehmen und sich irgendwo dazu quetschen und wenn die Schatten dann länger wurden gegen 16:30, war das Problem meist schon von alleine behoben.

5. Service

Alle Mitarbeiter waren freundlich und aufmerksam, bei Problemen oder Sonderwünschen wurde sofort auf diese eingegangen.

6. Sauberkeit

Die Kabine wurde morgens und abends gereinigt und wenn man wollte, gab es sogar zweimal täglich frische Handtücher. Auf dem Pooldeck wurde ständig gefegt, die Gläser weggeräumt und gewischt und die öffentlichen Toiletten wurden oft und regelmäßig saubergemacht.

7. Altersdurchschnitt/Publikum

Es waren viele 25-40 Jährige an Bord, ich würde sagen, mindestens 30%. Dann der Großteil (so 60%) 41-60 Jährige, der Rest 60+. Da keine Ferien waren, ist nur eine verschwindend geringe Zahl von Kindern an Bord gewesen, ich schätze mal so 10.
Es herrschte ein angenehmes Klima an Bord, alle, mit denen wir Kontakt hatten, waren freundlich und aufgeschlossen, egal welchen Alters.

8. Abendunterhaltung/Musik

Da wir jeden Abend in der Himmel und Meer Lounge verbracht haben, kann ich das Unterhaltungsangebot am Abend nicht beurteilen, es gab aber diverse Shows, die ich auch im Bericht erwähnt habe, inklusive der sehr beliebten Crewshow. Alternativ dazu Filme im Konferenzraum oder Musik zum Tanzen in der TUI Bar oder auf dem Pooldeck. Nicht zu vergessen auch die Poolparties jede Woche, mit Obst- und Schokoladenbüffet Büffet und Offiziersshaken, sowie mehrere Male Folklore von einheimischen Gastkünstlern.

9. Rezeption und Landausflüge

Die Mitarbeiter an der Rezeption waren sehr hilfreich, auf Probleme mit der Kabine wurde sofort reagiert, einmal kam sogar um 0:30 noch ein Techniker, weil uns die Klimaanlage beim ersten Mal doch zu kalt eingestellt worden war.

An den Landausflugscountern wurde man freundlich und kompetent beraten. Auch die Landausflüge an sich waren gut organisiert, der Zeitplan wurde immer eingehalten und es fuhr ein Mitarbeiter von TUI Cruises in jedem Bus mit, der bei Problemen half bzw. auch übersetzte, falls es notwendig war, mehr oder weniger gut, wie man in Langkawi gesehen hat.

10. Shops

An Shoppingmöglichkeiten wird eine große Vielfalt angeboten, Kleidung für Damen und Herren, Parfüms, Uhren, Schmuck, Mein Schiff Souvenirs usw. Was mich aber sehr erstaunt hat, war, daß es keine Badekleidung gab, ich hätte mir gerne einen neuen Bikini gekauft, da einer von meinen die Reise nicht überlebt hat, aber da war absolut nichts zu machen. Dicke Pullover hätte ich kriegen können, aber das war irgendwie nicht so ganz richtig für das Klima (oder vielleicht doch, für die „Kalte Ecke“ Im Anckelmannsplatz).

11. Spa und Fitness

Das Spa bietet, wie auf allen Schiffen, eine breite Palette von kostenpflichtigen Anwendungen, lediglich die Nutzung der Sauna ist inklusive. Aber die hatten wir ja jeden Tag draußen, da war das absolut nicht notwendig.

Das Fitnesscenter hat neue, gut funktionierende Maschinen. Es werden auch jede Menge Kurse angeboten, z.B. Yoga, Pilates, Spinning usw., die oft kostenfrei sind, lediglich einführende Workshops waren zu bezahlen.

12. Route

Die Route war sehr gut gewählt, alle Ziele interessant und sehr sehenswert. Obwohl wir bei Buchung der Reise die vielen Schiffstage nicht so gut fanden, waren wir hinterher froh, soviel Zeit zum Erholen zu haben, da die Zeitumstellung zu Anfang und das Klima generell uns doch ganz schön geschafft hat. Die Liegezeiten waren gut und ausreichend.

Generell ist zum Zielgebiet Asien zu bemerken, daß es unserer Ansicht nach ideal für eine Kreuzfahrt ist, da die Preise an Land doch extrem in den letzten Jahren angezogen haben und wir waren froh über unser All-Inklusive, nach jedem Landgang um so mehr.

13. Wetter

Die Temperaturen lagen immer so zwischen 32° und 36° tagsüber, sehr selten mal unter 30° und nachts meist so bei 26° bis 28°, mit einer Luftfeuchtigkeit um die 75 – 80%. Die Hitze hat uns ziemlich zu schaffen gemacht, besonders bei der hohen Luftfeuchtigkeit und wenn man das nicht verträgt, kann es schon recht unangenehm werden, zumal ja, wie gesagt, die Schattenplätze an Deck heiß begehrt sind.

Seegang: Die erste Woche war absolut ruhig mit max. 1 m Wellen, der sogenannte „Ententeich“. Ab der zweiten Woche wurde es ab und zu etwas unruhiger, aber auch maximal nur 3 m Wellen, also vollkommen unproblematisch. In der dritten Woche allerdings hatten wir mit dem Ausläufer eines Tiefs östlich von Vietnam zu kämpfen und das Ergebnis habe ich ja hinreichend beschrieben, Wellen um die 6 m, Windstärke 6-7 und viele Seekranke an Bord, inklusive mehrerer Besatzungsmitglieder.

Fazit:

Es war wieder eine wunderschöne und sehr interessante Reise, perfekt organisiert, voller wunderbarer Eindrücke. Das Wetter hat uns zwar etwas belastet, aber wir würden jederzeit wieder mit Mein Schiff dorthin fahren, falls noch neue Häfen dazukommen sollten, Asien ist immer wieder eine Reise wert!


 

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