Mein Schiff 1 Reisebericht Nördliche & Südliche Karibik

Reisebericht Mein Schiff 1: 21 Tage Kombitour Nördliche + Südliche + Nördliche Karibik 08.01.-31.01.2015

Route: Barbados, Dominica, Martinique, Guadeloupe, St. Kitts, Dominikanische Republik, Curacao, Bonaire, Isla Margarita, Tobago, Barbados, Dominica, Martinique, Guadeloupe, St. Kitts, Dominikanische Republik



Für Januar 2015 hatten wir uns diesmal für eine 3-wöchige Karibiktour mit Mein Schiff 1 entschieden, zwar war dabei die nördliche Karibik doppelt, aber das macht ja nichts, es gibt genug zu sehen und warmes Wetter schadet nie.

Wie letztes Mal hatten wir uns wieder eine Balkonkabine (8058) ausgesucht und da der Flug immerhin 8-9 Stunden dauerte, Busineß Class bei Air Berlin für 500€ Aufpreis pro Person und Strecke gebucht.

Eigentlich ist ja die Anreise mit der Bahn bei TUI Cruises im Preis enthalten (für uns sogar 1. Klasse), aber da mir das mit der Bahn alles so langsam zu viel wurde (ständig Streiks und die Schlepperei wird auch immer nerviger), habe ich einen Leihwagen bei Sixt reserviert für €104 (+ Versicherungen), One-Way Tarif von uns zu Hause (bei Bremen) bis zum Düsseldorfer Flughafen.

Da der Flug schon um 9:30 gehen sollte, haben wir natürlich vorher im Maritim am Flughafen übernachtet, €135 für ein DZ zum Sleep & Fly Tarif (ohne Frühstück). Frühstücken wollten wir dann in der Busineß Lounge von Air Berlin, da konnten wir uns das Essen im Hotel sparen.

Anfangs möchte ich noch gleich bemerken, daß diejenigen, die in diesem Bericht Tipps zu Stränden erwarten, wohl eher enttäuscht sein werden, da wir auf einer Kreuzfahrt etwas sehen wollen, Badeurlaub machen wir im Hotel. Aber in jedem Hafen ist die erst Frage, die man hört „Taxi to the beach?“, also braucht man sich wirklich keine Sorgen zu machen, daß man nicht zum Strand kommt, wenn man möchte

Wir haben alle Häfen zu Fuß erkundet und viel dort gesehen ohne einen einzigen Ausflug zu buchen, wir wollten es einfach mal ganz entspannt angehen lassen und unsere Zeit selbst einteilen. TUI Cruises gibt auch zu jedem Hafen am Vorabend ein Informationsblatt heraus, auf dem sich unter anderem eine kleine Stadtkarte befindet und somit ist es kein Problem, selbst einen Landgang zu planen.

Die Mein Schiff 1 – Die Reise beginnt

Mein Schiff 1 Reisebericht Nördliche & Südliche Karibik

Mein Schiff 1 Reisebericht Nördliche & Südliche Karibik



Autofahrt Bremen – Düsseldorf Flughafen

Die Fahrt dauerte 3 Stunden und 15 Minuten (ca. 350 km), das Auto fuhr sich gut, ein Skoda Octavia Automatik, ohne Aufschlag zum Schaltgetriebepreis. Zu Anfang hatten wir gar nicht so übles Wetter, etwas Nieselregen bis Recklinghausen und ich konnte relativ schnell fahren, meist so um die 150. Dann wurde allerdings der Regen immer stärker und je näher wir Düsseldorf kamen, desto weniger hat man gesehen, zum Schluß war es wie im U-Boot.

Wir waren so froh, daß die Fahrt gut gelaufen war, daß wir ganz vergessen haben zu tanken und das Auto so abgegeben haben. Bei Sixt haben sie uns später gesagt, daß wir deswegen 4€ pro Liter Servicegebühr zahlen müssen, ein teures Vergnügen, da wir ca. 25 Liter verfahren hatten, das passiert uns nicht nochmal.

Vom Sixt Parkhaus sind wir mit dem Gepäck rüber zum Hotel gerollt und haben um ca. 13:15 im Maritim eingecheckt, das ganz auf der anderen Seite des Flughafens beim Terminal C ist. Nächstes Mal fahren wir aber erst mit dem Auto beim Hotel vor und checken dann ein, davor gibt es genügend Parkplätze und der Weg vom Parkhaus rechts neben dem Terminal A bis dorthin ist doch relativ weit, besonders wenn man das ganze Gepäck befördern muß.

Mittagessen gab’s wie Immer bei McDonalds bei der Ankunft im Terminal C, daneben ist auch gleich ein REWE Supermarkt, sehr praktisch um Getränke usw. für den Abend zu kaufen. Die Preise sind nicht überteuert und sie haben z.B. auch fertig abgepackte Salate zu einem wesentlich günstigeren Preis als die anderen Essensanbieter im Flughafen.

Nachmittags haben wir noch eine Freundin getroffen und was zusammen getrunken, da ging die Zeit angenehm und schnell rum bis wir um 18:00 zum Vorabend-check-in gegangen sind.

Da wir unsere Plätze vorab schon reserviert hatten, verlief das problemlos, dank eines gesonderten Schalters für die Busineß Class mußten wir nicht lange anstehen und Gebühren hat es auch keine gekostet, das ist inklusive. Wenn man Economy fliegt muß man hierfür pro Person €8 zahlen.

Der Abend war dann nicht mehr lang für uns, etwas TV und das war’s, schließlich wollten wir für den langen Flug am nächsten Tag ausgeruht sein.

Flug Düsseldorf – Barbados

Fluganreise mit Air Berlin

Fluganreise mit Air Berlin

Die Nacht habe ich natürlich mal wieder vor Aufregung fast überhaupt nicht geschlafen, ich war total überdreht und der viele starke Kaffee nachmittags war wohl auch nicht sehr hilfreich. Um 6:30 sind wir dann aufgestanden, haben ausgecheckt und sind rüber durch die Sicherheit und die Paßkontrolle zur Air Berlin Lounge.

Bei der Paßkontrolle haben wir mindestens 30 Min. Wartezeit gespart, weil wir uns bei nicht-EU angestellt haben, da war die Schlange nur kurz im Gegensatz zu der für EU-Bürger, das war die reinste Frechheit, da nur ein Schalter besetzt war.

In der Lounge gab’s dann erst mal Frühstück, ich habe meine leeren Wasserflaschen aufgefüllt (sicher ist sicher) und um 8:40 sind wir rüber zum Boarding. Es ging ziemlich pünktlich los und wir sind auch pünktlich um 9:30 gestartet.

Der Flug war fast ohne Turbulenzen, die Sitze bequem wie beim letzten Mal (5 E + F) und das Essen war auch gut. Wir sind sogar 35 Min. zu früh angekommen und durften gleich auf dem Rollfeld in den Transferbus ohne Paßkontrolle, das Gepäck wurde direkt zum Schiff gebracht.

Nach dem Check-in konnten wir schon auf die Kabine, die Koffer kamen auch bald und ich habe ausgepackt. Weil es trotz kältester Einstellung der Klimaanlage sehr heiß in der Kabine war, haben wir einen Techniker kommen lassen, der das Gebläse mittels einer Stellschraube im Inneren voll aufgedreht hat. Es gibt leider keine Möglichkeit, das selbst einzustellen, die Technik ist nicht mehr so ganz neu wie man weiß.

Nach dem Abendessen mußten wir noch um 21:15 zur Rettungsübung, Sammelplatz war für uns im Theater und wir waren natürlich ziemlich groggy, aber da muß man durch. Die Anwesenheit wird genau überprüft und wer nicht erscheint, muß am nächsten Morgen um 10:00 die Übung nachholen, da ist TUI Cruises ganz rigoros.

Als wir in unsere Kabine zurück kamen, war es unangenehm kalt geworden und so mußte der Techniker nochmal kommen, um den Luftzug etwas anzupassen. Danach war es zwar nicht 100%ig, aber ganz okay, man hat nicht gefroren, konnte sich aber ohne Schweißausbrüche in der Kabine aufhalten

Um 22:15 sind wir schlafen gegangen, wir waren ziemlich k.o. wie man sich denken kann. Zwar war noch um 22:00 Begrüßungsparty, aber die haben wir uns gespart, schließlich kann man ja bei all-inklusive jeder Zeit Sekt trinken und muß dort nicht zwangsweise hingehen um mal was umsonst zu kriegen, wie bei anderen Reedereien üblich.


 

Auf See Richtung Dominica

28 Grad

Bedingt durch den Zeitunterschied (unsere innere Uhr war ja eigentlich schon 5 Stunden weiter) sind wir natürlich früh aufgewacht und um 6:30 aufgestanden. Das ging wohl vielen neu Angekommenen so, denn im Buffetrestaurant war es ziemlich voll, aber wir haben trotzdem noch einen Tisch bekommen. Damit hat es eigentlich immer geklappt, einmal mußten wir zwar erst ’ne Runde drehen, aber gefunden haben wir immer einen Platz.

Als wir aus dem Restaurant kamen, haben wir Freunde am Ausgang getroffen, die wir aus dem Internet kannten. Sie waren auch grade angekommen, blieben aber nur eine Woche auf dem Schiff und wollten dann noch ins Hotel auf der Dominikanischen Republik. Wir haben uns sofort erkannt und gleich gut verstanden, da sag nochmal einer, das Internet macht einsam!

Wir sind natürlich gleich an den Pool, es hat zwar überall fürchterlich gezogen, aber man konnte trotzdem ganz gut liegen und vor dem Essen waren wir sogar mal im Wasser als das Schiff anhielt, damit wir die Pitons von St. Lucia angucken konnten, da war es fast windstill und sehr heiß.

Mittags sind wir zum Essen ins Buffetrestaurant und haben unsere Liegen abgeräumt, zu den berüchtigten Liegenreservierern zählen wir nämlich nicht, man muß schließlich fair sein. Zwar war auch um 11:30 ein Buffet am Pool, aber drinnen in Ruhe essen sagt uns mehr zu. In der Mittagshitze draußen zu sein ist nicht unser Ding und auch nicht besonders gesund. Ich sage immer, da schmilzt einem dann noch das letzte bißchen Hirn weg!

Nachmittags war es am Pool kein Problem, nochmal zwei freie Liegen zu finden. Es zog immer noch ziemlich stark und um 17:00 wurde es leicht kühl, da sind wir dann rein, die Sonne ging ja auch schon kurz vor 18:00 unter.

Den Abend (wie auch alle folgenden) verbrachten wir in der wunderbar gemütlichen Himmel + Meer Lounge auf Deck 12, da ist es ruhig, die laute Musik von der angrenzenden Abtanzbar fängt erst um 22:00 an, um diese Zeit gehen wir sowieso immer schlafen, Seeluft macht müde!


 

Roseau, Dominica

27 Grad (07:00-23:00)

Dominica ist seit 1978 ein unabhängiger Inselstaat der kleinen Antillen, Mitglied im Commonwealth of Nations und hat ca. 72.00 Einwohner, von denen ca. 16.000 in Roseau leben. Größter Wirtschaftszweig ist der Bananenanbau, man versucht zwar auch den Tourismus zu fördern, kommt aber damit wohl nicht so recht voran, da die Küste sehr rauh ist und Sandstrände fast vollständig fehlen.

Dominica hat häufig starke Regenfälle und bedingt dadurch natürlich auch üppigen Regenwald mit über 300 Flüssen und Bächen. Der Nationalpark Morne Trois Pitons wurde 1997 zum Weltkulturerbe erklärt.

Wie auch schon auf unserer letzen Karibikreise mit Mein Schiff 2 im November 2013, kamen wir wieder an einem Sonntag hierher, das scheint bei TUI Cruises irgendwie so üblich zu sein, ist nur schade, da dann fast alle Geschäfte bis auf ein paar Souvenirläden geschlossen sind.

Roseau / Dominica

Roseau / Dominica

Der Anleger ist unmittelbar in der Stadtmitte von Roseau und für dieses Mal hatten wir uns vorgenommen, die Uferstraße rechts vom Schiff entlang zu laufen. Nach einem gemeinsamen Frühstück mit unseren Freunden sind wir so um 10:00 losmarschiert.

Das Laufen war etwas mühsam, von einem Fußweg konnte man nicht so richtig sprechen und nach einer Weile hörte auch der ganz auf und wir mußten uns am Straßenrand entlang drücken, was uns aber natürlich nicht vom Weiterlaufen abgehalten hat, da es dort wirklich interessant aussah.

Nach ca. 2 Stunden waren wir wieder zurück und ich habe unterwegs noch einige schöne Bilder gemacht, u.a. von einem alten Bagger, der mit Pflanzen überwuchert war (in der Karibik ist der Straßenbau wohl nicht so schnell), aber auch von schönen Häusern und einem wunderbaren Blick aufs Schiff mit Segelbooten im Vordergrund.

Wie ich schon erwähnte, waren alle Geschäfte geschlossen und die wenigen Souvenirstände, in der Stadt, die etwas anboten, waren für uns überhaupt nicht interessant, Krimskrams haben wir schon genug.

Natürlich standen auch jede Menge Minibus- und Taxifahrer am Anleger, die eine Inselrundfahrt anboten, aber wir wollten den Nachmittag lieber am Pool verbringen, da unser Spaziergang vormittags ziemlich schweißtreibend und anstrengend gewesen war.

Selbst auf dem unteren Pooldeck war es stoßweise ziemlich windig, aber man konnte sich gut dort aufhalten, schließlich war es warm und ich habe ich immer Wäscheklammern dabei, um die Poolhandtücher an den Liegen zu befestigen.

Abends stand eine große Poolparty mit Offiziers-Shaken auf dem Programm, bloß leider war die total verregnet und wir waren froh, unseren gemütlichen Platz in der Himmel und Meer Lounge eingenommen zu haben, da sitzt man schön trocken (aber nicht auf dem Trockenen!)

Impressionen Roseau / Dominica


 

Fort de France, Martinique

27 Grad (07:00-19:00)

Auch Martinique gehört zu den kleinen Antillen, ist jedoch nicht selbständig, sondern als Überseedepartement eine Region Frankreichs und hat als Währung natürlich den Euro.

Der höchste Berg ist der Vulkan Montagne Pelee mit 1.397 m, er liegt im Norden der Insel wo es sehr feucht ist mit üppiger Vegetation. Der Süden mit der Inselhauptstadt Fort-de-France ist wesentlich trockener, hier sind auch die meisten touristischen Ziele angesiedelt.

Martinique lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft (Bananen, Zuckerrohr, Rum, Ananas) und natürlich dem Tourismus durch Kreuzfahrtschiffe, aber auch durch Urlauber in den zahlreichen Hotels der Insel.

Forte de France / Martinique

Forte de France / Martinique

Der Schiffsanleger liegt nur ca. 1,1 km vom Zentrum von Fort-de-France entfernt, der Weg dorthin ist gut markiert und so sind wir natürlich auch hier wieder vormittags zu Fuß losgelaufen, um interessante Dinge zu entdecken. Selbstverständlich stehen hier am Hafenausgang auch wieder Taxifahrer, die Strand- oder Inselrundfahrten anbieten, aber da wir ja die Stadt angucken wollten, haben wir das abgelehnt.

Als wir grade ca. 15 Minuten unterwegs waren, fing es ziemlich stark an zu regnen und wir wollten erst schon umkehren, aber nach kurzer Zeit hat es wieder aufgehört und ich konnte meinen Regenschirm zuklappen, den ich natürlich immer in meinem Rucksack dabei habe.

Da wir noch einmal nach Martinique kommen sollten, sind wir zunächst nicht in die Innenstadt gelaufen, sondern am Hafenausgang links runter am Fort Desaix entlang. Dort kommt man zu einem kleinen Strand mit Uferpromenade, sie geht direkt bis zu den Fährschiffen, die zu den großen Resorts der Insel fahren, eine schnelle und gute Alternative zum Bus- und Autoverkehr.

Wir sind dann noch etwas weiter bis zum Fluß gelaufen, aber schließlich in die Innenstadt abgedreht, weil es weiter draußen nicht mehr wirklich gut aussah, da waren nur noch Baustellen. Zwischendurch kamen immer wieder einige kurze Schauer runter und da es mittlerweile auch schon auf die Mittagszeit zu ging, sind wir wieder zurück zum Schiff, wir freuten uns aber schon auf das nächste Mal hier in zwei Wochen, da die Stadt doch sehr interessant aussah und wir sehr neugierig wurden.

Nach dem Mittagessen sah das Wetter nicht so verlockend aus, wir sind aber trotzdem nach draußen, vorsichtshalber unter ein kleines Vordach auf dem oberen Pooldeck, wo es auch kaum windig war. Es wurde dann aber immer sonniger und blieb den ganzen Nachmittag trocken, somit war es noch ein wunderschöner Tag.

Impressionen Forte de France / Martinique


 

Pointe-à-Pitre, Guadeloupe

27 Grad (07:00-19:00)

Genau wie Martinique ist auch Guadeloupe ein Überseedepartement Frankreichs und somit Teil der EU. Es besteht aus neun kleinen Inseln der kleinen Antillen mit den beiden Hauptinseln Basse-Terre und Grand-Terre, die auf der Karte wie ein Schmetterling aussehen und an der engsten Stelle nur 50m durch eine Meerenge getrennt sind.

Grand-Terre ist ziemlich flach und besteht hauptsächlich aus Kalkstein, währen Basse-Terre vulkanischen Ursprungs ist mit dem höchsten Berg der kleinen Antillen, dem Vulkan La Soufrière (1.467m).

Pointe-à-Pitre mit ca. 15.600 Einwohnern, liegt ganz im Westen von Grand-Terre. Die Stadt ist nicht nur wichtiger Anlaufpunkt von Kreuzfahrtschiffen sondern hat auch einen Flughafen, der täglich von Paris aus angeflogen wird und somit zusätzlich den Tourismus fördert.

Pointe-à-Pitre / Guadeloupe

Pointe-à-Pitre / Guadeloupe

Für unseren Erkundungsrundgang durch die Stadt sind wir wie üblich um 10:00 aufgebrochen. Kurz vor dem Hafenausgang ist das Tourismus Infocenter, dort bekommt man eine gute Stadtkarte mit Erläuterungen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und die Schiffsanlegestelle ist auch in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums, somit die idealen Voraussetzungen für eine ausgiebige Besichtigung.

Wenn, ja wenn das Wetter mitspielt. Bei unserem Rundgang hat es nämlich mehrfach geregnet und so empfehle ich dringend, auf alle Fälle einen Schirm einzupacken. Die Schauer sind zwar immer nur kurz, aber unangenehm ist es doch wie ein begossener Pudel auszusehen. Zwar wird gesagt, daß Guadeloupe nur ein mäßig feuchtes Klima hat, aber dieses Jahr war wohl irgendwie alles anders, kann man nichts machen.

Wir sind dann wie gesagt los, vom Hafenausgang rechts runter bis zum Place de la Victoire, dem Hauptplatz von Pointe-à-Pitre (ca. 15 Minuten zu laufen). Hier ist kleiner Fisch- und Gemüsemarkt, die Statue des Gouverneurs Frébault und der „Band Stand“, ein Pavillon, der in der 30er Jahren gebaut wurde, nachdem ein Zyklon die Stadt zerstört hatte. In den haben wir uns auch geflüchtet, als es wieder mal kurz regnete, sehr praktisch.

Sehr wichtig für mich persönlich war (wer schon einige Reiseberichte von mir gelesen hat, wird sich erinnern), daß es hier eine saubere Automatiktoilette gab, zur sensationell günstigen Benutzungsgebühr von nur 10 Cent. Davon gab’s übrigens mehrere in der Stadt zum gleichen Preis, die Qualität der anderen habe ich allerdings nicht getestet. Die Dinger nehmen übrigens auch 50 und 20 Cent Münzen und geben raus, falls man keine 10 Cent Stücke zur Hand hat.

Anschließend ging’s weiter zur St. Peter und Paul Kirche aus dem Jahr 1807, die nach einem Erdbeben im Jahr 1843 zerstört und dann 1867 komplett wieder aufgebaut wurde. Mit ihrer gelb-weißen Fassade ist sie sehr fotogen und man sollte sie sich unbedingt zumindest von außen angucken.

Nach einem weiteren, ziemlich heftigen Schauer, sind wir zurück zum Place de la Victoire und von da aus dann in die Fußgänger- und Einkaufszone. Der Eingang ist nicht zu verfehlen, auf der Ecke steht ein großer Kentucky Fried Chicken. In diesem Bereich findet man natürlich viele Souvenirhändler, die ihre Tische aufgebaut haben und es ist teilweise ziemlich schwierig durchzukommen.

In der Mitte der Fußgängerzone steht die Statue eines Gwo Ka Trommlers von Marcel Lollia (auch Vélo genannt) und man hat ziemliche Mühe, mal ein Bild zu machen ohne daß sich irgendwelche anderen Touristen davor drängeln. Gwo Ka ist übrigens die traditionelle Trommel auf Guadeloupe und in der Fußgängerzone findet man oft solche Trommler, die ihr Können zum Besten geben.

Kurz vor dem Ende der Fußgängerzone kommt man zu einem Platz mit dem überdachten Markplatz, der im Jahr 1874 nach dem Vorbild des Marktplatzes in Paris gebaut wurde. Hier sind unzählige Gewürzstände und wer sich etwas Besonderes mit nach Hause nehmen will, wird hier bestimmt die ein oder andere Gelegenheit finden.

Vor der Markthalle steht der Coutourier Brunnen ganz aus Gußeisen, der für mehr als ein Jahrhundert nach der Stadtgründung der einzige Zugang zum Süßwasser für die hier ansässige Bevölkerung war.

Auf dem Rückweg sind wir noch am Schoelcher Museum vorbei gekommen, in dem die Kunstsammlungen von Victor Schoelcher ausgestellt sind, der sich im 19. Jahrhundert für die Abschaffung der Sklaverei auf Guadeloupe eingesetzt hat. Da wir aber schon wieder zwei Stunden unterwegs gewesen waren, haben wir uns die Besichtigung gespart und sind zum Mittagessen zurück aufs Schiff.

Nachmittags waren wir noch auf dem unteren Pooldeck in der Nähe der Duschen, da war der einzige Platz, wo es nicht so gezogen hat. Einige Zeit war auch die Sonne da, aber später kamen Wolken und als es dann um 17:00 kurz geregnet hat, sind wir etwas früher rein als üblich, die letzte Viertelstunde bringt’s dann ja auch nicht mehr.

So langsam war ich von dem Regen etwas genervt und hoffte auf besseres Wetter, aber das ging wohl vielen Passagieren so.

Impressionen Pointe-à-Pitre / Guadeloupe


 

Basseterre, St. Kitts

27 Grad (07:00-19:00)

St. Kitts bildet zusammen mit Nevis einen föderalen Inselstaat auf den kleinen Antillen und ist Mitglied im Commonwealth of Nations und den Vereinten Nationen. Die Insel besteht aus drei Vulkangruppen mit dem höchsten Berg Mount Liamuiga ( 1.156m) und hat ca. 46.000 Einwohner, wovon ca. 13.000 in der Hauptstadt Basseterre leben, wo auch unser Schiff angelegt hatte.

Als ich morgens aufwachte und die Gardinen zurückziehen wollte, habe ich die schnell wieder zugemacht, denn genau gegenüber lag die Celebrity Eclipse und die konnten uns natürlich in die Kabine reingucken (wir ihnen aber auch!)

Also sind wir nach dem Frühstück noch schnell an Deck um einen Überblick zu bekommen, denn St. Kitts ist eine der wenigen karibischen Inseln, auf der wir noch nie waren. Entsprechend hoch war natürlich unsere Neugier was uns alles so an Land erwartete, bevor wir etwas früher als üblich um 9:45 losmarschiert sind.

Basseterre / St. Kitts

Basseterre / St. Kitts

Die Insel hat mich stark an St. Maarten erinnert, denn gleich bei der Anlegestelle war eine Einkaufszone mit Souvenirgeschäften, Juwelieren, Bars usw. Ich glaube, manche Amerikaner gehen gar nicht weiter als bis hier hin, in der Stadt selber haben wir nämlich kaum noch welche gesehen.

Wenn man die Shoppingzone erfolgreich durchquert und mindestens 15 Mal nein zu irgendwelchen Taxifahrern gesagt hat, kommt man zum Nationalmuseum, durch dessen Durchgang man muß und dann ist man endlich in der Innenstadt von Basseterre. Sehr fotogen mit bunten Häusern und einem Uhrenturm (Berkeley Memorial) in der Mitte des Platzes „the Circus“.

Wir sind nach dem Platz die Hauptstraße weiter hoch und anschließend rechts zum Independence Square abgebogen, wo sehr schöne alte Kolonialhäuser stehen sollten. Aber wirklich toll waren die nicht bis auf ein paar Ausnahmen und der Brunnen in der Mitte des Platzes war auch schon ziemlich vergammelt, naja. Sehenswert war jedoch die Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis am Rande des Platzes, die auch eine katholische Schule beherbergt.

Weiter ging’s wieder zurück und die Hauptstraße hoch am Warner Park Sporting Komplex vorbei, der jeweils zur Hälfte für Cricket und Football genutzt wird. Der Sport Komplex ist nach Sir Walther Warner benannt, der die erste englische Kolonie auf St. Kitts gründet hat.

Als die Häuser aufhörten, hatte man einen schönen Blick auf die grünen Berge und die Umgebung, dort sind wir dann umgedreht, da auch schon wieder eine ziemlich lange Zeit vergangen war.

Auf dem Rückweg sind wir noch an der anglikanischen St. George’s Kirche vorbeigekommen, die ursprünglich von den Jesuiten als Notre Dame gebaut, aber im englisch-französischen Krieg 1706 niedergebrannt und später von den Anglikanern als St. Georges wieder aufgebaut wurde. Sie hat einen sehr schönen Turm mit Zinnen und ist ein wirklich gutes Fotomotiv, kann ich nur empfehlen.

Nach unseren üblichen 2 Stunden waren wir kurz vor 12:00 wieder auf dem Schiff, durchgeschwitzt und hungrig.

Den Nachmittag konnten wir die ganze Zeit am Pool verbringen, denn ausnahmsweise hatte es den ganzen Tag mal nicht geregnet, es war sogar lange schöner Sonnenschein, nur zwischendurch waren mal ein paar Wolken.

Wir hofften sehr, daß das mit dem schönen Wetter jetzt anhielt, dann macht ein Landgang doch gleich doppelt so viel Spaß, auch wenn es schweißtreibend ist.

Für das nächste Mal St. Kitts in 2 Wochen wollten wir natürlich einen anderen Weg gehen, es gab nämlich noch viel zu sehen von Basseterre.

Impressionen Basseterre / St. Kitts


 

Auf See Richtung La Romana, Dominikanische Republik

28 Grad

In der Nacht hatte es ziemlich geregnet, aber morgens wurde das Wetter immer besser. Deshalb haben wir uns nach dem Frühstück sofort einen Platz auf dem unteren Pooldeck in der Sonne gesucht und das war auch gut so, denn es waren schon fast alle Liegen belegt oder reserviert. Die „Liegenpolizei“ sollte ja eigentlich kontrollieren, das hatte aber wohl nicht so recht funktioniert, immer dasselbe Dilemma.

Wir sind bis 11:50 geblieben, dann war es aber auch genug, denn es war ziemlich heiß (54° in der Sonne) und viel länger hätten wir es auch nicht ausgehalten.

Um 11:30 war am Pool zwar noch karibisches Buffet, aber wir sind wie immer rein zum Essen und anschließend in die TUI Bar, weil es draußen einfach immer noch zu warm war, Wind ging nämlich auch kaum, ganz im Gegensatz zu den Tagen vorher.

Um 15:00 sind wir wieder raus an den Pool in den Schatten, ich habe uns noch zwei Liegen organisiert und so konnten wir den ganzen Nachmittag dort bleiben. Kuchenbüffet gab es auch noch um 15:30 mit großem Andrang (gibt ja sonst nichts zu essen), ist aber nichts für uns, wir sind keine „Süßen“.

Um 17:45 konnte man vom Balkon aus einen wunderbaren Sonnenuntergang beobachten, es war wirklich mal ein schöner Tag mit wunderbarem Wetter gewesen und wir haben sämtliche Daumen gedrückt, daß es so bliebe.


 

La Romana, Dominikanische Republik

28 Grad (07:00-22:00)

Die Dominikanische Republik umfaßt zwei Drittel der Insel Hispaniola (Mitte und Osten), das andere Drittel im Westen nimmt Haiti ein. Die Insel ist sehr gebirgig, nur im Osten ist es flacher und über 30% der Republik gehören zu verschiedenen Naturschutzgebieten.

La Romana im Südosten, wo unser Schiff angelegt hatte, ist mit ca. 190.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Landes und eine der größten Städte in der Karibik. Die Stadt wurde 1897 gegründet, ist durch die Zuckerindustrie groß geworden und hat sich mittlerweile bedingt durch den internationalen Flughafen und den Kreuzfahrthafen zu einem touristischen Zentrum entwickelt.

La Romana / Dom. Republik

La Romana / Dom. Republik

Hier in La Romana fand der wöchentliche Passagierwechsel statt, es wurden auch ca. 150 Besatzungsmitglieder ausgetauscht und somit war ziemliche Unruhe auf dem Schiff. Unsere Freunde gingen auch von Bord und nachdem wir uns verabschiedet hatten, sind wir wie immer um 10:00 zu Fuß los, um die Stadt zu erkunden. Es fährt zwar auch eine kleine Bimmelbahn nur für Touristen, aber die haben wir uns natürlich gespart, schließlich braucht man besonders auf einer Kreuzfahrt Bewegung bei dem vielen guten Essen.

Der Weg in die Stadt ist ohnehin nicht weit, nur ca. 20 Minuten zu Fuß. Er ist aber leider nicht ausgeschildert und so sind wir zunächst falsch gelaufen. Gott sei Dank hat uns ein Motorradfahrer drauf aufmerksam gemacht, sonst wären wir wahrscheinlich irgendwann am Flughafen rausgekommen.

Also, wenn man vom Schiffsanleger rauskommt, muß man sich immer links halten und den Weg reingehen, wo die Motorrad- und Kleinbusfahrer unter großen Bäumen auf Kundschaft warten. Dann immer der Schotterpiste nach, an den Bahngleisen wieder links, anschließend über eine Brücke mit schönem Ausblick auf einen Jachthafen und dann weiter grade aus. Am besten geht man dann in die Avenida Dr. Teofilo Ferry oder die nächste Straße Calle Santa Rosa rechts rein, die führen direkt ins Zentrum.

Ganz sehenswert fanden wir hier die Kirche am Parque Central und das Rathaus dort, sowie den Park selber, in dem diverse Metallskulpturen stehen, u.a. eine Gasse von Baseballspielern. An der Hauptstraße, die wieder zurück zur Brücke führt, stehen noch weitere von diesen Skulpturen, sie scheinen sehr beliebt zu sein, ich habe aber nicht rausgefunden, wer diese Figuren geschaffen hat.

Insgesamt gesehen aber war die Stadt unserer Meinung nach nicht besonders interessant, ziemlich dreckig und meine Bilder sehen schöner aus, als es in Wirklichkeit war.

Um kurz nach 12:00 waren wir wieder auf dem Schiff beim Mittagessen, es war ziemlich voll, weil wie gesagt Wechseltag war, aber nicht ganz so chaotisch wie befürchtet. Die meisten neuen Passagiere kamen wohl erst später an.

Den Nachmittag am Pool mußten wir die ganze Zeit im Schatten verbringen, da es mangels Fahrtwind sehr heiß war. Dort lagen natürlich auch viele schon in Anreise- bzw. Abreisekleidung rum und wir waren froh, daß wir noch zwei Wochen bleiben konnten.

Abends um 21:15 war natürlich wieder Rettungsübung, die muß man jedes Mal mitmachen, auch wenn man schon länger dort ist. Neue Passagiere, neue Übung, basta!

Und genau wie letztes Mal haben wir uns die Willkommensparty an Deck gespart und stattdessen einen ruhigen Abend in unserer geliebten Himmel und Meer Lounge verbracht.

Impressionen La Romana / Do. Republik


 

Auf See Richtung Willemstad

Curacao, 28 Grad

Morgens liefen wieder viele weißhäutige neu angekommene Passagiere ein wenig kopflos durchs Schiff, aber beim Frühstück war es nicht so voll wie befürchtet, irgendwie hatten die alle länger geschlafen als wir nach unserer Anreise, dachte ich jedenfalls.

Denn als wir rauskamen, hatten wir Mühe einen Platz auf dem unteren Pooldeck zu bekommen, fast alles war schon belegt oder reserviert, die Liegenaufsicht hatte mal wieder nicht gut aufgepaßt. Um 11:30 gab es dort das übliche Büffet, diesmal mit rauchendem Grill und diejenigen, die in der Nähe lagen, wurden gleich mit geräuchert, wir Gott sei Dank nicht. Die Band machte dazu eine dreiviertel Stunde ziemlich laute Musik und ich war froh, als wir kurz vor 12:00 zum Essen ins Büffetrestaurant gegangen sind.

Kurz vor 15:00 ging’s wieder raus, ich habe uns noch zwei Liegen organisiert und wir konnten denselben Platz einnehmen wie am Vormittag. Um 15:30 gab’s nochmal ein Büffet, diesmal mit verschiedenen Obstvariationen (Kuchen, Nachspeisen usw.) mit wieder 45 Minuten Musik dazu, allerdings nicht ganz so laut wie vormittags, das war eine kubanische Band, die hatte die Verstärker nicht so voll aufgedreht.

Das Wetter war den ganzen Tag schön, nur als wir beim Mittagessen waren, hat es mal kurz geregnet, das hatte Mein Schiff gut hingekriegt.


 

Willemstad, Curaçao

27 Grad (07:00-23:00)

Curaçao ist seit dem 10.10.2010 ein nach innen autonomer Mitgliedsstaat des Königreichs der Niederlande, vorher gehörte es zu den niederländischen Antillen, die dann aufgelöst wurden. Größter Wirtschaftsfaktor sind der Tourismus und die Erdölraffinerie. Man bezahlt mit dem karibischen Gulden, es werden aber natürlich auch US Dollar und manchmal Euro akzeptiert.

Die Insel hat rund 141.000 Einwohner, von denen der rund 120.000 in der Hauptstadt Willemstad leben, wo auch unser Schiff angelegt hatte. Diesmal allerdings auf einer Außenposition und nicht wie bei unserer letzten Karibiktour 2013 mit Mein Schiff2 hinter der Pontonbrücke im Innenhafen direkt bei der Stadt. Aber das machte nichts, denn sehr weit zu gehen ist es auch nicht, höchstens 10 Minuten länger und man hatte oben vom Schiff aus noch einen schönen Ausblick auf die Stadt.

Willemstad / Curacao

Willemstad / Curacao

Als wir wie immer kurz vor 10:00 losgelaufen sind, sah man in der Ferne bedrohlich dunkle Wolken. Davon haben wir uns aber nicht abschrecken lassen, schließlich hatten wir uns vorgenommen, um das Waaigat zu laufen, ein See zwischen der historischen Innenstadt und dem Stadtteil Fleur de Marie, um mal etwas anderes zu sehen als bei der vorherigen Reise.

Zunächst mußten wir vom Anleger aus durch den Hotel- und Shopping Komplex des Curaçao Renaissance, nach dem Ausgang dann an diversen Souvenirhändlern vorbei und anschließend über die berühmte Königin-Emma-Brücke auf die andere Seite. Diese Pontonbrücke ist nur für Fußgänger und Radfahrer freigegeben und wird mehrmals täglich durch drehen geöffnet, um ein- und ausfahrende Schiffen aus dem Innenhafen durchfahren zu lassen.

Weiter ging’s dann Richtung Waaigat, zunächst am Central Markt vorbei, wo Obst-und Gemüse aber auch Fisch verkauft wird und dann wieder über eine Fußgängerbrücke auf die gegenüberliegende Seite des Sees. Dort sind wir noch etwas weiter in den Stadtteil Fleur de Marie hineingelaufen und auf einer Parallelstraße am See entlang gegangen. Das war eine gute Entscheidung, denn hier standen wirklich wunderschöne bunte Villen, sehr liebevoll renoviert und ich konnte gar nicht aufhören zu fotografieren.

Auf dem Rückweg ging’s doch nochmal in die Innenstadt und wir haben tatsächlich noch Dinge gesehen, die wir beim ersten Mal wohl verpaßt hatten, z.B. die großen Steinbuchstaben CURACAO, die wohl früher weiß waren, nun aber blau und gelb gestrichen sind, viel schöner für ein Foto fand ich.

Wie so oft auf Landgängen, mußte ich auch mal wieder für kleine Mädels, aber die öffentliche Toilette, an die ich mich noch erinnerte, hatte geschlossen. War ja auch Sonntag, da soll man wohl in die Kirche gehen und nicht aufs Klo. Aber bei einer Kneipe durfte ich dann mal für umsonst, das war auch gut.

Unterwegs hatte auch noch die Sohle von meiner linken Sandale angefangen sich zu lösen und wir haben nach neuen Schuhen geguckt, aber das einzige Schuhgeschäft, das geöffnet hatte, wollte doch glatt 90$ für noch nicht mal besonders gute Laufschuhe, das war mir dann doch zuviel. Ich hatte ja noch ein Paar in Reserve dabei und konnte die zumindest zukünftig in den Rucksack packen und mit meinen super bequemen Sandalen weiterlaufen, bis sie endgültig auseinander fielen.

Als wir um 12:00 zurück auf der Kabine waren, erwartete uns eine nette Überraschung: eine Flasche Sekt, Pralinen, ein Blumenstrauß und Glückwunschkarten von unseren Freunden und vom Schiff zum Hochzeitstag, eine wirklich schöne Geste.

Und weil unser Hochzeitstag war, hat es auch nicht geregnet, obwohl es manchmal wirklich übel aussah. Andere Passagiere haben uns erzählt, daß sie an dem Strand, an den sie sich hatten fahren lassen, mehrmals ziemlich naß geworden sind. Im Gegensatz dazu hatten wir großes Glück und konnten den ganzen Nachmittag am Pool verbringen, wo es sogar ziemlich heiß war, sodaß man öfter ins Wasser mußte.

Impressionen Willemstadt / Curacao


 

Kralendijk, Bonaire

28 Grad (07:00-22:00)

Bonaire mit 15.000 Einwohnern gehört zu den kleinen Antillen und ist politisch eine besondere Gemeinde der Niederlande, hat aber seit 01.01.2011 als Währung den US Dollar, der zu diesem Zeitpunkt den niederländischen Antillen Gulden ablöste. Die Insel ist hauptsächlich ein Paradies für Taucher, wird deshalb auch täglich von Amsterdam aus mit KLM angeflogen, besondere Sehenswürdigkeiten gibt es aber eigentlich nicht.

Die Hauptstadt Kralendijk (deutsch: Korallendeich) mit ca. 2.100 Einwohnern, befindet sich im Übergangsgebiet zwischen dem grünen, hügeligen nördlichen Teil und dem eher flachen südlichen Teil der Insel.

Der Schiffsanleger ist in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums, es sind keine 100m zu laufen bis die Haupteinkaufszone inklusive einer kleinen Mall beginnt, zum Shoppen äußerst praktisch.

Kralendijk / Bonaire

Kralendijk / Bonaire

Wir wollten aber zunächst natürlich was sehen und sind zu unserem Landgang wie üblich so um 9:45 gestartet und anfangs an der Uferpromenade links runter bis zum Schluß gelaufen. Unterwegs stand ein Baum, an dem lauter Latschen und Sandalen hingen (keine Ahnung, was das sollte) und da ich ja sowieso neue brauchte, habe ich in Erwägung gezogen, mir einfach welche zu pflücken. War aber nichts in meiner Größe dabei und so sind wir weiter gewandert, in der Hoffnung auf dem Rückweg im Stadtzentrum noch ein Schuhgeschäft mit annehmbaren Preisen zu finden.

Als die Uferpromenade endete, ging es rechts hoch und dann weiter nach links auf der Hauptstraße bis zu einem Yachtclub, der ziemlich dicht eingezäunt war, sodaß man kaum was sehen konnte. Aber unter dem Zaun durch habe ich doch noch ein ganz gutes Foto machen können, ich weiß zwar nicht, ob das erlaubt war, es hat mich aber keiner erwischt und ein Verbotsschild war auch nirgends zu sehen.

Zurück sind wir dann die Hauptstraße parallel zur Uferpromenade gelaufen, erst war es ziemlich mühsam, weil kein Bürgersteig da war sondern nur Schotter, aber zum Schluß in der Einkaufs- und Touristenzone wurde es wieder besser mit einem normalen Fußweg.

In einer Seitengasse habe ich dann noch einen Schuhladen offensichtlich für Einheimische entdeckt und dort ein paar ganz gute Sandalen (made in China) für annehmbare 30$ gekauft. Bloß später habe ich dann gemerkt, daß sie ganz fürchterlich nach Gummi, Lösungsmittel und Mottenkugeln stanken, irgendwie ungesund. Deshalb habe ich sie für den Rest der Reise zum Auslüften auf den Balkon verbannt, nur ab und zu mal kurz angezogen um sie einzulaufen.

Den Nachmittag konnten wir dann wieder schön am Pool verbringen, es war den ganzen Tag gutes Wetter, zwar mit einigen Wolken aber ziemlich heiß und kein Regen.

Impressionen Kralendijk / Bonaire


 

Auf See Richtung Isla Margarita

27 Grad

Die Uhren wurden in der Nacht um 30 Minuten zurückgestellt und wir sind gleich nach dem Frühstück natürlich sofort an den Pool, viele Liegenreservierer waren schon wieder früher aufgestanden, aber wir haben trotzdem noch gute Plätze erwischt.

Um 11:30 war Würstchenbuffet an Deck mit Life Musik. Wir waren natürlich im Restaurant zum Essen und sind auch bis 14:45 nicht wieder rausgegangen, da es einfach zu heiß war. So brutal in der Mittagshitze in der Sonne zu braten haben wir uns schon lange abgewöhnt, bei 54° in der Sonne schmilzt einem irgendwann das Hirn.

Da es einige andere wohl genauso gemacht hatten, haben wir noch ganz gut Plätze beim Whirlpool gefunden, nachmittags war da zwar auch Musik, aber nur vom kubanischen Trio, die spielten nicht so wahnsinnig laut. Es gab um 15:30 auch nochmal Büffet, diesmal verschiedene Kuchen und noch so andere kalorienreiche süße Sachen, nichts für uns.

Abends ging die Sonne durch die halbe Stunde Zeitunterschied schon kurz nach 17:30 unter, in unserer Kabine hatte sie zwar den ganzen Tag auf den Balkon geschienen, aber Gott sei Dank war unsere Klimaanlage kühl und so wurde der Raum mit geschlossenem Vorhang nicht so furchtbar aufgeheizt. Das ist der einzige Nachteil einer Balkonkabine, finde ich. Bei einer Innenkabine hat man so ein Problem logischerweise nie, da ist es immer kalt, wenn man will.

Das Wetter war den ganzen Tag wunderbar, nur mal ab und zu ein paar weiße Wolken und absolut kein Regen.


 

El Guamache, Isla Margarita, Venezuela

29 Grad (07:00-18:00)

Die Isla Margarita mit ca. 957 qkm ist Teil der kleinen Antillen und wurde 1498 von Christoph Columbus entdeckt, der sie Margarita (deutsch: Perle) wegen des reichen Perlenvorkommens nannte. Sie bildet den größten Teil des Bundesstaates Nueva Esparta mit der Hauptstadt Asuncion im Osten der Insel.

Der Anleger für Kreuzfahrtschiffe „Puerto Internacional del Guamache“ liegt in der Mitte im Süden der Insel, wir waren hier schon mal vor 7 Jahren gewesen, aber es hatte sich doch einiges verändert und nicht grade zum Besten.

Guamache / Isla Margarita - Venezuela

Guamache / Isla Margarita – Venezuela

Morgens wurden wir nämlich von dem romantischen Ausblick auf die Container von „Hamburg Süd“ geweckt, scheinbar hatte man hier alles vergrößert und einen Containerhafen draus gemacht, auch der Schuppen am Hafen war neu. Das einzige, was wir wiedererkannt haben, war die Badebucht auf der rechten Seite, aber die war auch um die Hälfte geschrumpft, da der Rest der Landspitze scheinbar überflutet worden war und nur noch abgestorbenen Bäume rumstanden, richtig trostlos.

Was natürlich geblieben war, waren die Stände der Souvenirhändler, einer neben dem anderen bis zum Parkplatz und die Taxifahrer, die ihre Dienste anboten, ohne die geht es ja nun mal nicht. Aber der Laden im Hafenterminal, der früher immer eine reichhaltige Getränkeauswahl zu sehr günstigen Preisen hatte, bot nur noch wenige Flaschen einheimischer Marken an, die Regale waren richtiggehend leer geräumt.

Nach dem Frühstück wollten wir natürlich wieder auf unseren üblichen Landgang, aber am Hafenausgang haben sie uns nicht weiter laufen gelassen, weil es angeblich zu gefährlich sei. Später haben wir dann erfahren, daß Venezuela bedingt durch den niedrigen Ölpreis (Hauptwirtschafsfaktor ist der Erdölexport) unter einer extremen Wirtschaftskrise leidet und daß selbst einfachste Sachen des täglichen Bedarfs wie z.B. Toilettenpapier rar und teuer sind. Ein anderer Passagier hat uns erzählt, auf dem Ausflug war zwar ein Toilettenbesuch dabei, aber jeder hat sage und schreibe nur ein Blatt Klopapier bekommen, weitere mußten bezahlt werden. Die Kriminalität ist durch die Krise auch sehr viel größer geworden und der Ausflugsbus fuhr die ganze Zeit mit Polizeibegleitung.

Also haben wir am Hafenausgang wieder rumgedreht Richtung Badebucht und sind dort am Strand etwas langgelaufen. Eine Liege kostete übrigens 15$ am Tag, ziemlich gammelig und nicht grade verlockend. Ich habe aber noch ein paar schöne Fotos gemacht, die sind besser geworden, als es in Wirklichkeit aussah und nach 60 Minuten waren wir reichlich durchgeschwitzt zurück an Bord und haben uns im Halbschatten am Pool noch bis zum Mittagessen ausgeruht.

Den Nachmittag konnten wir auch wieder an Deck verbringen, den ganzen Tag war es sonnig und heiß gewesen und wir hofften, daß es so bleiben würde. Um 17:30 gab’s an Deck Austernbüffet, aber mit dem Getier kann man mich jagen, nein danke! Abends dann noch eine chill-out Poolparty und wieder ging ein schöner Tag zu Ende.

Fazit für die Isla Margarita: wenn man was sehen will, entweder einen Ausflug buchen oder ein Taxi nehmen. Andere haben uns erzählt, daß sie einen sehr netten, zuverlässigen Fahrer hatten, der ihnen viel gezeigt hat, aber daß das immer so ist, kann ich natürlich nicht versprechen.

Impressionen El Guamache / Isla Margarita


 

Scarborough, Tobago

30 Grad (07:00-19:00)

Tobago, mit ca. 50.000 Einwohnern, gehört zu den kleinen Antillen und bildet zusammen mit Trinidad einen Inselstaat. Mehr als die Hälfte der Insel besteht aus einem bewaldeten Gebirgszug. Im Südwesten ist sie flach und sandig, im Norden felsig mit einer zerklüfteten Küste unterbrochen von sandigen Buchten, die gerne zum Schnorcheln besucht werden, wie z.B. die Pirates Bay bei Charlotteville. Der bekannteste Badestrand Pigeon Point im Westen ist ein sehr beliebtes Fotomotiv, klassisch wie man sich die Karibik vorstellt mit über das blaue Wasser ragenden Palmen und einer palmgedeckten Hütte.

Scarborough / Tobago

Scarborough / Tobago

Die Hauptstadt von Tobago, Scarborough, mit ca. 20.000 Einwohnern, liegt im Südwesten der Insel, natürlich mit dem Anleger für Kreuzfahrtschiffe, da man hier die meisten Geschäfte findet. Bis in die Innenstadt sind es vom Hafenterminal aus auch nur 30 Meter, wirklich bequem.

Tobago war genau wie St. Kitts eine der wenigen Karibikinseln, die wir noch nie besucht hatten und so sind wir natürlich entsprechen gespannt um 10:00 auf unseren üblichen Erkundungsmarsch gegangen.

Erst aus dem Hafengebäude links raus und nachdem wir mindestens 20 Taxifahrern gesagt hatten, daß wir weder eine „tour of the island“ noch ein „taxi to the beach“ benötigten, sind wir an der Uferpromenade entlang gelaufen und am Ende den gleichen Weg wieder zurück. Die Querstraßen haben wir uns erspart, es war sehr heiß und irgendwie stand uns der Sinn nicht nach Bergsteigen, es ging nämlich neben der Uferstraße ziemlich steil nach oben. Zu sehen gab’s eigentlich nicht viel, außer, daß man einen wunderbaren Blick auf das Schiff hatte, ein sehr schönes Fotomotiv.

Nach kurzem Zwischenstop beim Hafengebäude für menschliche Bedürfnisse, mußten wir natürlich noch die rechte Seite der Uferstraße erkunden. Von Neugier getrieben ging’s am Ende dann doch noch den Berg hoch, aber außer einigen netten Häuschen und einem Obst- und Gemüseladen war nichts Besonderes zu sehen. Als wir wieder runter gingen, hat ein Autofahrer meinen Mann angefahren, Gott sei Dank nur im Schrittempo und es ist nichts weiter passiert, aber der hat sich gar nicht drum gekümmert und fuhr einfach weiter.

Den Botanischen Garten in unmittelbarer Nähe der Innenstadt haben wir uns auch noch kurz von außen angeguckt, er wurde bereits 1888 eröffnet und ist sehr gepflegt. Daneben ist eine Mauer mit Malereien, die wohl die Geschichte der Insel darstellen sollen, sehr bunt und anschaulich.

Auf dem Rückweg zum Schiff haben wir wohl als Schmerzensgeld für den beinahe Unfall am Straßenrand etwas Kleingeld im Rinnstein gefunden, 50 karibische Cent habe ich davon mitgenommen und später einer T-Shirt Händlerin geschenkt, umtauschen hätte sich ja nun wirklich nicht gelohnt.

Eigentlich wollten wir uns noch das 1777 gebaute Fort Castries angucken, in dem jetzt das Nationalmuseum untergebracht ist, aber da es schon spät war und wir zum Mittagessen wollten, haben wir uns das gespart. Museen sind eigentlich sowieso nicht unser Ding, das war also kein großer Verlust.

Nachmittags war Entspannen am Pool angesagt, das Wetter war den ganzen Tag wunderbar und ziemlich heiß gewesen und viele Leute mußten Koffer packen, da am nächsten Tag wieder mal Passagierwechsel war, aber wir hatten ja noch eine Woche, wie schön!

Impressionen Scarborough / Tobago


 

Bridgetown, Barbados

27 Grad (ab 07:00 bis 24.01.2015, 08:00)

Barbados ist die östlichste Insel der kleinen Antillen und liegt bereits im Atlantischen Ozean. Sie hat keinen vulkanischen Ursprung, sondern ist durch Kalksteinablagerungen auf einem Riff entstanden, mit der höchsten Erhebung von 336m, dem Mount Hillaby. Die Insel, mit ca. 278.000 Einwohnern, ist ein eigenständiger Staat und Mitglied im Commonwealth of Nations.

Die Hauptstadt Bridgetown wurde bereits 1628 von den Briten gegründet, hier leben ca. 7.000 Menschen, dazu noch 80.000 in den Vororten, also fast ein Drittel der Bevölkerung.
Aber das ist auch kein Wunder, denn Haupteinnahmequelle ist der Tourismus, die großen Kreuzfahrtschiffe legen alle in Bridgetown an.

Bridgetown / Barbados

Bridgetown / Barbados

Da wir bei unserer letzen Karibiktour 2013 mit Mein Schiff 2 eine Inselrundfahrt gebucht hatten, wollten wir uns diesmal die Stadt angucken, zumal sie nicht weit entfernt vom Anleger ist, nur ca. 20 Minuten zu laufen. Man muß allerdings im Hafen den kostenfreien Shuttlebus benutzen, wenn das Schiff nicht ganz vorne am Terminal liegt, der fährt aber in regelmäßigem Pendelverkehr ohne lange Wartezeiten.

Nach dem Hafenausgang führt eine Promenade am Ufer entlang direkt zur Innenstadt mit einem sehr schönen Yachthafen in der Careenage, der Mündung des Constitution Rivers. Direkt am Yachthafen ist der zentrale Platz der Stadt, der National Heroes Square mit den angrenzenden Parlamentsgebäuden. Hier fängt auch die Broad Street an, die Hauptgeschäftsstraße mit internationalen Kaufhäusern und kleineren Geschäften und ich glaube, Tiffany’s habe ich auch gesehen.

Da uns der Sinn aber mal nicht nach shoppen stand, sind wir über die Chamberlain Brücke über den Yachthafen etwas weiter aus der Innenstadt rausgelaufen und ich habe am Carlisle Beach das einzige Strandbild dieser Kreuzfahrt gemacht, er sah auch wirklich gut aus, richtig schön weiß mit bunten Liegen, die zu vermieten waren. Viele Touristen der Kreuzfahrtschiffe haben sich per Taxi hier hin fahren lassen und wenn man unbedingt Strand will, ist das in Barbados wohl die nächstgelegene Gelegenheit.

Auf dem Weg zurück zum Yachthafen kam natürlich wieder die übliche Frage „wo kann ich hier mal für kleine Mädels“ und da weit und breit kein Gebüsch oder ein Cafe zu sehen war, bin ich in ein Autohaus für Nobelkarossen rein marschiert und habe die sehr vornehme und nach allen Düften des Orients riechende Empfangsdame gefragt, ob ich mal das WC benutzen dürfte. Sie hat mich von oben bis unten gemustert, total verschwitzt wie ich war, aber meinem flehenden Blick konnte sie dann doch wohl nicht widerstehen und so hat sie mich nach hinten in die Werkstatt zur Toilette für Mitarbeiter gebracht. Da war es dann auf einmal gar nicht mehr so vornehm, war mir aber egal.

Natürlich habe ich mich überschwenglich bedankt und die noch etwas angenehme Kühle der Klimaanlage im Laden genossen, bevor wir zurück zur Stadtmitte gelaufen sind und anschließend weiter durch die Haupteinkaufsstraße an der Uferpromenade entlang zurück zum Hafenterminal. Der Shuttlebus kam auch bald und kurz vor 12.00 waren wir wieder auf dem Schiff.

Es war sehr warm in unserer Kabine, da bedingt durch Wartungsarbeiten die Klimaanlage auf unserer Seite mehrere Stunden komplett ausgestellt gewesen war und zudem stand auch noch die ganze Zeit die Sonne auf dem Balkon. Wir wollten schon leichte Panik kriegen, aber als wir von unserem entspannten Nachmittag am Pool zurückkamen, war es doch schon merklich kühler geworden und es lief wieder alles ganz normal.

Wie ich bereits erwähnt hatte, war in Barbados Passagierwechsel und für die Leute, die mittags nach Frankfurt mit Condor fliegen sollten, wurde der Transfer auf abends 20:15 verschoben, weil die Maschine aus Frankfurt 3 Stunden nach dem Start wegen technischer Probleme umdrehen mußte und erst nach mehreren Stunden wieder losflog, als alles repariert war.

Da man damit rechnete, daß die Passagiere aus Frankfurt erst nachts um 24:00 auf dem Schiff ankommen sollten, wurde das Ablegen des Schiffes auf den nächsten Tag 8:00 verschoben und so hatten wir noch eine lange Nacht in Barbados.

Die Rettungsübung fand dann aber trotzdem um 21:15 statt, die Leute aus Frankfurt mußten sie aber am nächsten Morgen um 10:00 nachholen.

Impressionen Bridgetown / Barbados


 

Auf See Richtung Roseau, Dominica

28 Grad (ab 8:00)

Als wir am nächsten Morgen so um 9:00 aufs Pooldeck kamen, hatten schon jede Menge weißhäutige Neuankömmlinge Liegen mit Beschlag belegt, wir haben aber trotzdem noch zwei erwischt, Glück gehabt. Wir hätten uns natürlich auch auf den oberen Decks 12 oder 14 einen Platz suchen können, aber an Seetagen zieht es da meistens ziemlich stark und außerdem ist Schatten auch sehr rar bzw. eine schnelle Rückzugsmöglichkeit bei Regenschauern gibt’s da auch nicht und damit mußten wir auf dieser Reise ja immer rechnen.

Natürlich hat es dann auch geregnet, einmal kurz vormittags und praktischerweise dann, als wir im Büffetrestaurant beim Essen waren. Nachmittags aber nicht mehr, es kamen zwar manchmal ziemlich bedrohliche Wolken, aber bis auf ein paar Tropfen war es trocken.

Vor den Pitons von St. Lucia hat der Kapitän 2 Stunden angehalten, damit sie auch wirklich jeder fotografieren konnte, ich hatte früher aber schon mal ein Bild davon gemacht, einmal ist genug.

Den ganzen Tag hab ich versucht, mit einem „Frankfurter“ von dem verspäteten Condor Flug zu sprechen, um zu hören, was nun wirklich vorgefallen war, aber auch die ganzen nächsten Tage habe ich keinen erwischt. Immer nur Leute, die mit einem gesprochen hatten oder mit jemandem, der mit einem gesprochen hatte. Ich habe dann die wilde Theorie entwickelt, daß sie wahrscheinlich alle noch völlig k.o. von dieser Monsteranreise in den Kabinen liegen und einfach nicht rauskommen.

Die üblichen Büffets vormittags und nachmittags am Pool mit lauter Musikbegleitung gab’s natürlich auch wieder, das ist an jedem Seetag so, da kann man sich drauf verlassen, den elenden Hungertod erleiden muß bestimmt keiner.


 

2. Mal Roseau, Dominica

30 Grad (07:00-23:00)

Bei unserem 2. Besuch auf Dominica hatten wir uns vorgenommen, etwas anderes anzugucken und da natürlich wieder mal Sonntag war und so ziemlich alles geschlossen, sind wir vom Schiff aus links runter gelaufen, zunächst noch durch die Straßen von Roseau, dann weiter an der Küste auf der Uferpromenade entlang, bis wir schließlich nach ca. einer Stunde nach Portsmouth kamen.

Es gab dort aber hauptsächlich nur eine Werft und Industrieanlagen, zwar auch einige ganz nette Häuser am Berghang, aber so richtig schön war es nicht. Also haben wir wieder umgedreht, auf dem Rückweg gab’s noch eine ganz interessante Kirche zu sehen mit einem Dach, das aussah wie eine umgedrehte Eistüte

Um unsere üblichen zwei Stunden Landgang voll zu machen (da kennen wir nichts!), sind wir in der Stadt noch einige Straßen rauf und runter und anschließend wieder mal total durchgeschwitzt zurück aufs Schiff, immerhin waren 30° im Schatten.

Roseau / Dominica

Roseau / Dominica

Den Nachmittag verbrachten wir natürlich wieder am Pool, zwar regnete es um 16:30 mal für 5 Minuten und wir sind kurz unters Dach (damit hatten wir ja schon Übung, die Liegen haben an der Kopfseite praktischerweise Rollen), aber anschließend kam nochmal die Sonne raus und wir konnten bis 17:15 wie üblich bleiben.

Leider schien wohl jemand einen Grippevirus eingeschleppt zu haben, denn überall war das reinste Hustkonzert und einige Leute haben uns erzählt, daß sie vor der Husterei drei Tage mit hohem Fieber flach gelegen hatten. Daraufhin wurde jeweils ein Crewmitglied bei den Handdesinfiziergeräten im Restaurant positioniert, um die Leute dran zu erinnern diese zu benutzen. Eigentlich sollte man sowas ja von alleine machen, aber manche lernen es eben nie.

Beim Abendessen hat die Kellnerin ein Messer fallen gelassen, das meinem armen Mann genau in die Kehrseite gestochen hat, tat ziemlich weh, aber es floß aber kein Blut. Der arme Kerl mußte ständig irgendwelche Mordanschläge über sich ergehen lassen (siehe Tobago).

Später in der Himmel und Meer Lounge brach das Chaos aus als immer mehr Gäste reinkamen, weil es draußen bei der Poolparty in Strömen regnete. Und ausgerechnet dann hatten sie einen anderen Barkeeper da, der sonst im Casino war und sich überhaupt nicht auskannte wo was steht. Aber als es zu schlimm wurde, haben sie unseren Stammbarkeeper Larry von der Poolparty geholt, dann flutschte die Sache wieder. Wir sind zu dem Zeitpunkt aber sowieso schlafen gegangen und hatten auch noch alles gekriegt, was wir wollten.

Impressionen Roseau / Dominica


 

2. Mal Fort-de-France, Martinique

30 Grad (07:00-19:00)

Bei unserem 2. Besuch auf Martinique empfing uns zur Abwechslung wunderschönes Wetter und so sind wir gleich um 9:30 losgelaufen, um diesmal die Innenstadt ausgiebig zu erkunden.

Wie ich bereits erwähnt habe, ist der Weg leicht zu finden, bis kurz vor der Innenstadt ist er blau-weiß gestreift markiert und außerdem stehen auch Schilder da mit „way to town“ (Weg in die Stadt). Wenn man dann nach dem kleinen Park vor der Schoelcher Bibliothek (der Name steht oben dran) rechts runter geht, kommt man zum neuen Rathaus der Stadt, absolut sehenswert ganz in weiß im klassizistischen Stil gebaut.

Fort de France / Martinique

Fort de France / Martinique

Das alte Rathaus (Hotel de Ville), das ursprünglich 1848 gebaut und nach einem Brand 1901 wieder aufgebaut wurde, findet man an der Straße rechts neben der Schoelcher Bibliothek weiter Richtung Zentrum, es beherbergt jetzt ein Theater. Wunderschön in grau gehalten mit einem Uhrenturm und ein absolutes Muß für Hobbyfotografen.

Nachdem der kulturelle Teil unseres Landgangs mit der Besichtigung der beiden Rathäuser erledigt war, sind wir durch die quirligen Geschäftsstraßen der Innenstadt gelaufen. Besonders fasziniert haben mich dabei die zahlreichen Lingerie Geschäfte, natürlich mußte ich unbedingt Fotos machen, die Französinnen sind ja wohl doch etwas frivoler als andere Nationen. Bei einigen Läden war ich mir allerdings nicht mehr so sicher, ob das noch Reizwäsche war oder schon für den Karneval vorgesehen, der ja zu der Zeit auch unmittelbar bevorstand und in Martinique groß gefeiert wird.

Für eine kurze Erholungspause und Benutzung der WC’s empfehle ich das klimatisierte mehrstöckige Shoppingcenter Perrinon schräg gegenüber vom alten Rathaus. Man kann sich hier wunderbar abkühlen und die Toiletten (40 Cent) sind sauber, ganz im Gegensatz zu den Automatikhäuschen in der Stadt, die entweder geschlossen oder total unbenutzbar sind, wenn man nicht sehr robust ist.

Als wir um 11:40 wieder zurück zum Schiff gingen, war es als wenn jemand die Dusche aufgedreht hätte, total aus dem Nichts hat es für 5 Minuten kräftig geregnet, ich konnte grade noch meinen Schirm aufklappen und ein kurzes Stück laufen, dann war es schon wieder vorbei.

Nachmittags auf dem Pooldeck hat es dann nicht mehr geregnet, nur kurz bevor wir reingegangen sind kamen mal drei Tropfen, das war aber nicht der Rede wert.

Als wir abends in die Himmel und Meer Lounge kamen, hatte unser Barkeeper Larry schon Plätze mit unseren Getränken gedeckt und Untersetzer oben drauf getan, damit sich das Aroma nicht verflüchtigt. Das war richtig nett, fand ich, Stammgäste sind eben Stammgäste und es war schön wieder am gewohnten Tisch zu sitzen.

Impressionen Fort de France / Martinique


 

Pointe-a-Pitre, Guadeloupe

28 Grad (07:00-19:00)

Für unsere 2. Besichtigung auf Guadeloupe, hatten wir beschlossen, rechts runter aus der Stadt raus zu einer Bucht zu laufen, die vom Schiff aus richtig malerisch aussah, mit Seegelbooten und kleinen Yachten, die im blauen Wasser dümpelten.

Wieder mal ging’s um 10:00 los, erst die Straße hoch durch die Innenstadt, dann an der Kirche vorbei über den Place de Victoire und anschließend rechts weiter Richtung Marina.

Marina stand jedenfalls auf den Hinweisschildern, aber zu sehen war davon nicht viel.

Nach ’ner Weile wurde es auch immer staubiger, auf der gegenüberliegenden Straßenseite sah man eine vergammelte Kneipe aus der laute Stimmen und Musik drangen. Daneben waren kleine Häuschen und einige Frauen saßen vor der Tür. Ich dachte so bei mir, die haben wohl am frühen Morgen auch nichts Besseres zu tun, als da rumzuhängen, naja.

Pointe-à-Pitre / Guadeloupe

Pointe-à-Pitre / Guadeloupe

An die Bucht kam man vor lauter schäbigen Hütten gar nicht ran und wenn wir bei der Polizeistation nicht einfach ans Wasser gegangen wären, hätten wir nicht viel von der Bucht gesehen und die Marina ein Stückchen weiter zurück war auch nur ein kleiner Steg mit ein paar Booten, enttäuschend.

Als wir auf dem Rückweg waren, saßen die Mädels immer noch da, diesmal aber auf der gegenüberliegenden Straßenseite am Straßenrand, auf Plastikstühlchen, alle so in 5 Meter Abstand. So langsam schwante mir was, das war der Straßenstrich von Guadeloupe! Auf dem einen Haus gegenüber waren ja auch Herzchen am First, kein Wunder!

In der Karibik ist es eben viel zu heiß um am Straßenrand zu stehen, da sitzt man auf Plastikstühlen, dann schwellen in der Hitze die Beine auch nicht so an. Und in einer Seitengasse saßen dann von den Damen noch vier, das waren dann wohl die mit dem besonderen Service.

Mein Mann hat es ja erst nicht so richtig kapiert was das war, aber ich habe zu ihm gesagt, klar ist das der Straßenstrich, oder meinst Du die machen hier eine Verkehrszählung???

Auf dem Weg zurück in die Innenstadt sind wir noch durch den Fisch- und Gemüsemarkt beim Place de Victoire gegangen und dann nochmal die Fußgängerzone hoch bis zum Gewürzmarkt um die Fotos nachzuholen, die ich beim ersten Mal vergessen hatte. Um 11:45 waren wir zurück auf dem Schiff, natürlich wieder total durchgeschwitzt, aber dafür konnte ich den Schirm diesmal im Rucksack lassen, keine Spur von Regen den ganzen Tag, das ist doch auch was.

Nachmittags an Deck war es sehr heiß (wieder 54° in der Sonne), aber mit viel duschen konnte man das aushalten. Überall lagen wieder die Leute mit starkem Husten rum und abends beim Essen ging das Konzert weiter, das hat mich richtig nervös gemacht und wir hofften inständig, daß uns der Virus nicht auch noch erwischt.

Impressionen Pointe-à-Pitre / Guadeloupe


 

2. Mal Basseterre, St. Kitts

27 Grad (07:00-19:00)

Als wir morgens aufwachten, hatten wir zur Abwechslung eine wunderbare Aussicht auf St. Kitts und nicht auf das Schiff gegenüber, da der Kapitän offensichtlich mal andersrum angelegt hatte. Gut Entscheidung kann ich nur sagen, denn neben uns lag die riesige Quantum of the Seas, daneben wirkte Mein Schiff 1 richtig klein.

Unser Landgang ging diesmal gleich nach dem Hafenausgang links runter, an der Bucht die Bay Street entlang bis zur Landspitze und dort den Berg hoch. Der Weg war wohl gut gewählt, denn es haben uns zwei Ausflugsbusse überholt und oben an der Landspitze hatte man noch einen wunderbaren Blick auf unser Schiff direkt vor der Quantum of the Seas, da kamen die Größenverhältnisse erst so richtig zum Ausdruck.

Basseterre / St. Kitts

Basseterre / St. Kitts

Die Gegend dort oben war offensichtlich das Reichenviertel, denn man sah nur große, sehr gepflegte Villen, alle mit Überwachungskamera und oft mit hohen Mauern.

Es ging dann weiter den Berg hoch Richtung Inselinneres und am Friedhof der Insel rechts die Cayon Street wieder zurück bis zur anderen Seite der Stadt. Als dann eine Raffinerie kam haben wir abgedreht und sind wieder runter zur Küste, Industrieviertel sind nun wirklich nicht schön anzusehen.

Zurück beim Schiff hat am Eingang die Sicherheitsschleuse gesponnen und alle mußten manuell durchsucht werden, aber nach 15 Minuten Wartezeit hatten wir es dann doch endlich geschafft und konnten in der kühlen Kabine duschen und ausruhen, bis es Zeit zum Mittagessen war mit anschließendem Relaxen am Pool, versteht sich.

Das Wetter war den ganzen Tag wunderbar, nur ein paar Wolken aber kein bißchen Regen, so will man das haben! Leider fing aber der Virus an mich zu attackieren, meine Nase lief wie verrückt und ich mußte niesen.

Alarmstufe Rot! Als Sofortmaßnahme habe ich dann zusätzlich zu meinen üblichen zwei Gläsern Rotwein abends in der Himmel und Meer Lounge noch einen großen Cognac getrunken, damit die Viren gleich Zunder kriegen.

Impressionen Basseterre / St. Kitts


 

Auf See Richtung La Romana, Dominikanische Republik

Am nächsten Morgen war mein Schnupfen schon nicht mehr ganz so schlimm und Fieber oder Husten hatte ich auch nicht, da war ich natürlich erleichtert, schließlich mußten wir nachmittags Koffer packen, denn am nächsten Tag lauerte der Rückflug und da will man schließlich top fit sein.

Bis 16:00 ging’s nochmal an den Pool (unterbrochen vom Mittagessen natürlich), meistens haben wir uns mit einem jungen Ehepaar (27/29) auf Hochzeitsreise unterhalten, die grade ihre erste Kreuzfahrt machten. Sie hatten natürlich viele Fragen und wir als altgediente Kreuzfahrer haben gerne von unseren Erfahrungen berichtet.

Das Wetter war sehr bewölkt und schwül, kaum Wind, aber geregnet hat es nicht, obwohl es ein paarmal so aussah.

Nachdem wir die Koffer gepackt hatten, war es auch schon wieder Zeit zum Abendessen und unseren Abschlußbesuch in der Himmel und Meer Lounge. Zur Sicherheit habe ich zusätzlich zum Rotwein noch einen großen Cognac genommen, der Schnupfen war ja fast schon weg, aber das sollte ihm dann wohl den Rest geben.

Die Koffer stellten wir um 22:30 vor die Kabinentür (bis 01:00 wäre möglich gewesen), damit sie am nächsten Morgen direkt von TUI Cruises direkt zum Flughafen befördert werden konnten.

Wir waren natürlich nervös wie immer und hofften, daß alles gemäß Plan ablaufen würde, besonders weil wir daran dachten, wie es den armen Leuten der Frankfurter Maschine ergangen war.


 

Rückflug La Romana – Düsseldorf

Nach dem Frühstück um 9:00 mußten wir die Kabine verlassen, weil sie für die neuen Gäste vorbereitet wurde.

Die Zeit bis zum Mittagessen haben wir in der gepolsterten Kuschelecke liegend in der Himmel & Meer Lounge verbracht, da war es am bequemsten und ich habe ab und zu mal was zu trinken von der Unverzichtbar geholt, da die Bar in der Lounge erst später geöffnet hat.

Um 11:45 sind wir mit unserem Handgepäck ins Büffetrestaurant umgezogen und nach dem Essen dann in die TUI Bar, da war es am kühlsten in unserer Reisekleidung. Man hätte zwar auch noch an Deck liegen können und sich dann im Spa umziehen, aber dazu fehlt uns am Reisetag einfach die Ruhe, Wärme hatten wir ja schon reichlich genossen.

Um 14:30 kam der Aufruf für den Transfer, sie haben natürlich den Bus bis auf den letzen Kubikzentimeter vollgestopft, aber Gott sei Dank war es bis zum Flughafen ja nicht weit, nur ca. 15 Minuten Fahrzeit.

Die Koffer waren dort alle aufgereiht und wir haben unsere schnell gefunden. Der Check-In ging Dank Priority Business Class Schalter auch zügig, aber die Sicherheitskontrolle dann nicht mehr, wie sollte es auch anders sein.

Sogar die Schuhe mußten wir ausziehen und der Beamte hat mein Handgepäck vollkommen durchgewühlt und ausgeräumt, ich war total genervt. Sogar die gekochten Eier, die ich mir als Notfallessen mitgenommen hatte, hat er doof angeguckt, ohne scheinbar zu erkennen, was das ist! Ich hätte ja am liebsten gesagt, das ist ’ne Stinkbombe, aber mit solchen Äußerungen muß man sich zurückhalten, sonst landet man wer weiß wo, bloß nicht im Flugzeug.

Nachdem ich dann alles unter leisen Flüchen wieder eingeräumt hatte, sind wir in die Busineß Lounge. Die Treppe da rauf war ziemlich steil und die Klimaanlage auch nicht besonders kühl, aber immerhin war es besser als unten bei dem riesigen Haufen von Menschen zu sitzen. Immerhin gab’s umsonst was zu trinken und auch anständige Toiletten, das war schon mal was.

Um 16:50 sollte Boarding sein, wir sind dann so kurz nach 17:15 runter ans Gate 1, weil alle schon Schlange standen und wir dachten, es geht gleich los. War aber nichts, sie haben das Gate auf Nr. 2 geändert und erst die nach München am Gate 1 einsteigen und abfliegen lassen.

Total ätzend! Wir haben noch bis kurz nach 18:00 gewartet bis wir endlich dran kamen und schließlich um 18:30 mit 60 Minuten Verspätung losgeflogen sind. Im Flugzeug hat man uns dann erzählt, daß unsere Maschine verspätet in München losgeflogen wäre, weil sie noch wegen kalten Wetters enteist werden mußte, naja. Aber von Verspätung hat keiner vorher was gesagt, obwohl das ja offensichtlich bekannt war.

Der Flug hat dafür nur 8:30 gedauert, dank Rückenwind 30 Minuten weniger als erwartet, aber zwischendurch hat es auch ein paarmal ganz schön gewackelt. Trotzdem habe ich wohl so 3 Stunden geschlafen, wenn man liegen kann, ist das ja auch viel einfacher.

Die Besatzung war sehr nett, wir haben sogar zweimal eine 1,5 Liter Flasche Mineralwasser an unseren Platz gekriegt, damit sie nicht andauernd kommen mußten um nach zu schenken. Das Essen war auch erträglich und zum Frühstück habe ich mich dann mit 4 großen Tassen Kaffee gedopt, weil ich ja noch Auto fahren mußte.

Autofahrt Düsseldorf – Bremen

Wir sind um 8:00 gelandet, durch die Paßkontrolle zum Kofferband gegangen und haben ziemlich als erste dank Priority Anhängern unser Gepäck gekriegt, wie schön!

Das Auto bei Sixt abzuholen ging sehr schnell, wieder ein Automatik ohne Aufpreis, zwar kein Kombi, aber in den Astra haben wir trotzdem alles reingekriegt, das Handgepäck mußte dann eben auf die Rückbank.

Um 9:50 sind wir in Düsseldorf los und waren mit 2 kleinen Pausen um 12:05 zu Hause (350 km). Man konnte gut fahren, es gab weder Staus noch Behinderungen durch schlechtes Wetter, zwar lag an der Seite teilweise Schnee, aber die Straßen waren frei und wir waren sehr erleichtert.

Diesmal haben wir das Auto vor dem Abgeben aber vollgetankt, das passiert uns nicht wieder! Sixt hatte doch sage und schreibe 100€ für die 25 l Benzin bei der Hinfahrt verlangt, das tut weh!

Unser übliches Nachurlaubsmahl haben wir wieder bei McDonalds eingenommen, anschließend dann eingekauft, zu Hause die Koffer ausgepackt und dann waren wir k.o. Der Alltag war zurück und die Kälte auch.

Beurteilung:

Kabine

Unsere Balkonkabine 8058 war 17 qm groß mit einem 5qm Balkon. Es gab genug Platz für die Kleidung in den 3 Schränken. Im mittleren waren Fächer, der Safe und 4 Schubbladen, die beiden rechts und links hatten eine Kleiderstange und ausreichend Bügel. Weitere Schubladen befanden sich in den Nachtschränken (2 + 1) und im Schreibtisch (3), sodaß man auch diverse Kleinigkeiten gut unterbringen konnte.

Die Betten konnte man nach Wunsch auseinander stellen lassen (was wir auch getan haben), sie waren von der üblichen Größe (0,80 m x 2 m) mit angenehmer Matratze, nicht zu hart und nicht zu weich. Das Bettzeug war Allergiker geeignet. Die Höhe war zum Unterbringen für unsere Koffer ausreichend (ca. 30 cm) und auch das Handgepäck paßte zusätzlich noch bequem drunter.

Im Bad gab es ein offenes Eckregal mit 3 Etagen neben dem Spiegel und unter dem Waschtisch noch 2 x 2 Fächer hinter Türen, also genügend Platz für unsere Utensilien. Die Dusche war neu und sauber mit gutem Wasserdruck.

Bei der Klimaanlage konnte man nur die Temperatur selber verstellen, die Stärke des Luftaustritts leider nicht, sondern mußte dazu einen Techniker kommen lassen, der die Abdeckung in der Decke abbaute und an einer Stellschraube drehte, sehr umständlich. Da merkt man doch schon das Alter des Schiffes.

Der Balkon hatte zwei Stühle und ein kleines Tischchen mit dem obligatorischen Aschenbecher für Raucher. Leider konnte man die Rückenlehnen der Stühle im Gegensatz zu denen auf Mein Schiff 2 + 3 nicht verstellen, sie sind dadurch sehr unbequem in meinen Augen und laden nicht grade dazu ein, längere Zeit auf dem Balkon zu verbringen, ich habe dieses auch bei TUI-Cruises bemängelt.

Restaurants

Büffetrestaurant Anckelmannsplatz
Wir haben immer einen Platz gefunden, obwohl wir abends meist erst um 19:00, also eine Stunde nach Beginn der Essenszeit, gekommen sind. Das benutzte Geschirr wurden recht flott abgeräumt, die Mitarbeiter waren alle freundlich, nur auf das Abwischen der Tische mußte man manchmal extra hinweisen.

Die Speisen wurden relativ zügig nachgestellt, an Stoßzeiten dauerte es natürlich manchmal ein paar Minuten, aber das kann man wohl in Kauf nehmen. Sonderwünsche wurden problemlos erfüllt, das war besonders für uns wichtig, da mein Mann bedingt durch diverse Lebensmittelunverträglichkeiten oft Probleme mit den Zutaten hat. Die Wok-Station, bei der man sein Essen selber zusammenstellen kann, ist daher für uns eine optimale Lösung, wenn bei den anderen angebotenen Sachen so gar nichts dabei ist, was er sonst verträgt.

Anckelmannsplatz Mein Schiff 1

Anckelmannsplatz Mein Schiff 1

Anckelmannsplatz Mein Schiff 1

Anckelmannsplatz Mein Schiff 1

Cliff 24 Grill Mein Schiff 1

Cliff 24 Grill Mein Schiff 1

Hauptrestaurant Atlantik
Wie gesagt, wegen der Probleme meines Mannes haben wir nur im Büffetrestaurant gegessen und können somit das Restaurant Atlantik nicht beurteilen, wir haben es uns lediglich mal angesehen. Mitreisende, die oft dort gegessen haben, waren aber begeistert.

Essen

Die Auswahl im Büffetrestaurant war vielfältig und die Speisen gut zubereitet. Nur das warme gegrillte Gemüse schwamm meist in Öl, das muß nicht sein und ist nicht grade bekömmlich. Alles war jedoch immer frisch ohne Konservierungsstoffe (ich bin da sehr empfindlich) und von guter Qualität.

Bars

Die Getränke an den Bars waren alle hochwertig, das Personal kompetent und freundlich. Aber auch auf Mein Schiff 1 wurde genau wie auf Mein Schiff 3 das neue Barkonzept eingeführt mit eingeschränkter Auswahl an manchen Bars. Uns persönlich hat es nicht gestört, da unsere Getränke überall im Angebot waren, aber manchen Cocktailtrinker hat es wohl doch gewundert, daß nicht an jeder Bar alle Drinks gemixt wurden.

Pool / Sonnendeck

Alle 3 Wochen auf dem Schiff waren fast ausgebucht, aber es gab genügend Liegen. An Seetagen mußte man allerdings spätestens um 9:30 auf dem Pooldeck sein, sonst war dort alles belegt. Auf den oberen Decks war es nicht so schwierig, hier standen immer noch ausreichend Liegen zur Verfügung und nachmittags hat man auch noch immer einen Platz gefunden. Scheinbar haben auch noch andere Leute außer uns über Mittag ihre Sachen mit rein genommen und die Liegenaufsicht hat wohl auch in Extremfällen alles abgeräumt.

Service

Alle Mitarbeiter waren freundlich und aufmerksam, bei Problemen oder Sonderwünschen wurde sofort auf diese eingegangen.

Sauberkeit

Die Kabine wurde morgens und abends gereinigt und wenn man wollte, gab es sogar zweimal täglich frische Handtücher. Auf dem Pooldeck wurde ständig gefegt, die Gläser weggeräumt und gewischt und die öffentlichen Toiletten wurden oft und regelmäßig saubergemacht.

Altersdurchschnitt/Publikum

Es waren erstaunlich viele 25-40 Jährige an Bord, ich würde sagen, mindestens 30%. Dann der Großteil (so 60%) 41-65 Jährige, der Rest 65+.

Da keine Ferien waren, ist nur eine verschwindend geringe Zahl von Kindern an Bord gewesen, ich schätze mal so 10-15.

Es herrschte ein angenehmes Klima an Bord, alle, mit denen wir Kontakt hatten, waren freundlich und aufgeschlossen, egal welchen Alters. Natürlich gab es auch ein paar Ausnahmen, aber die wurden dann schnell vom Personal darauf hingewiesen, daß es so nicht geht und schon war Ruhe.

Abendunterhaltung / Musik

Da wir jeden Abend in der Himmel und Meer Lounge verbracht haben, kann ich das Unterhaltungsangebot am Abend nicht beurteilen, es gab aber diverse Shows, inklusive der sehr beliebten Crewshow, alternativ dazu Filme im Konferenzraum oder Musik zum Tanzen in der TUI Bar oder auf dem Pooldeck. Nicht zu vergessen auch die zwei Poolparties jede Woche, teilweise mit besonderem Büffet oder Offiziersshaken.

An Seetagen hat jeweils vor- und nachmittags für 45 Minuten entweder eine mehrköpfige Band oder ein kubanisches Trio als Begleitung zum Büffet am Pool gespielt, das Repertoire wiederholte sich natürlich nach einer Weile, aber die Musik war gut, wenn auch viel zu laut für mein Empfinden.

Route

Die Route war sehr gut gewählt, alle Ziele interessant und sehr sehenswert, auch die Anzahl der Seetage war angemessen. Die Liegezeiten waren gut und ausreichend.

Wetter

Das Wetter war eindeutig in der ersten Woche von Anfang bis Mitte Januar regenreicher als später. Normalerweise ist die Trockenzeit in der Karibik von Januar bis April, Regenzeit von Mai bis Oktober und Übergangszeit dann im November und Dezember, aber so ganz genau ist das wohl nicht festzulegen. Die Temperaturen lagen immer so zwischen 27° und 30° tagsüber und nachts meist so bei 22° bis 24°, mit einer Luftfeuchtigkeit um die 70%, das war ganz erträglich.

Seegang hatten wir fast gar nicht, drei Meter Wellen an einem Tag in der ersten Woche war mal das Höchste, sonst immer nur Wellen zwischen einem und zwei Metern, also total vernachlässigbar. Der Wind war manchmal recht frisch, aber dem Schiff mit seiner Größe hat das nicht viel ausgemacht.

Fazit:

Es war wieder eine wunderschöne und sehr interessante Reise, es hätte zwar manchmal etwas weniger regnen können, aber dafür kann ja nun TUI Cruises nichts. Auch unsere vierte große Fahrt mit der Mein Schiff Flotte haben wir sehr genossen, die nächsten beiden Touren mit Mein Schiff 4 bzw. Mein Schiff 1 sind schon gebucht und wenn alles klappt, kommen noch zwei weitere mit Mein Schiff 3 bzw. 4 aus dem brandneuen Katalog hinzu.


 

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