Mein Schiff 2 Reisebericht Adria mit Kroatien

Unsere Anreise zur Mein Schiff 2, die im Hafen von Valletta auf uns wartete begann schon sehr früh am Morgen. Unser Flug ging von Düsseldorf aus, also mussten wir von Hamburg erst einmal dort hin kommen. Geplant war eigentlich eine Zugfahrt, der Zug zum Flug schließlich bereits im Reisepreis inbegriffen, doch dann hätten wir noch früher los gemusst, also entschieden wir uns kurzfristig für den PKW.

In Düsseldorf angekommen ging es dann auch schon direkt zum Check-In unseres Condor Fluges, das ging schnell, anschließend hieß es Zeit vertreiben am Flughafen, was glücklicherweise auch gut klappte und so befanden wir uns dann auch schon pünktlich um 14:30 auf er Startbahn in Richtung Malta. Der Flug war wie ich fand bereits ein Highlight, Bodensee, Alpen, Gardasee, die Mittelmeerküste inklusive Rom und Palermo und das alles aus der Vogelperspektive. Auch Valletta konnte man schön von oben bestaunen, allem voran die Mein Schiff 2, die bereits im Hafen stand.



Mein Schiff 2 Reisebericht Adria mit Kroatien

Mein Schiff 2 Reisebericht Adria mit Kroatien



Check In im Hafen von Malta

Nach der Landung holten wir unser Gepäck und begegneten anschließend an jeder Ecke einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin von TUI Cruises, die den Passagieren den richtigen Weg zu den Shuttlebussen zeigten, nur wenige Minuten später saßen wir auch bereits in einem und nur noch wenige Minuten Busfahrt trennten uns von unserem Ziel dem Wohlfühlschiff. Dort angekommen traf mich beim Anblick der Check-In Schlange allerdings erst mal der Schlag, wie würde ich meinem 5-jährigen Sohn jetzt erklären dass wir hier nochmal anstehen müssen und das sicherlich nicht zu kurz. Doch eine Mitarbeiterin bat uns direkt durch den Suiten-Bereich zu gehen, um mit dem Kind die Wartezeit zu verkürzen und somit dauerte auch dieser Check-In nur wenige Minuten für uns.

Nach dem Check-In wurde Leon direkt schon von der Kids Crew begrüßt, hier gab es das Sicherheitsarmband und dich wichtigsten Informationen für die folgenden Stunden. An Bord bezogen wir dann direkt unser Kabine, eine Außenkabine auf Deck 4 und begaben uns dann auch schon ins Restaurant Anckelmannsplatz um dort zu Abend zu essen, schließlich war es zwischenzeitlich schon 19.00 Uhr und der Hunger war groß. Im Anckelmannsplatz kann man sich am Buffet bedienen, ein extra Kinderbuffet im Familienbereich des Restaurants weckte bei Leon große Begeisterung.

Seenotrettungsübung und Auslaufparty

Um 21.15 Uhr starte dann die obligatorische Seenotrettungsübung – alle Mann zur jeweiligen Sammelstation und anschließend noch zu den Rettungsbooten. Anschließend ging es schnell aufs Pooldeck um die Auslaufparade auch ja nicht zu verpassen. Hier wurde getrunken, mit dem Typhon gehupt und die Auslaufhymne „Große Freiheit“ live gesungen, leider nicht Unheilig selbst. Danach stellte die Kreuzfahrtdirektorin noch schnell die wichtigsten Ansprechpartner der Crew vor und auch Capt’n Sharky ließ sich persönlich blicken – die Freude bei Leon entsprechend groß.

Nun ging es nur noch ins Bett, der Tag war lange und anstrengend. Leider haben wir von Malta und Valletta nicht viel sehen können, was schade ist, aber durch den späten Flug nicht anders machbar war.

 


 

Seetag nach Dubrovnik

An einem Schiffstag, oder auch Seetag genannt, beschränken sich die möglichen Aktivitäten logischerweise auf die, die man an Bord machen kann. Manche Menschen lieben Schiffstage, andere hingegen sind froh wenn sie wieder rum sind. Grad gegen Anfang einer Reise finde ich Schiffstage eigentlich ganz schön, denn sie laden dazu ein das Schiff kennen zu lernen.

Damit es einem an Bord nicht langweilig wird an einem Schiffstag bietet die Mein Schiff 2 unzählige Aktivitäten und Veranstaltungen der verschiedensten Bereiche, möchte man alles mitmachen, so artet das schon in Stress aus beziehungsweise ist das gar nicht möglich, denn dann müsste man sich vielerorts gleichzeitig aufhalten. So wurden an unserem ersten Seetag Treffen für Geburtstagskinder und Jubilare veranstaltet, Treffen für alleinreisende Gäste, ein Fotoworkshop, Lektorenvorträge über zukünftige Destinationen, Malkurse, diverse Sportkurse, hier eine Verköstigung, dort eine Verköstigung, Spiel, Spaß und Sport – wie man sieht, für jeden etwas dabei.>

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Heckwelle der Mein Schiff 2

Ich lebe ja an einem Seetag lieber so in den Tag herein, interessant war für uns allerdings ein Programmpunkt im Kids Club er Mein Schiff 2, nämlich die Elterninformation, wo man sein Kind anmelden konnte und die wichtigsten Informationen zu den Abläufen und auch zur Sicherheit erläutert wurden. Da Leon anschließend nicht alleine im Kids Club bleiben wollte, blieb ich eine Weile mit dort bis wir dann gemeinsam zum Mittagessen in den Anckelmannsplatz gingen. Noch immer fand Leon das Capt’n Sharky Buffet ganz tolle an dem er sich auf Grund der niedrigen Höhe selbst bedienen konnte. Interessant fand ich hier die ganzen Erwachsenen, die sich dort ebenfalls reichlich bedienten obwohl ein nicht gerade kleines Schild daneben hing, dass dieses Buffet ausschließlich für Kleine Seeräuber ist. Aber nun gut, immerhin gab es auf dem Kinderbuffet ja Speisen, die für die Großen Piraten nicht angeboten wurden, da muss man sich schon mal das ein oder andere erräubern.

Seetag am Pool

Nach dem Mittagessen versuchten wir unser Glück am Pool, zwar war es etwas windig, aber dennoch war es warm. Direkt am Pool fanden wir sogar eine freie Liege, was ich sehr praktisch fand, da ich Leon so im Poolbereich besser im Blick hatte und auch die Liege vom Wasser aus im Blick hatte, wenn ich dort unsere Sachen alleine zurücklassen musste. Reist man alleine mit einem Kind, das noch nicht schwimmen kann, geht man natürlich mit seinem Kind in den großen Pool, wohin dann beispielsweise mit der Bordkarte? Mit der Sonnencreme zusammen in ein T-Shirt eingewickelt, noch ein Handtuch drüber und das Päckchen bleibt auf der Liege liegen.

Als wir nach 10 Minuten das Wasser wieder verließen gab es dann eine nette Überraschung, auf unserer Liege lag ganz entspannt eine junge Frau, unsere Handtücher, die Sonnencreme, die Bordkarte, mein Rock, Leons T-Shirt und die Schuhe die vor der Liege standen, lagen nun ein Stückchen weiter in einer Fütze. Danke fürs runterschmeißen – „bitte, kein Problem, Liege reservieren ist verboten“ war dann die Antwort. Den Rest der Kommunikation lasse ich an dieser Stelle mal unkommentiert, aber es ist schon interessant, dass man von Mitreisenden von einer Liege verbannt wird, nur weil man sich erlaubte diese für 10 Minuten zu verlassen um mit seinem Kind in den Pool zu gehen, die belegten Liegen neben uns, bei denen sich in den gesamten 2 Stunden, die wir am Pool verbrachten, nie jemand blicken ließ, unberührt blieben.

Nach einer entspannten Dusche, die in den Kabinen der Mein Schiff 2 wirklich geräumig sind – zu zweit Duschen stellt darin gar kein Problem dar, fanden wir an Bord unseren Lieblingsplatz für die kommende Woche: die Aussen Alster Bar auf Deck 11 am Heck! Hier findet man tolle große Sofas, auf denen man es sich so richtig schön gemütlich machen kann, nicht selten sah man hier auch mal jemanden ein Nickerchen machen. Orangenbäume und die passenden Farben der Einrichtung vermitteln einem ein richtig schönes mediterranes Gefühl.

Abendessen im Atlantik Restaurant

Zum Abendessen wollten wir an diesem Seetag das Restaurant Atlantik ausprobieren, welches sich auf Deck 5 und 6 befindet. Wir bekamen einen richtig schönen Tisch am Fenster mit einem traumhaften Blick auf die Heckwelle. Das Restaurant Atlantik ist das a la carte Restaurant auf der Mein Schiff 2, wobei es meiner Meinung nach weniger ein a la carte Essen ist sondern viel mehr die Auswahl aus zwei Menüs. Um die Essenszeit für Leon etwas zu verkürzen entschied ich mich von den 7 Gängen vier weg zu lassen und lediglich eine Suppe, einen Hauptgang und ein Dessert zu essen. Dass man auf diese Weise Zeit sparen und das Restaurant somit etwas schneller wieder verlassen kann ist allerdings ein Irrtum. Wir bekamen unser Essen durch das weglassen diverser Gänge nämlich keineswegs schneller und mussten warten bis auch die anderen Passagiere bei diesen Gängen angelangt waren. So betrug für uns die Wartezeit zwischen 2 Gängen jeweils beinahe eine Stunde. Insgesamt verbrachten wir für ein 3-Gänge-Menü zwei Stunden im Restaurant Atlantik, was für ein 5-jähriges Kind nicht vertretbar ist. Traurig war zudem dass Leon die Malunterlage, die es geben soll um die Wartezeit zu verschönern, nicht bekommen hat. Leider erfuhr ich von dieser Malunterlage aber erst im Nachhinein.

Zum Abschluss des Tages gönnten wir uns dann noch einen Cocktail in der Überschau Bar am Pooldeck, wobei es hier einigen älteren Herrschaften kurz vorm Rentenalter ein Dorn im Auge war dass Kinder, die eigentlich ins Bett gehören, zwei Stühle blockieren, während sie selbst stehen müssen.

Irgendwie ein merkwürdiger Tag vor allem was unsere Erfahrungen diverser Mitreisender betrifft, aber es kann ja nur besser werden und wir lassen uns von solchen Dinge sowieso nicht die Laune verderben.

 


 

Dubrovnik / Kroatien

Bereits im Dezember 2012 war ich mit der MS Delphin in Dubrovnik. Die Mittelmeerstadt im südlichen Kroatien hatte ich als eine sehr schöne Stadt in Erinnerung, nur damals waren wir zu spät um die Stadtmauer zu besichtigen, daher freute ich mich nun umso mehr auf Dubrovnik, denn den Rundgang über die Stadtmauer würde ich mir diesmal nicht entgehen lassen.

Individueller Landausflug Dubrovnik

Direkt nach dem Frühstück machten wir uns also auf den Weg in die Stadt, wir nutzten den Shuttle-Service der Mein Schiff 2 der mit 7 Euro pro Person (5 Euro pro Kind) zwar teurer ist als der Linienbus, der vom Terminal aus fährt, aber gerade in den Sommermonaten durchaus die bessere Variante ist. Am Piletor in Dubrovnik wo sowohl die Shuttlebusse der einzelnen Schiffe, als auch jegliche Linienbusse abfahren war zwar im Winter nicht viel los, im Sommer allerdings war es kaum möglich den richtigen Bus zu finden.

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Mein Schiff 2 an der Pier in Dubrovnik

Am Piletor direkt ist auch ein Aufgang zur Stadtmauer. Möchte man diese besichtigen so bezahlt man 90 Kuna, was umgerechnet ca. 12 Euro sind. Kinder kosten 30 Kuna (ca. 4 Euro), Leon mit seinen 5 Jahren war allerdings noch kostenfrei. Zwar kann man in Dubrovnik vielerorts mit Euro zahlen, an der Stadtmauer allerdings wird der Euro als Zahlungsmittel nicht akzeptiert. Wer eine Kredit- oder EC-Karte dabei hat, kann damit zahlen, ansonsten ist man gezwungen Bargeld zu wechseln, was an fast jeder Ecke in Dubrovnik möglich ist.

Die Stadtmauer, die an einzelnen Stellen bis zu 25 Meter hoch sein kann, umrundet die komplette Altstadt auf einer Länge von ca. 2km. Für den kompletten Rundgang sollte man 1-2 Stunden Fußmarsch einplanen und gut zu Fuß unterwegs sein. Es sind einige Anhöhen zu überwinden und nicht gerade wenig Treppen zu steigen. Hinzu kommt, dass man während dem Rundgang auf der Stadtmauer fast keinen Schatten findet, dafür aber genügend kleine Kioske wo man etwas zu trinken kaufen kann.

Die Aussicht der Stadtmauer ist wirklich traumhaft, man hat einen Blick über die gesamte Altstadt und deren Terrakottadächer. Entlang der Küstenseite sieht man nicht nur kleine Buchten, Meer und die zerklüftete Küste sondern auch die Insel Lokrum.

Wer in Dubrovnik ist sollte den Rundgang über die Stadtmauer auf jeden Fall machen, denn es ist absolut lohnenswert. Auch mit Kindern die zu Fuß unterwegs sind ist die Strecke kein Problem, Familien mit Kinderwagen oder gehbehinderten Menschen würde ich den Gang allerdings nicht empfehlen, schon allein wegen der vielen teils sehr steilen Treppen, die man steigen muss. Auf der Mauer kommt man des öfteren an alten Kanonen, die zu Dekorationszwecken dort stehen, vorbei. Diese Kanonen wecken natürlich ein reges Interesse bei kleinen Piraten, so dass der kulturelle Rundgang Kindern auch Spaß macht.

Wer anschließend noch nicht genug von Dubrovnik hat, der kann natürlich noch die Altstadt selbst erkunden, viele kleine Cafes laden hier zum verweilen ein. Wir beließen es allerdings bei der Stadtmauer und gönnten uns anschließend zur Belohnung noch ein leckeres Eis, was für umgerechnet 1 Euro nicht hätte größer sein können und war zudem auch sehr lecker.

Zurück an Bord der Mein Schiff 2

Zurück an Bord stärkten wir uns zunächst einmal mit einem leckeren Mittagessen im Anckelmannsplatz. Hier bekam man immer einen schönen Platz und es gab auch kein Gerangel am Buffet. Auch im Familienbereich des Anckelmannspaltz konnten wir nie über Platzmangel oder ähnliches klagen.

Bei knapp 30 Grad war es fast schon selbstverständlich dass wir den Nachmittag am Pool verbrachten. Im Gegensatz zum Seetag war es hier auch schön ruhig und man hatte eigentlich freie Platzwahl was die Liegen betrifft, nur im Schatten war es etwas schwierig einen Platz zu finden, da es auch nicht wirklich viele Schattenplätze gab.

Als zum späteren Nachmittag hin viele der Ausflügler zurück an Bord kamen und auch diese das kühle Nass am Pool genießen wollten suchten wir uns ein ruhigeres Plätzchen. Leon bastelte mit anderen Kindern im Kids Club einen Drachen und ich machte es mir in der Aussen Alster Bar auf Deck 11 mit einem leckeren Cocktail gemütlich.

Abendessen im GOSCH Sylt

Zum Abendessen hatten wir einen Tisch im GOSCH Sylt reserviert – ein wirkliches Highlight an Bord der Mein Schiff 2, vorausgesetzt dass man Fisch mag. Hierzu aber später mehr, denn das GOSCH Sylt hat definitiv einen eigenen Beitrag verdient.

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GOSCH Sylt Mein Schiff 2

Den Abend ließen wir dann erneut an der frischen Luft ausklingen und genossen etwas abseits vom Getümmel die Live-Musik der Pool Party.

Wer an diesem Tag etwas mehr Lust auf Programm hatte bekam an Bord der Mein Schiff 2 natürlich auch wieder entsprechend viel geboten. Von Shuffleboard über Bingo, jeder Menge Live-Musik, ganz viele Sportkurse, Schokoladen- und Früchtebuffet um die verlorenen Kalorien wieder drauf zu futtern, Tanzkurs, Malkurs und vieles mehr. Langweilig wurde einem bestimmt nicht.

 


 

Kotor, Montenegro

Mit der Mein Schiff 2 lagen wir vor Kotor auf Reede während unserer Adria und Kroatien-Kreuzfahrt – Kotor und die gleichnamige Bucht, sowie  der malerische Fjord den man bis dorthin durchfährt gelten als der Geirangerfjord des Südens. Die Ein- und Ausfahrt des malerischen Fjords sind bereits ein Erlebnis, welches man so in der Mittelmeerregion nicht wieder findet.

Familienausflug in Kotor

Kotor ist eine kleine malerische Stadt in Montenegro und hat knapp 5.500 Einwohner. In Kotor erwarten einen enge und verwinkelte Gassen, die von einer circa 4,5 Kilometer langen Stadtmauer umgeben sind. Diese kleinen Gassen galt es heute für uns zu erkunden was wir mit einem Kids Club Familienausflug der Mein Schiff 2 auch taten. Mit einem Kompass und einer Schatzkarte wurden wir durch die Altstadt Kotors geleitet, erlebten eine einmalige Architektur und kamen an etlichen Sehenswürdigkeiten vorbei.

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Mein Schiff 2 auf Reede vor Kotor

Da die Sonne extrem brannte und es in der Stadt fast unerträglich heiß war begaben wir uns nach der Schatzsuche auch direkt wieder zurück an Bord der Mein Schiff 2. Auf dem Weg dort hin hatten wir einen unbeschreiblichen Blick auf die Mein Schiff 2, die in der Bucht vor Kotor auf Reede lag.

Gemütlicher Nachmittag am Pool und in der Außenalster Bar

Nachdem wir die Mein Schiff 2 per Tenderboot wieder erreicht haben, begaben wir zunächst einmal ins Restaurant Anckelmannspaltz zum Mittagessen um dann gestärkt den restlichen Nachmittag im oder am Pool zu verbringen. Auch heute war es hier trotz der Hitze wieder recht leer, so dass man bei den Liegen, jedenfalls die die nicht im Schatten standen, freie Auswahl hatte. Auf dem Pooldeck der Mein Schiff 2 sind zwei große Pools, einer als Spaßpool bezeichnet und einer als Ruhepool. Vor allem im Spaßpool waren an diesem Tag jede Menge Kinder unterwegs, kein Wunder, denn außerhalb vom Wasser hielt man es vor Hitze fast schon nicht mehr aus. Doch das hatte nicht nur gute Seiten, denn einige Kinder, vor allem diejenigen die der deutschen Sprache nicht gewachsen waren, benahmen sich als gehöre das Schiff ihnen. Trotz mehrfacher Ermahnungen wurde hier rücksichtslos vom Beckenrand gesprungen, während kleinere Kinder mit ihren Eltern schwimmen übten. Von einer Poolaufsicht oder einem Crewmitglied welche hier für etwas Ordnung sorgten konnte man nur träumen. Dieser Zustand war nicht nur extrem nervig, sondern auch nicht ungefährlich, so dass wir den Pool doch recht bald wieder verließen nachdem wir auf unserer Liege noch das ein oder andere Eis aßen und einen Cocktail genossen.

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir fast schon routinemäßig in der Aussen Alster Bar. Ich kann mich nicht helfen, aber hier schmeckten die Cocktails ungelogen am besten und auch der Service schien mir dort etwas aufmerksamer zu sein, als an anderen Bars.

Abendessen im Restaurant La Vela

Auf der Mein Schiff 2 kommt man unheimlich schnell mit anderen Menschen in Kontakt und es ist ein leichtes Reisebekanntschaften zu schließen, egal ob man alleine reist oder als Familie. So lernte auch wir eine nette Familie mit zwei Kindern kennen mit denen wir uns zum Abendessen im Bistro La Vela auf Deck 11 verabredeten nachdem wir uns beim Auslaufen aus Kotor vom Fototeam an der Reeling in einem Fotoshooting ablichten ließen mit der malerischen Kulisse Kotors im Hintergrund.

Da Bistro La Vela ist nicht wirklich ein Buffet-Restaurant aber auch kein a la carte Restaurant, man bekommt dort hauptsächlich Pizza und Pasta frisch zubereitet. Während die Getränke direkt am Tisch bestellt und serviert werden, bestellt man die Speisen am Tresen, wo diese dann auch zubereitet werden. Manche Speisen wie Suppe oder diverse Vorspeisen kann man direkt mitnehmen, auf andere Speisen wie zum Beispiel Pizza musste man einen Moment warten bis sie zubereitet waren um sie dann selbst mit an den Tisch zu nehmen. Die Pizza mit hauchdünnem Boden war wirklich sehr lecker, aber auch andere Gerichte konnten sich sehen lassen.

Ausklingen ließen wir diesen Abend bei einem Cocktail in der Aussen Alster Bar, die am Abend doch recht gut gefüllt ist. Während man tagsüber dort genügend Platz hat um auch mal ein Nickerchen zu machen, musste man am Abend schon zusehen, dass man überhaupt einen Platz bekam.

 


 

Bari

Bari ist die Hauptstadt der Region Apulien und nach Neapel die zweitgrößte Stadt Süditaliens – gerne wird Bari auch als das Mailand des Südens bezeichnet. Ob Bari diesen Titel verdient hat mag ich an dieser Stelle nicht beurteilen, da ich in Mailand selbst noch nicht war. Im Hafen von Bari legten wir schon in den frühen Morgenstunden mit der Mein Schiff an. Das Stadtzentrum und die Altstadt von Bari liegen ungefähr 30 Minuten zu Fuß vom Hafen entfernt, so dass wir uns auch hier wieder entschieden den Schuttle-Service der Mein Schiff 2 zu nutzen. Auch hier kostete das Ticket, genauso wie in Dubrovnik 7 Euro pro Erwachsener und 5 Euro für Kinder ab 4 Jahre. Wie ich im Nachhinein erfuhr hätte man wohl auch in etwas näherer Laufnähe zum Schiff einige schöne Ecken erkunden können, doch auch unsere Tour durch Bari war interessant und abwechslungsreich.

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FIAT 500 in Bari

Individueller Landausflug Bari

An der Busstation wo uns der Shuttle absetzte begrüßten uns direkt Mitarbeiter von Bari City Tour, die eine Stadtbesichtigung im Programm hatten. Mit einer Bimmelbahn wurde in den Kern der Altstadt gefahren, dort würde man zu Fuß mit deutschsprachiger Führung die Altstadt besichtigen und dann mit der Bimmelbahn wieder zurück fahren. Das ganze würde ca. 90 Minuten dauern und 10 Euro pro Person und 5 Euro pro Kind kosten. Ich mag solche Touren ja, Leon hatte Lust Bimmelbahn zu fahren, also stiegen wir ein.

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Bari City Tour

Die Fahrt mit der Bimmelbahn dauerte 5 Minuten bis in die Altstadt, ab dort ging es dann zu Fuß weiter, die Reiseleiterin sprach tatsächlich sehr gut deutsch. In der Bari Vecchia, wie die Altstadt auch genannt wird, befindet sich ein Labyrinth aus engen und verwinkelten Gassen durch die wir geführt wurden. In diesen Gassen saßen fast an jedem Häusereingang Frauen, die selbst gemachte Nudeln aus Hartweizengries herstellten, was sehr beeindruckend war, vor allem die Schnelligkeit mit der die Frauen arbeiteten. Selbstverständlich konnte man die Nudeln auch kaufen. Aber auch ansonsten waren die engen Gassen nett anzuschauen in denen überall Wäsche zum trocknen aufgehängt wurde.

Nach einem kleinen Marsch kamen wir dann an der ersten bekannten Kirche vorbei, der Kathedrale San Sabino, wo wir auch Zeit bekamen um diese zu besichtigen. Ich bin zwar nicht religiös und auch keine Kirchen-Gängerin, dennoch war die Kathedrale San Sabino ein Highlight. Die Größe der Kathedrale und auch die Architektur haben mit Kirchen wie man sie aus Deutschland kennt nicht wirklich viel gemeinsam.

Anschließend ging es zu Fuß weiter. An dieser Stelle möchte ich mal erwähnen, dass wir auf unserer Tour eine gehbehinderte Dame dabei hatten, die auf einen Rollator angewiesen war. In der Bari Vecchia befindet sich sehr viel Kopfsteinpflaster und auch ein paar Stufen mussten überwunden werden. Die Reiseleitung und auch die Truppe nahmen sehr viel Rücksicht darauf, dass es auch für diese Dame eine angenehme Tour wurde.

Nach kurzer Zeit kamen wir dann kamen wir dann an der Kathedrale San Nicola-Basilika an, welche die Beine des heiligen Nikolaus beherbergt und als Wallfahrtskirche gilt. Hier finden regelmäßig russisch-orthodoxe Gottesdienste statt, deren Besuch ein einmaliges Erlebnis ist, wenn man diese Religion bisher noch nicht so gut kannte. Sehr schön fanden Leon und ich, dass man in der Kathedrale San Nicola-Basilika auch die Möglichkeit hatte Kerzen für Verstorbene anzuzünden, was wir natürlich auch nutzten.

Anschließend holte und die Bimmelbahn auch schon wieder aus der Altstadt von Bari ab und brachte uns zum Ausgangsort der Tour zurück, wo diese dann auch endete. Die Reiseleiterin gab an dieser Stelle noch einige Tipps, wo man nun noch einkaufen könne und wo noch die eine oder andere Sehenswürdigkeit versteckt ist.

Wir hingegen machten uns zurück zur Mein Schiff 2.

An Bord der Mein Schiff 2

An Bord der Mein Schiff 2 wurden wie gewohnt wieder unzählige Kurse und Programmpunkte veranstaltet, so dass jeder auch etwas zu tun hatte. Auch wir hatten zwischenzeitlich unsere Routine und verbrachten den Nachmittag so lange die meisten Passagiere noch an Land waren am Pool und schlürften den ein oder anderen Cocktail und genossen ein Eis nach dem anderen. Auch hier mussten wir uns wieder über einige scheinbar Elternlose Kinder ärgern, die sich am Pool benahmen als hätten sie die Mein Schiff gekauft. Verantwortlich für diese Hand voll Kinder fühlte sich aber irgendwie keiner, so dass wir das Pooldeck dann auch bald schon wieder verließen.

In der Aussen Alster Bar, welche Zwischenzeitlich schon unser Wohnzimmer an Bord der Mein Schiff 2 war, fand am späten Nachmittag ein Kochduell statt. Hier kochte ein Passagier aus unseren Reihen gegen den Souschef des Richards – Feines Essen, was ein interessantes und amüsantes Spektakel war. Ein Jury, ebenfalls bestehend aus Passagieren, kürte dann nach ca. 30 Minuten um die Wette kochen den Sieger.

Zum Abendessen gingen wir an diesem Abend erneut ins Bistro La Vela. Von der Aussen Alster Bar ganz nett zu beobachten war wieder ein Mentalität vereinzelter Passagiere, die man recht häufig auf diversen Kreuzfahrtschiffen beobachten kann. Bereits eine Viertelstunde vor Öffnung des Bistros sammelten sich die ersten hungrigen Passagiere dort ein. Hier steht man allerdings nicht vor einem verschlossenen Restaurant, da das Bistro La Vela eigentlich ein offener Durchgang ist, man setzte sich direkt schon in das eigentlich noch geschlossene Restaurant und reservierte sich somit einen Tisch.

Die Kids verbrachten den restlichen Abend im Kids Club und halfen Capt’n Sharky dabei seine Freunde wieder zu finden, die er scheinbar auf dem Schiff verloren hatte. Ich schaute mir während dessen mal die Neuer Wall Shops auf Deck 7 etwas genauer an und entdeckte dabei den ein oder anderen Fleck an Bord der Mein Schiff 2, die ich bis dahin noch gar nicht gesehen hatte. Und so ging der Abend dann auch schnell zu Ende.

 


 

Korfu

Nicht immer war Korfu eine Insel und war früher Bestandteil des griechischen Festland. Erst vor 9.000 Jahren trennte das Meer Korfu vom Festland, die schmalste Stelle zwischen Korfu und dem albanischen Festland ist gerade mal zwei Kilometer breit. Nicht nur für Kreuzfahrer ist Korfu ein beliebtes Urlaubsziel, denn die Insel lockt neben ihren schönen Stränden mit ihrer mediterranen Vegetation auch Wanderer an. Auch die österreichische Kaiser Sissi verweilte einige Zeit auf der schönen Mittelmeerinsel Korfu und ließ dort das berühmte Achilleion erbauen.

Landgang auf Korfu

Korfu-Stadt gilt als eine der schönsten Städte Griechenlands und somit sollte sie unser Ziel an diesem sehr sonnigen Tag sein. Die Sonne brannte schon in den frühen Morgenstunden und bescherte uns einen unglaublich heißen Tag. Das Stadtzentrum von Korfu-Stadt liegt etwa 2,5 Kilometer vom neuen Hafen entfernt, zu Fuß benötigt man für die Strecke ca. 30 Minuten. Vorbei an der Alten Festung, am alten Hafen und entlang der Küste wäre dies sicherlich ein schöner Spaziergang gewesen, auf Grund der doch sehr warmen Temperaturen, die einen schon beim Nichts-Tun zum schwitzen brachten entschieden wir uns allerdings wieder für den Schuttle-Service der Mein Schiff 2. Die Kosten hierfür betrugen wie bereits auch in den anderen Häfen 7 Euro pro Person und 5 Euro pro Kind ab 4 Jahren.

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Korfu

Der Shuttle-Bus hielt direkt im Zentrum von Korfu-Stadt am Esplande-Platz, wo sich ein schöner Park mit Kricketplatz und Spielplatz befindet. Am Rande des Esplanade-Platz, dort wo die Geschäfte und das Leben der Stadt beginnt reihen sich unzählige Bistros und Cafés aneinander, so dass der Esplande-Platz wie ein großes Wohnzimmer im Freien wirkt, wo man es sich so richtig schön gemütlich machen kann. In einem dieser Cafés ließen wir uns für kurze Zeit nieder und waren verwundert über die Preise dort. So zahlten wir für 2 Flaschen Wasser (je 250ml) gerade Mal zusammen einen Euro. Bedenkt man, dass gerade diese Ecke sehr touristisch ist, ist das wirklich ein mehr als günstiger Preis.

Gegenüber des Esplanade-Platz befindet sich auf einer vorgelagerten Halbinsel die Alte Festung von Korfu-Stadt. Diese kann man natürlich auch besichtigen, der Eintrittspreis beträgt 4 Euro pro Person, Leon war mit seinen 5 Jahren kostenfrei und ach Senioren ab einem Alter von 65 Jahren mussten nur die Hälfte des Preises zahlen. Geht man nun in der Alten Festung ein wenig planlos spazieren, fragt man sich vielleicht nach dem Sinn der Besichtigung, denn wirklich eine Besonderheit scheint es hier nicht zu geben. Die Besonderheit liegt allerdings darin den Gipfel der Alten Festung zu besteigen, denn der Blick von oben ist mehr als beeindruckend. Der Weg nach oben, vor allem bei der Hitze, nicht ganz einfach und etwas anstrengend. Man sollte schon fit zu Fuß sein. Eltern mit Kinderwagen oder auch gehbehinderte Menschen werden den Aufstieg wohl nicht schaffen. Sinnvoll ist es auch sich gerade auf den Treppen an den Geländern festzuhalten, die Stufen sind uneben, teils steil und rutschig. Vor allem wenn es wieder nach unten geht kann es schneller nach unten gehen als einem vielleicht lieb ist.

Nachdem wir die Halbinsel und die Alte Festung wieder verlassen haben besuchten wir noch den Garten des Gouverneurspalast, wo wir zufällig die MSC Fantasia beim Einlaufen in den Hafen von Korfu beobachten konnten, ein schöner Anblick wie ich finde.

Anschließend fuhren wir entlang der Küste mit dem Shuttle-Bus zurück zum Hafen wo neben uns noch die MSC Fantasia, die MS Thomson Majesty und die Grand Mistral von Ibero Cruceros lagen.

Der Nachmittag am Pool

Nach dem Mittagessen im Bistro La Vela wo wir uns nochmal eine leckere Pizza gönnten war unser Ziel für diesen Nachmittag klar, natürlich zog es uns bei diesen heißen Temperaturen an den Pool. Doch so wirklich genießen konnte man die Zeit dort nicht, zwar gab es vor allem in der Sonne genügend freie Liegen und das Pooldeck schien auch nicht übermäßig überfüllt, doch das Problem mit den „Elternlosen Kindern“ am Pool wollte nicht besser werden. Unbelehrbar sprangen sie auch heute wieder rücksichtslos vom Beckenrand, völlig unbeeindruckt davon dass man vielleicht anderen Kindern in den Nacken springen könnte. Frisbees und Wasserbälle wurden unkontrolliert hin und her geworfen. Lediglich als der Kids-Club für ungefähr eine halbe Stunde dort eine „Pool-Party“ veranstaltete und dementsprechend eine Poolaufsicht vor Ort war konnten sich diese Kids mal benehmen. Nur der Info halber möchte ich erwähnen, dass es immer die selbe Hand voll Kinder war, die während dieser Reise nicht nur am Pool negativ auffielen.

Da ich mir am Abend gerne mal eine Theater-Show auf der Mein Schiff 2 angesehen hätte empfand ich es für wichtig einen kurzes Nickerchen nach dem Poolaufenthalt auf der Kabine zu machen. Leon war da allerdings anderer Meinung als ich, so dass er schon während des Abendessens im Anckelmannsplatz auf dem Stuhl fast einschlief. In der Hoffnung dass Leon vielleicht auf den gemütlichen Sofas in der Aussen Alster Bar ein Nickerchen halten würde, so dass wir vielleicht doch noch die Show am Abend sehen könnten, gingen wir noch auf einen Cocktail in unsere Lieblingsbar. Doch meine Hoffnung starb schnell, so dass der Abend schon relativ früh auf der Kabine und im Bett endete. Glücklicherweise konnte man sich im Bereich Meerleben auf Deck 6 kostenfrei Bücher ausleihen, so dass ich den Abend ganz entspannt mit einem Buch auf der Kabine ausklingen ließ, während Leon bereits tief und fest schlief.

 


 

Seetag nach Malta

Unsere letzten vollständigen Tag auf der Mein Schiff 2 ließen wir mal wieder ganz entspannt angehen. Es war ein Seetag und somit konnten wir uns ganz viel Zeit nehmen und alles in völliger Ruhe machen. Starten wollten wir den Tag mit einem gemütlichen Frühstück im Restaurant Atlantik um mal zu schauen wie man dort so frühstücken kann, da wir in den vergangenen Tagen unser Frühstück ausnahmslos im Anckelmannspaltz eingenommen haben. Im Tagesprogramm war vermerkt, dass es im Restaurant Atlantik auf Deck 5 Buffet gibt und auf Deck 6 war nichts zusätzlich vermerkt. Also ging ich davon aus, dass man auf Deck 6 im Restaurant Atlantik a la carte Frühstücken kann, was sich aber leider nicht bestätigte. Wir saßen schon ein paar Minuten am Tisch und wunderten warum trotz weniger besetzter Tische niemand kam um unsere Bestellung aufzunehmen. Ich beobachtet also die anderen Gäste an den Nebentischen und stellte schnell fest, dass die sich das Essen vom Buffet auf Deck 5 holten. Das war mir dann irgendwie auch zu umständlich und da man im Atlantik scheinbar auch nur Buffet zum Frühstück bekommt verlagerten wir uns wieder ins Restaurant Anckelmannspaltz.

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Seekarte der Adria Kreuzfahrt mit Mein Schiff 2

Trotz dass wir an diesem Seetag sehr schönes Wetter hatten und angenehm warme Temperaturen die eigentlich zum baden einluden, verzichteten wir auf den Besuch am Pool. Jeder würde am Pool sein und der Rest des Schiffes wahrscheinlich im Gegensatz sehr leer. Leon verbrachte die Zeit bis zum Mittagessen mit seiner neuen Freundin im Kidsclub und ich hatte Zeit mit der Mama seiner Freundin ganz genüsslich einen Kaffee in der Schau Bar zu trinken. Das Mittagessen nahmen wir dann alle gemeinsam im Anckelmannsplatz ein, wo man auch im Familienbereich immer leicht auch einen Tisch für 6 Personen fand.

Mein Schiff 2 Rundgang und Shopping

Nach dem Essen drehten wir ein paar Runden übers Schiff und entdeckten tatsächlich noch so einige Orte an Bord der Mein Schiff 2 wo wir bis dahin noch gar nicht gewesen sind, irgendwie hielten wir uns während unserer Kreuzfahrt immer an den selben Stellen auf, dem Pooldeck, der Aussen Alster Bar, dem Anckelmannspaltz und der Kabine – wobei wir tatsächlich die wenigste Zeit auf der Kabine verbrachten. Zeit wurde es auch mal ein paar Souvenirs für die Daheimgebliebenen zu kaufen. Leon dachte da natürlich in erster Linie an seinen kleinen Bruder und sich selbst und so war mir schon klar, dass wir das meiste Geld wohl im Logo-Shop lassen würden, genauer gesagt hatte es ihm das Capt’n Sharky Regal dort angetan. Eine Piratenflagge für sein Zimmer, eine für Julians, jeweils einen Wasserball und natürlich zweimal komplett identische Puzzles – nicht dass die Jungs sich am Ende noch streiten.Das eine oder andere Erinnerungsfoto kauften wir natürlich auch noch. Ein 20×30 Foto für EUR 11,50 und ein 13×18 Foto für EUR 7,50 sind auch absolut humane Preise wie ich finde. Geht zwar auch günstiger, aber wir haben auf anderen Schiffen auch schon deutlich mehr bezahlt, teils für nicht mal halbwegs so schöne Fotos.

Kindermalkurs

Um 14:30 Uhr stand dann ein aufregender Programmpunkt für Leon auf dem Plan, der Malkurs für „Krabben“, sprich ein Malkurs für Kinder von 3-6 Jahre. Dieser war bis auf den letzten Platz ausgebucht, so wie auch alle anderen Malkurse in dieser Woche, ich hätte ja eigentlich auch noch gerne einen Kurs besucht, aber nichts zu machen. Die Kids schwangen hier nun also unter Anleitung und teils mit Hilfe ihre Pinsel und Farben, heraus kamen am Ende wirklich sehr schöne und teils sogar beeindruckende Bilder der kleinen Künstler.

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Kindermalkurs Mein Schiff 2

Im Anschluss tranken wir mit einer Familie die wir wir bereits bei unserem Familienausflug in Kotor kennenlernten einen Kaffee in der TUI Bar, jedenfalls versuchten wir es, bis wir dann aber final alle die richtigen Getränke auf dem Tisch hatten dauerte etwas und war für den Kellner wohl eine größere Herausforderung. Zwei Latte Macchiato, ein laktosefreien Cappuccino , einen Kakao und ein Kiba das muss man auch erst mal schaffen. Wie jeden Tag musste natürlich auch an diesem Nachmittag ein Besuch in der Aussen Alster Bar drin sein und wie der Zufall es wollte gab es dort schon wieder was zu essen, diesmal in Form der Kochshow „Schnell & Gesund“.

Letzter Abend an Bord der Mein Schiff 2

So verging der Nachmittag auch irgendwie wie im Flug und schon war es schon wieder Abendessenzeit. Wir versuchten nochmals unser Glück im GOSCH Sylt, hier war aber leider nichts mehr zu machen und kein Tisch mehr zu bekommen also entschieden wir uns fürs Anckelmannsplatz und genossen unser letztes Abendessen an Bord.

Im Anschluss hatten die Kids Abschlussparty vom Kids Club, diese würden sie in der Himmel & Meer Lounge feiern, worauf sich die Kids natürlich sehr freuten, vor allem weil auch Capt’n Sharky nochmal seinen Besuch angekündigt hatte. Die Erwachsenen trafen sich im Außenbereich der Aussen Alster Bar, genossen den Blick auf die Heckwelle und einen wunderschönen und gleichzeitig den letzten Sonnenuntergang der Kreuzfahrt.

Um 20:45 Uhr ging es dann noch mal zum Meerleben auf Deck 6, hier fand nämlich eine große Finissage mit Sektempfang und Verabschiedung der Maler an Bord statt und da Leon ja auch zu den fleißigen Künstlern gehörte durften wir uns das natürlich nicht entgehen lassen. Alle Bilder wurden hier ausgestellt und jeder durfte sein Kunstwerk dann natürlich auch einpacken und mit Nachhause nehmen.

Anschließend war nur noch Koffer packen angesagt, denn am nächsten Morgen würde schon sehr früh der Wecker klingeln, da wir zu den Passagieren gehörten, die den ersten Flug am Morgen nach Hamburg nehmen durften.

 


 

Abreise von Malta

Wie alles im Leben hatte auch unsere Kreuzfahrt auf der Mein Schiff 2 durch die Adria und Kroatien irgendwann ein Ende, und das bereits nach einer Woche, wo doch so viele Passagiere zwei Wochen an Bord waren. Auf die Abreise vorbereitet wurden wir bereits am letzten Abend. Bedeutet das am Vorabend der Abreise, auf unserer Kabine ein Informationsblatt zur Abreise in Malta sowie die farbigen Kofferanhänger die wir für die Abreise benötigten damit wir unser Gepäck nicht selbst vom Schiff tragen mussten bereit lag.

Wir hatten das Vergnügen auch noch zu den ersten zu gehören die am Abreisetag die Mein Schiff 2 verlassen durften. Unser Flug von Malta nach Hamburg mit der TUIfly ging bereits um 8:30 Uhr, somit war der von TUI Cruises organisierte Bustransfer vom Hafen zum Flughafen für 5:45 Uhr angesetzt. Zu einer eher familienunfreundlichen Zeit, nämlich um 5:00 Uhr klingelte also bereits unser Wecker, damit wir vor unserer langen Reise noch frühstücken konnten.

Im Bistro La Vela wurde bereits ab 4:00 Uhr Frühstück angeboten, im Anckelmannsplatz ab 4:30 Uhr, so dass man hätte gut und gerne auch noch hätte etwas früher aufstehen können, vorausgesetzt dass man dies wollte.

Zu den frühen Abreisezeiten möchte ich noch was sagen, zwar sind die Zeiten wo man aufstehen muss tatsächlich etwas familienunfreundlich, gerade wenn man noch kleinere Kinder hat, aber sie haben durchaus ihre Vorteile. Man ist zeitig wieder Zuhause, wir sind gegen 11:30 Uhr in Hamburg gelandet, und hat noch was vom Tag. Ich persönlich finde es viel unangenehmer und anstrengender, wenn mein Rückflug erst am Abend geht, ich die Kabine aber schon zeitig verlassen muss, das Schiff verlassen muss um mir dann mit Kind und Gepäck in irgendeiner fremden Stadt oder gelangweilt am Flughafen den Tag rumkriegen muss – der Tag ist dann völlig hinüber.

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Mein Schiff 2 in Malta

Nun gut, zurück zur Abreise. Wir packten also am Vorabend unsere Koffer und stellten diese bis um 1:00 Uhr in der Nacht vor unsere Kabinentür. Durch die grauen Kofferanhänger, die für unsere Abreisezeit vorgesehen waren, wussten die Crewmitglieder die für das Verladen des Gepäcks zuständig waren, dass diese Koffer als erstes von Bord müssen.

Der Morgen der Abreise

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker bereits früh, wer übrigens keinen Wecker dabei hat kann sich auch entweder über den Fernseher wecken lassen oder über das Kabinentelefon. Hierfür nimmt man einfach den Telefonhörer ab, wählt die Tastenkombination *93 und gibt anschließend die gewünschte Weckzeit als vierstellige Nummer ein, sprich für 5:00 Uhr die 0500. Beides funktioniert übrigens einwandfrei, da mein iPhone und demnach mein Wecker während der Kreuzfahrt den geist aufgegeben hatte probierten wir die verschiedenen Varianten aus. Beim Fernseher sollte man lediglich darauf achten, falls man in eine andere Zeitzone fährt, dass sich die Uhrzeit des Fernsehers nicht automatisch umstellt.

Unser Frühstück nahmen wir an diesem Morgen wieder im Restaurant Anckelmannsplatz ein und machten uns anschließend direkt auf den Weg zu Deck 3, wo dann auch von Bord ging. Die Koffer waren schnell gefunden und in den Bus verladen, die Busfahrt selbst dauerte ca. 15 Minuten. Der Check-In am Flughafen von Malta lief unkompliziert und eigentlich zügig auch wenn wir in der Schlange mit den anderen Passagieren kurz warten mussten. Bei den Sicherheitskontrollen am Flughafen Malta kam man sich kurzzeitig vor wie auf einem Basar, die Geräuschskulisse dort und das Durcheinander waren nicht zu übertreffen. Da hat man schon mal fast eine Viertelstunde gewartet bis die eigene Tasche wieder aus dem Röntgengerät rauskam.

Die Wartezeit bis zum Boarding und zum Abflug verging recht schnell, Leon schlief einfach noch eine Weile auf meinem Schoß, ich hingegen musst mit mir kämpfen nicht auch einzuschlafen. Wären die Augen zugefallen hätten wir sicherlich den Flug verschlafen und wären nicht die ersten Passagiere denen so etwas passiert.

Der Flug selbst war etwas kürzer als geplant, bereits nach 2,5 Stunden hatten wir wieder Boden unter den Füßen, der Schock kam dann erst als wir in Hamburg unseren Koffer wieder vom Band nahmen und feststellten, dass der den Flug nicht überlebt hat. Ein Loch in der Schale, ein Totalschaden. Der TUIfly Kofferservice sorgte allerdings innerhalb weniger Tage für Ersatz und kam für den Schaden auf.

Die Fahrt vom Flughafen nach Hause verlief auch völlig stressfrei, so dass wir noch einen schönen sonnigen Tag Zuhause im Garten genießen konnten.

 


 

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