Reisebericht Mein Schiff 3 Dubai mit Indien
Reisebericht Mein Schiff 3 Dubai mit Indien

Mein Schiff 3 Reisebericht Dubai mit Indien

Mein Schiff 3 Reisebericht Dubai mit Indien vom 13. Februar bis 27. Februar 2017 / Route: Dubai – Khasab – Seetag – Seetag – Mumbai – Seetag – Cochin – Seetag – Mormugao – Seetag – Seetag – Muscat – Seetag – Khor Fakkan – Dubai / Autorin: Barb

Nachdem wir im Mai letzten Jahres drei Wochen mit Mein Schiff 4 im Mittelmeer und rund um Westeuropa unterwegs gewesen waren, hatten wir uns für Februar 2017 eine Reise in den Orient und nach Indien ausgesucht, Mein Schiff 3 Dubai mit Muscat und daran anschließend Dubai mit Indien, alles zusammen 21 Tage, so wie wir es gerne haben. Wieder in „unserer“ Balkonkabine 7038 zum Wohlfühltarif mit Anreise über TUI Cruises.


Nachfolgend berichte ich über den 2. Teil dieser Reise „Dubai mit Indien“, der 1. Teil kann im Mein Schiff 3 Reisebericht Dubai mit Muscat nachgelesen werden.

Wenn man die Indienreise bucht, muß man sich darüber im Klaren sein, daß dafür ein Visum benötigt wird, da man sonst dort nicht an Land gehen darf. Dieses kann frühestens 8 Wochen vor Abreise beantragt werden, was ich auch dringend empfehle, denn wir haben einige Leute an Bord getroffen, die das Visum nicht mehr rechtzeitig bekommen hatten und auf dem Schiff bleiben mußten, es gibt da absolut keine Ausnahmen. Wir haben unsere Visa über den Visumsservice Servisum beantragt, nähere Informationen über den Ablauf findet man auf deren Website. Gesamtkosten für uns pro Person waren 106,50 Euro, inklusive Versand und allen Gebühren. Hat man über ein Reisebüro gebucht, ist dieses sicherlich auch gerne bei der Beantragung behilflich.

Da wir bereits seit der vorherigen Reise an Bord waren, entfiel für uns die Anreise nach Dubai, aber hier nochmal der Hinweis, daß die Einfuhr bestimmter Medikamente in die Vereinigten Arabischen Emirate verboten ist , es sei denn, man hat ein spezielles Formular vom Arzt dabei, das einem bescheinigt, diese für den Eigenbedarf unbedingt zu benötigen. Nähere Informationen dazu gibt es auch hier: Medikamente und Drogen in Dubai

13.02.17 Dubai, VAE, (bis 24:00), 24°, diesig, teilweise Sonnenschein

mit Ausflug DXB02V “ Dubais Meisterwerke und Monorailfahrt“ 49,- p. P.

Dubai mit ca. 2,2 Millionen Einwohnern, ist Hauptstadt des Emirats Dubai und größte Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Der internationale Flughafen ist der größte des Nahen Ostens und Hauptsitz von Emirates. Überhaupt ist Dubai eine Stadt der Superlative, im Umkreis von 40 km standen schon 2008 über 150 Wolkenkratzer die über 150 m hoch sind, zirka 60 weitere Wolkenkratzer, die über 200 m hoch sind und sechs Wolkenkratzer, die über 300 m hoch sind. Der bekannteste ist natürlich der Burj Khalifa mit 828m Höhe.

Das Hafengelände von Dubai ist sehr groß und man darf es nicht zu Fuß verlassen, das wäre auch ziemlich schwierig, denn allein mit dem Taxi oder Bus braucht man schon 10 Minuten, um zum Ausgang zu kommen. Taxen stehen jedoch jede Menge vor dem Terminal und der Hop-on Hop-off Bus fährt dort natürlich auch. Taxifahren ist in Dubai sehr einfach, da alle Fahrzeuge ein Taxameter haben, auf dem der Preis in Dirham angezeigt wird. Man kann natürlich auch in Euro oder Dollar bezahlen, umgerechnet wird dann mehr oder weniger großzügig.

Wir hatten für diesen Tag, der ja der Wechseltag war, den Ausflug DXB02V „Dubais Meisterwerke und Monorailfahrt“ für 49€ pro Person gebucht. Aber das war keine so gute Idee, denn als wir um 8:30 zum Treffpunkt für den Ausflug kamen, war kein Mensch da. Die Dame von TUI kam zwar um 8:45, aber wir konnten erst um 9:15 zum Bus gehen, weil nämlich die Hälfte der Teilnehmer nicht auftauche, die waren wohl alle noch zu k. o. vom Flug.

Um 9:35 ging’s endlich los, erst zum Burj als Arab mit nur 10 Minuten Fotostopp, dann zur Monorail Station, wo wir eingequetscht mit gefühlt einer Million Japanern in der Hochbahn zum „Atlantis the Palm“ Hotel gefahren sind. Dort wieder nur 15 Minuten Zeit und wieder jede Menge Japaner, die einem ins Bild liefen, das hätte man sich sparen können. Anschließend zur Dubai Mall mit 95 Minuten Freizeit, wo ich auch ein paar schöne Fotos machen konnte. Um 14:30 waren wir wieder beim Schiff und haben kurz vor 15:00 endlich gegessen, wir waren fast alleine im Büffetrestaurant, aber das Essen ging ja bis 16:30 wegen des Wechseltages.

Im nachhinein würden wir den Ausflug nicht nochmal machen, sondern nur mit dem Taxi zur Mall fahren, aber wenn man Dubai noch gar nicht kennt, bekommt man doch bei der Fahrt einen guten Eindruck von der gigantischen Stadt.

Da an diesem Tag, wie erwähnt, die neuen Passagiere ankamen, „durften“ wir mal wieder zur Rettungsübung, diesmal erst um 22:15. Das war übrigens unsere 25. Seenotrettungsübung bei „Mein Schiff“, aber eine Urkunde gab es nicht.

14.02.17 Khasab, Oman (08:00 – 18:00), 24°, stark bewölkt, etwas Regen

Khasab, mit ca. 17.500 Einwohnern, ist eine Stadt im Gouvernement Musandam in Oman. Die Enklave an der Spitze der arabischen Halbinsel ist über eine Fährverbindung und eine Straße durch die Vereinigten Arabischen Emirate vom Hauptgebiet des Oman aus zu erreichen. Sie wird auch oft mit Norwegen verglichen, da man hier große, fjordartige Buchten mit hohen Bergen drum herum findet.

Und irgendwie wurden wir auch an Norwegen erinnert, als wir morgens aufwachten, denn es hat wie aus Eimern geschüttet. Als wir aber nach dem Frühstück kurz vor 10:00 los sind, kamen noch ein paar Tropfen und dann hat es aufgehört, doch bei 24 Grad und 97% Luftfeuchtigkeit sowie Windstille war laufen ganz schön schweißtreibend. Am Hafen standen keine Taxis, einige Privatleute boten jedoch Rundfahrten an und auch Bootstouren durch die Fjordwelt um Delfine zu beobachten. Da aber alles einigermaßen Sehenswerte (Moschee, Geschäfte, Fort) gut zu Fuß erreicht werden kann, ist es nicht absolut notwendig, sich fahren zu lassen.

Wir sind Richtung Innenstadt ca. 45 Minuten gelaufen, dort gab es einige Geschäfte, Restaurants, Banken und eine schöne Moschee. Unterwegs war es teilweise ganz schön überschwemmt auf der Straße und wir mußten auch mal durch einen „Bach“ waten, da sind endlich mal die dreckigen Sandalen sauber geworden.

Um kurz nach 12:00 kamen wir zurück aufs Schiff und nach dem Mittagessen um 14:45 ging’s die Uferstraße am Fort vorbei bis zum Lulu Hypermarket an einem Meeresarm. Das bemerkenswerte an diesem Hypermarket war nicht nur seine Größe, die absolute Sauberkeit und riesige Auswahl, sondern vor allen Dingen, daß alle 10 Kassen besetzt waren, obwohl sich höchsten 15 Kunden im Laden befanden. Bei uns ein Ding der Unmöglichkeit! Man konnte dort mit osmanischen Rial, US Dollar oder natürlich mit allen möglichen Kreditkarten bezahlen, ultramodern, wie der Name „Hypermarket“ schon sagt (was Lulu allerdings heißt, weiß ich nicht).

Da das Wetter aber immer mehr nach Regen aussah, entfiel die Besichtigung des Forts auf dem Weg und wir waren um 16:15 auf dem Schiff, war auch gut so, denn dann fing es wieder an mit dem „flüssigen Sonnenschein“.

15.02.17 auf See, 24°, Sonnenschein

Morgens weckte uns wunderbarer Sonnenschein bei ca. 24 Grad. Einen Platz am Pool zu finden war kein Problem, da die Liegenaufsicht auch schon unterwegs war und zu lange besetzte Plätze erbarmungslos abgeräumt hat. Nach dem Mittagessen wurde es leider ziemlich bewölkt und leicht kühl, sodaß wir so gegen 16:00 ins Hallenbad umgezogen sind. Aber wenigstens blieb es trocken und Seegang war überhaupt keiner.

Zudem gab es auch schon die Einreiseinformationen für Indien, auf der Kabine lag ein großer Umschlag mit Paßkopien, fertig ausgefüllten Einreisekarten und gelben Landgangskarten, sowie zwei Seiten Informationen, was alles in den drei indischen Häfen zu beachten ist. Kein Wunder, daß zwischen den Häfen jeweils ein Seetag eingeplant war, irgendeine Formalität mußte dann immer erledigt werden, entweder war etwas zu unterschreiben oder man wurde kontrolliert. Wirklich ein sehr großer Aufwand zusätzlich zu dem Visum und viele Leute waren darüber verärgert. Aber was soll’s, sowas muß man mit Gelassenheit nehmen.

16.02.17 auf See, 28°, Sonnenschein

Gleich nach dem Frühstück mußten wir in der Abtanzbar antreten, um die Landgangskarten für Cochin zu unterschreiben, diese wurden anschließend von den Behörden gestempelt und zwei Tage später sollten wir sie wieder abholen. Als Ausgleich für den morgendlichen Streß erwartete uns dann ein wunderbarer Tag an Deck mit Sonne pur und Temperaturen um die 28 Grad, einer angenehmen Brise und total glatter See.

Nachmittags haben wir tatsächlich auch wieder Liegen sogar im Schatten gefunden und waren bis 17:30 draußen. Zwar gab es im Programm auch jede Menge Unterhaltungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten, aber an Seetagen einfach Nichtstun mögen wir am liebsten, Langeweile kommt dabei bei uns nicht auf.

Seetag auf der Mein Schiff 3 Seetag auf der Mein Schiff 3


17.02.17 Mumbai, Indien (07:00 – 18:30), 33°, Sonnenschein

mit Ausflug BOM14V „Mumbai auf eigene Faust entdecken“, 19 Euro p. P.

Mumbai, mit 12,5 Millionen Einwohnern, ist die Hauptstadt des Bundesstaates Maharashtra in Indien und die wichtigste Hafenstadt des Subkontinents. Sie ist die sechstgrößte Metropolregion der Welt und als größte Stadt in Indien eine der bevölkerungsreichsten Städte der Welt. Etwas über die Hälfte der Einwohner Mumbais leben in Slums, ohne Zugang zu fließend Wasser und Kanalisation. Die explodierende Bevölkerungsentwicklung, die mangelhafte Müllentsorgung und Umweltverschmutzung sind hier ein ganz großes Problem, das bis jetzt noch nicht gelöst werden konnte.

Wir hatten uns in Mumbai für den Ausflug BOM14V „Mumbai auf eigene Faust entdecken“ für 19 Euro p. P. entschieden, aber bevor dieser losgehen konnte, waren erst noch einige Kontrollen und bürokratische Hürden zu überwinden.

Treffen für den Ausflug war 10:00, wir haben am Eingang vom Theater die Pässe gekriegt und mußten diese zusammen mit den Landgangskarten und den Einreisekarten abstempeln lassen, dann die Pässe am Ausgang wieder abgeben und raus ging’s ins Hafengelände zum Terminal. Dort waren die die Landgangskarten mit angehefteter Passkopie wieder vorzuzeigen, bevor bei der Sicherheitskontrolle die Taschen geröntgt wurden. Anschließend nochmal wieder Landgangskarten vorzeigen und endlich rein in den Bus.

Am Hafenausgang ist ein Soldat in den Bus gestiegen und hat geguckt, ob alle die Landgangskarten dabei haben, den Kofferraum hat er auch noch kontrolliert. Dann ging’s zum Gateway of India, dem berühmtesten Wahrzeichen Mumbais, das 1924 von Rufus Isaacs, 1. Marquess of Reading und damaligem Vizekönig von Indien, eröffnet wurde.

An dem riesigen Triumphbogen hatten wir leider nur einen 10 minütigen Fotostopp, das war viel zu kurz, denn man mußte vorher noch durch eine Sicherheitsschleuse, nach Männlein und Weiblein getrennt. Mein Mann ist natürlich bei Damen durchgegangen und mußte nochmal auf der anderen Seite durch (Ordnung muß sein) und somit war die Zeit sehr knapp. Dazu kam auch noch, daß wir danach am Calaba Causeway abgesetzt wurden, damit wir in 2 ,5 Stunden Freizeit die Stadt selbst erkunden konnten und von dort aus gelangte man in kurzer Zeit zum Ufer, wo das berühmte Taj Mahal Palace Hotel steht und man einen viel besseren Blick auf das Gateway hat, was wir natürlich auch gemacht haben.

Anschließend ging’s dann auf Erkundung durch die Stadt Richtung Mumbai Central Station. Der Bahnhof gehört seit 2004 zum UNESCO Weltkulturerbe und da wir schon Fotos davon gesehen hatten, wollten wir ihn natürlich auch in Wirklichkeit sehen.

Da der Weg dorthin ziemlich lang war, sind wir auf der Rückseite des Taj Mahal Palace Hotels vorsichtshalber zwecks Toilette noch ins Starbucks, natürlich mit Sicherheitsschleuse inklusive Rucksack durchsuchen. War alles ganz sauber und ordentlich, wie bei uns und ich dachte schon, was haben die nur immer mit dem Dreck, ist doch gut.

Naja, bis mich später wieder ein menschliches Bedürfnis überkam. An der Hauptstraße war eine öffentliche Toilette und mein Mann sagte, „komm da gehen wir rein“. Ich zweifelnd „meinst du wirklich?“, das Gebäude sah nämlich von außen schon ziemlich baufällig und suspekt aus, oben an der Treppe saß eine junge Frau mit ihrem Baby im Arm und nebendran war der Tresen wo einer kassierte, Dreck überall. Ich also die Treppe hoch und als ich um die Ecke bog, hat mich fast der Schlag getroffen.

Alles war ziemlich dunkel und auf dem Boden vor den Toiletten (die übliche Löcher im Boden) saßen junge Frauen und Mädchen, teilweise nackt, die die Schläuche zum Spülen der Klos rausgezogen hatten, um sich und ihre Wäsche damit auf dem schmierigen Boden zu waschen. Ich mußte über ein Mädchen drüber weg steigen, damit ich überhaupt in die Toilette kommen konnte. An die Tür zuzumachen war gar nicht zu denken und irgendwie hab ich es geschafft, mit meinem Rucksack auf der linken Schulter die Hose runterzuziehen und das Loch zu treffen, ohne daß sie dreckig wurde. Eine artistische Meisterleistung, denn den Rucksack aufzuhängen war nicht möglich und abstellen stand ganz außer Frage bei dem Dreck überall.

Als ich wohlbehalten wieder draußen war, hat mein Mann mir erzählt, bei ihm war es ähnlich, in den Kabinen standen nackte Männer, die sich mit den Kloschläuchen abduschten, aber eine war noch frei, die er benutzen konnte. Natürlich hat der Kassierer am Ausgang für dieses vornehme Etablissement 1$ für uns beide zusammen verlangt, eigentlich hätten wir eine Entschädigung kriegen müssen oder zumindest eine Anerkennungsprämie, sauber da wieder rausgekommen zu sein.

Aber ich muß doch sagen, die Stadt war trotz Dreck und Müll faszinierend. Die alten Gebäude aus der britischen Kolonialzeit waren sehr gut erhalten und wir haben immer wieder gestaunt, wie pompös es doch teilweise aussah. Und der Verkehr ist einmalig! Ampeln für die Autos werden zwar beachtet, aber für Fußgänger stehen die irgendwie nur zur Dekoration da, man geht rüber, wenn sich eine Gelegenheit bietet. Einmal hat uns sogar ein Verkehrspolizist bei der roten Ampel rüber gewinkt, weil grade keine Autos kamen. Und das wichtigste Utensil beim Fahren ist die Hupe: man hupt bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit, dadurch herrscht immer ein ohrenbetörender Lärm in den Straßen, aber das schein niemanden zu stören. Fahrspuren sind zwar auch eingezeichnet, aber die sind nur Makulatur, man quetscht sich immer irgendwie durch mit dem Auto, hupender Weise natürlich.

Als wir uns endlich durch den Verkehr und die vielen Menschen zum Bahnhof durchgeschlagen hatten, war leider keine Zeit mehr, ihn von innen zu erkunden, denn um 13:30 sollte der Bus wieder zurückfahren, er kam aber erst 13:55 (für indische Verhältnisse scheinbar fast pünktlich) und unsere ganze Gruppe hat ziemlich genervt in der Hitze am Straßenrand rumgestanden und gewartet, das hat mich geärgert, da hätten wir nicht so zu hetzen brauchen.

Um 14:30 waren wir zurück auf dem Schiff und hatte ich das dringende Bedürfnis einer Ganzkörperdesinfektion, das sollte auch nicht das letzte Mal an Indien gewesen sein und ist dort nach einem Landgang unbedingt sinnvoll.

18.02.17 auf See, 30°, Sonnenschein

Wir hatten den ganzen Tag wunderbaren Sonnenschein, der Indische Ozean war total ruhig mit weniger als 0,5 m Wellen und bei Temperaturen um die 30 Grad haben wir die meiste Zeit am Pool verbracht. Nachmittags mußten wir noch die abgestempelten Landgangskarten für Cochin abholen, die natürlich auch dort benötigt wurden, ohne Bürokratie ging nichts in Indien!

19.02.17 Cochin, Indien (08:30-19:00), 35° Sonnenschein

Cochin, mit ca. 600.000 Einwohnern, liegt im Bundesstaat Kerala im Süden Indiens sowohl auf dem Festland als auch auf mehreren der Küste vorgelagerten Inseln und Halbinseln. Die wichtigsten Wirtschaftszweige der Stadt sind Textilindustrie, Schiffbau, Holzwirtschaft, Fischfang und die Verarbeitung von Kokosnüssen. Zudem spielt auch der Tourismus eine zunehmend wichtige Rolle.

Der Hafen auf Willingdon Island ist ziemlich abgelegen, am Ausgang stehen zwar Tuk-Tuks (Dreiradtaxis), aber bis zur Stadt sind es mindestens 20 Minuten Fahrzeit und die eigentlichen Sehenswürdigkeiten sind noch weiter entfernt, sodaß man am besten einen Ausflug macht, wenn man etwas sehen will, einen TUI Shuttle Bus gibt’s nämlich auch nicht.

Wir haben deshalb den Ausflug COK06V „Fort Cochin und Mattancherry in Eigenregie entdecken“ für 29 Euro pro Person gebucht, der wie folgt ablief: am Ausgang Kontrolle der Landgangskarten, Abfahrt des Busses mit einer Stunde Verspätung, da das Schiff vorher nicht freigegeben war und wir auch etwas später angelegt hatten. Die Fahrt bis zum ersten Stopp in Fort Cochin dauerte 40 Minuten, dort war am Fischmarkt mit den chinesischen Fischernetzen eine halbe Stunde Freizeit, wobei den meisten Platz allerdings die Stände der Andenkenhändler einnahmen, die ziemlich aufdringlich ihre Ware anboten.

Und wie so oft, war ich auch wieder auf der Suche nach Toiletten. Als ich zwei Häuschen mit der Aufschrift „Green Toilet“ mit dazugehöriger Kasse entdeckte, war ich wirklich erleichtert. Zwar standen die auf einer Müllkippe (oder es sah zumindest so aus), aber das war mir egal. Nur leider war der Kassierer nicht da und die Klos abgeschlossen. In meiner Not bin ich dann einfach dahinter, Hose runter und fertig. Blöderweise war da aber schwarzer Matsch (iiih bäh), in den ich voll rein getreten bin. Ich habe versucht, die Sandalen hinterher wieder sauberzumachen und da ich sie sowieso am Ende der Reise entsorgt habe, hat das wohl keine bleibenden Schäden hinterlassen.

Da ein Teilnehmer sich Zeit ließ, fuhr der Bus dann nicht nach der vereinbarten halben Stunde, sondern erst nach 45 Minuten ab und außerdem wurde außerplanmäßig noch 20 Minuten an einem Gewürzladen gehalten, weil einige das angeblich wollten. Ich hab aber eher vermutet, daß der Reiseleiter mit dem Inhaber verwandt war.

Naja, wie auch immer, jedenfalls hatten wir durch unsere verspätete Abfahrt am Schiff zuzüglich der weiteren Verzögerungen in Mattancherry (jüdisches Viertel) nur noch 45 Minuten freie Zeit, statt der angekündigten 1,5 Stunden. Zwar gab es hier hauptsächlich Geschäfte für Touristen (Schmuck, Gewürze, Bekleidung, Antiquitäten usw.), aber wir sind noch etwas weiter raus gelaufen, die alten Häuser waren dort wirklich sehenswert, z.T. aber ziemlich runtergekommen.

Am Eingang zur Geschäftsstraße habe ich dann auch nochmal nach einer zweite Gelegenheit gesucht (der Ausflug war schließlich etwas länger) und tatsächlich gab’s eine, sogar mit großer Aufschrift an der Wand „Clean Bathroom, Toilets, Pay for Use“. Okay, dachten wir, das nutzen wir aus. War ja im Prinzip auch nicht übel, sogar für die Frauen richtige WC’s, bei denen die Spülung funktionierte. Aber scheinbar hatten die das Gebäude vor 20 Jahren gebaut und seitdem nicht wieder saubergemacht, ekelhaft!! Wieder mal war mein artistisches Können gefragt, mit dem Rucksack auf der linken Schulter habe ich über der Brille geschwebt, um bloß nichts zu berühren. Mein armer Mann hatte es da noch etwas schwieriger. Fürs „kleine Geschäft“ gab’s für die Männer nur winzige Löcher im Boden, sodaß echte Treffsicherheit angesagt war. Und wie soll’s auch anders sein, am Ausgang saß ein Kassierer und hat mal wieder 1$ für 2 Personen verlangt, so eine Anlage muß ja in Schuß gehalten werden (!!!)

Um 12:00 sind wir dann in den Bus gestiegen, tatsächliche Abfahrt 12:10, Ankunft im Hafen 12:45.

Fazit: unter Eigenregie hatten wir uns was anderes vorgestellt und die Freizeit war durch die Verspätung auch stark gekürzt. Cochin ist nur Dreck, Müll, Stau und Touristenrummel, das muß man nicht nochmal haben, da war Mumbai viel besser. Und bei 35 Grad und Sonnenschein war die ganze Sache entsprechend anstrengend.

20.02.17 auf See, 30°, meist wolkig

Morgens erwartete uns bewölkter Himmel, aber bei Temperaturen um die 30 Grad, kaum Wind und spiegelglatter See, war das ganz angenehm. Aber erst mal war es nichts mit faul an Deck rum liegen, denn bereits kurz nach 9:00 Uhr hieß es antreten im Atlantik, um die behördlichen Kontrollen für die Einreise in Mormugao und die spätere Ausreise aus Indien zu erledigen (Prozedur siehe beigefügte Informationen), dank hervorragender Organisation durch TUI hat das inkl. Schlange stehen aber nur 20 Minuten gedauert. Den restlichen Tag haben wir am Pool verbracht, die Liegenaufsicht war recht aktiv und ich habe mehrmals beobachtet, wie tatsächlich zu lange belegte Liegen abgeräumt wurden.

21.02.17 Mormugao, Indien (07:00-18:00), 30°, Sonnenschein

mit Ausflug ZMR16V „Panjim auf eigene Faust“ ,19 Euro p. P.

Mormugao, mit ca. 98.000 Einwohnern, ist eine Hafenstadt im Bundesstaat Goa.
Hier werden ungefähr 28 Millionen Tonnen Eisenerz im Jahr exportiert und das sieht man sofort, wenn man ankommt, denn überall ist die Erde rot gefärbt.

Der Anlegeplatz unseres Schiffes war in dem heruntergekommensten Hafen, den ich je gesehen habe, Rost und Dreck überall, wir haben einen ganz schönen Schreck gekriegt, als wir morgens rausgeguckt haben. Bei privatem Landgang mußte man zum Hafenausgang einen Shuttle benutzen, dort standen einige Tuk-Tuks, die in den Ort Vasco da Gama fuhren, der gleich hinter dem Hafen beginnt. Allerdings waren die Preise ganz schön unterschiedlich, Einheimische bezahlen 5 Rupien die Stunde, von Touristen wollen sie 1.500 haben, hat man uns erzählt. Die Kontrollen waren hier minimal, man mußte lediglich die ausgefüllte Landgangskarte mit Paßkopie kurz nach Verlassen des Schiffes vorzeigen und bei der Rückkehr natürlich auch.

Wir hatten aber den Ausflug ZMR16V „Panjim auf eigene Faust“ für 19 Euro pro Person gebucht, das war eine gute Entscheidung, wie sich später herausstellte.

Panjim, mit ca. 41.000 Einwohnern, ist die Hauptstadt Goas und liegt ca. 35 km vom Hafen entfernt. Es wurde gesagt, daß der Bus bis dorthin ca. 75 Minuten braucht, aber unser Formel Eins Fahrer war schon in 45 Minuten da, allerdings hatte ich in den Kurven das Gefühl, er fährt auf den Felgen, gut, daß wir nicht seekrank werden.

Nach der Ankunft sind wir nach dem Aussteigen noch 15 Minuten bis zum Treffpunkt an der Kirche “ Our Lady of the Immaculate Conception“ mit der Gruppe gelaufen und anschließend konnten wir uns 1,5 Stunden selber umsehen. Die Stadt hat uns gut gefallen, natürlich gab’s den üblichen Müll überall, aber teilweise waren auch die Häuser renoviert und man merkte, daß hier doch mehr Touristen sind, als in anderen Regionen.

Da sich irgendwie keine Gelegenheit bot, mal diskret zu verschwinden, bin ich einfach an der Uferpromenade bei der Hafenmeisterei zum Pförtner und habe gefragt, wo denn hier bitte die nächste Toilette sei. Netterweise durften wir beide die der Hafenmeisterei benutzen, für indische Verhältnisse super in Schuß und als ich im Flur auf meinen Mann wartete, sprach mich ein Angestellter an. Als ich ihm erzählte, daß wir aus Germany kommen, hat er mich gleich seinen Kollegen im Büro nebenan vorgestellt, die an hochmodernen Computern mit Flachbildschirm arbeiteten. War ein nettes Gespräch und mal so was ganz anderes. Als wir draußen waren, war keine 20 Meter weiter eine öffentliche Toilette, die zwar ganz nette Außenanlagen mit Blumen hatte, aber ich war doch heilfroh, daß ich nach meinen Erfahrungen in Mumbai diese Einrichtung nicht heimsuchen mußte.

Um 11:15 sollte der Bus beim Treffpunkt an der Kirche wieder zurückfahren und er kam auch tatsächlich schon um 11:25, Ankunft 12:15 beim Schiff.

Nach dem Mittagessen waren wir bis 16:15 erst mal im Hallenbad, gegenüber der Tür zum Treppenhaus, wo ab und zu etwas kühle Luft von der Klimaanlage rauskam, weil es draußen mit 30 Grad und 85% Luftfeuchtigkeit doch ziemlich unerträglich war. Danach konnten wir an den Pool umziehen, aber immer noch nur im Schatten, alles andere wäre zuviel gewesen.

Abends habe ich dann in mein Tagebuch geschrieben „Nun ist Indien überstanden, war zwar interessant, aber nicht nochmal!“

22.02.17 auf See, 27°, Sonnenschein

Bei 27 Grad und strahlendem Sonnenschein war es etwas windig auf dem Pooldeck, aber das Meer hatte maximal 1 Meter hohe Wellen. Die Liegenaufsicht war wieder sehr aktiv und manchmal gab’s schon einige Diskussionen, wenn der Zettel verteilt und später abgeräumt wurde. Den Vormittag konnten wir schön in der Sonne verbringen, aber nach dem Mittagessen haben wir Siesta im Hallenbad gehalten, weil es in der Sonne einfach zu heiß war und Schatten Plätze sind leider rar, trotz Liegenaufsicht.

In der Nacht wurden die Uhren um die 1.5 Stunden zurückgestellt, die man uns auf dem Hinweg nach Indien genommen hatte.

Zeitumstellung auf Mein Schiff 3 Zeitumstellung auf Mein Schiff 3

23.02.17 auf See, 27°, Sonnenschein

Wir hatten wieder einen wunderbaren Tag, 27 Grad, Sonnenschein und fast spiegelglatte See, so richtig einladend zum Nichtstun. Nachmittags stand mal wieder Eisschnitzen auf dem Pooldeck auf dem Programm, wo aus 100kg Eisblöcken mit Spezialwerkzeugen in Rekordzeit Figuren hergestellt werden, die allerdings in der Wärme nicht lange leben. Ich habe dabei noch eine Weile zugeguckt, aber ansonsten bestand der Tag aus viel Faulheit, essen und nochmal ordentlich Sonne tanken. Unsere Reise ging ja langsam dem Ende zu und zu Hause sah das Wetter nicht grade einladend aus.

Später habe ich noch einen kleinen Schreck bekommen, weil die Schrift auf meiner Bordkarte plötzlich verwischt war, aber die Rezeption hat mir problemlos schnell eine neue hergestellt, da war ich erleichtert.

24.02.17 Muscat, Oman (07:00-18:00), 28°, Sonnenschein

Muscat ist die Hauptstadt von Oman, einem Sultanat im Osten der arabischen Halbinsel mit ca. 635.00 Einwohnern. Nur 5% der Staatsfläche wird landwirtschaftlich genutzt, das Erdöl als wertvollster Rohstoff hat dem Land zu seinem jetzigen Reichtum verholfen. Es gibt zwar auch große Erdgasvorkommen, die sind aber noch weitgehend unerschlossen und somit ist das Erdöl weiterhin Hauptenergiequelle.

Unser Schiff lag auf der andern Seite der Bucht direkt gegenüber der Stadt, zum Hafenausgang mußte man jedoch einen kostenfreien Shuttlebus benutzen, der zwischendurch noch am Terminal hält, wo man durch die Sicherheitskontrolle geht und am anderen Ausgang wieder in den Bus steigt. Außerhalb des Hafens stehen jede Menge Taxen, sie akzeptieren Euro, Dollar oder osmanische Rial. Wenn man von dort aus auf der Uferpromenade links runtergeht, kommt man nach 10 Minuten zum Souk von Muttrah, ein Muß für jeden Touristen, der zum ersten Mal hierher kommt. Am Eingang des Souk ist auch die Abfahrt des Hop-on Hop-off Busses, Infos dazu gibt’s gleich am Ausgang des Schiffes.

Da wir bei unserem letzten Besuch die Promenade entlang gelaufen waren, hatten wir uns, um Zeit zu sparen, ein Taxi bis zum Stadttor am Eingang zu Alt Muscat genommen (15 Euro für 3 km!!) und dort u.a. den Al Alam Palast des Sultans angeguckt. Mit uns waren gefühlt eine Million indische Touristen unterwegs und außerdem war Freitag (der arabische Sonntag), da war die Stadt voll mit Autos. Zudem war das Ganze noch bei 28 Grad und Sonnenschein ziemlich anstrengend, zurück sind wir nämlich auf der Uferpromenade eine Stunde bis zum Hafeneingang gelaufen.

Nachmittags ging’s dann nochmal raus, durch den Souk durch in die dahinter gelegene Straße, auf der hauptsächlich Damenschneidereien auf beiden Seiten angesiedelt waren, mindestens 15 Stück, aber da Freitag war, hatten sie natürlich alle geschlossen.

Abends lagen auch schon die Abreiseinformationen auf der Kabine, unser Transfer sollte um 5:30 sein, wie befürchtet, aber da muß man eben durch.

25.02.17 Khor Fakkan, VAE (07:00-18:00), 24°, bewölkt, etwas Regen

Khor Fakkan mit 36.000 Einwohnern gehört zum Emirat Sharjah, ist aber als Enklave komplett von Fujeirah umgeben. Es gibt hier wunderbare Sandstrände und Korallenriffe, weswegen sich der Tourismus auch ständig weiterentwickelt.

Von anderen hatten wir vor unserer Reise gehört, daß in Khor Fakkan absolut nichts Sehenswertes sein sollte und ich muß zugeben, als ich morgens auf der vorherigen Tour „Dubai mit Muscat“ vom Balkon nur den „romantischen“ Ausblick auf jede Menge Container genießen konnte, hatte ich das fast geglaubt. Aber kurz hinter dem Hafenausgang fängt auch schon die Stadt an, zuerst kommt ein kleiner Fischereihafen mit Marina und einigen Jachten, einen Fischmarkt und einen Obst- und Gemüsemarkt gibt es auch und alles ist sehr sauber und ansprechend.

Entlang des Ufers führt eine schöne Promenade an einem sehr breiten Strand, an dem man sich aber nicht in westlicher Badekleidung aufhalten darf. Es stehen dort jede Menge Schilder, was alles verboten ist und viele Menschen habe ich auch nicht gesehen. „Normales“ Baden ist nur beim Hotel Oceanic am Ende der Promenade in ca. 4,5 km Entfernung möglich, das ist aber nur den Gästen vorbehalten. Allerdings gibt es ca. alle 300 m öffentliche, saubere Toiletten, ist ja auch nicht zu verachten.

Als wir an diesem Tag morgens von Bord sind, mußten wir erst noch durch die Paßkontrolle (Paß abholen, vorzeigen, abgeben), weil wir wieder in die VAE eingereist sind, dann die grüne Landgangskarte abholen und los ging’s.

Da wir bei unserem letzten Besuch die Uferpromenade entlang gelaufen waren, hatten wir uns nun zur Abwechslung einen Weg in die Innenstadt (eine Richtung ca. 50 Minuten) ausgesucht und waren erstaunt, wie groß Khor Fakkan war. Es gab dort eine 4-spuriger Geschäftsstraße mit einer wunderschönen, weißen Moschee und einem Postamt, das von innen wie ein Palast aussah. Das Wetter war allerdings nicht so berühmt, 25 Grad, sehr bedeckt und es fielen auch einige Regentropfen als wir losgingen, das legte sich aber bald und wie üblich waren wir zwei Stunden unterwegs.

Nachmittags mußten wir die meiste Zeit unterm Dach am Pool liegen, weil es ab und zu regnete, aber bei 24 Grad konnte man das ganz gut aushalten.

Als wir gerade beim Abendessen saßen, kam plötzlich ein Mann zielstrebig auf mich zu und ich dachte noch, „was will der denn?“. Bis ich ihn dann erkannt habe, ein Kollege, den ich über 10 Jahre nicht gesehen hatte. Wir waren zwei Wochen zusammen unterwegs und treffen uns erst am vorletzten Abend, da kann man mal sehen, wie groß so ein Schiff doch ist und wie klein die Welt!

26.02.17 Dubai, VAE (ab 08:00), 23°, bewölkt, ab und zu leichter Regen

Morgens erwartete uns grauer Himmel bei 22 Grad und dann fing es auch noch an zu regnen. Aber wir sind trotzdem vormittags mit dem Taxi zum Deira Old Souk gefahren und von dort aus rüber ans andere Ufer mit dem Boot für 1 $ für 2 Personen. Dort ist der Dubai Old Souk und etwas weiter das Dubai Museum und das Bartakia Quater, eine Art Museumsdorf. Der Regen hatte auch aufgehört und somit war es noch ein ganz netter Ausflug.

Nachmittags mußten wir Koffer packen, denn die Reise war zu Ende und am nächsten Morgen um 5:30 ging unser Transfer zum Flughafen. Vor dem Schlafengehen haben wir das Gepäck, gekennzeichnet mit den entsprechenden Banderolen, noch vor die Tür gestellt, damit es die Besatzung vom Schiff bringt, das machen wir natürlich nicht selber (siehe beigefügte Abreiseinformationen).

27.02. Rückflug von Dubai nach Hamburg (12°) und Heimreise

Um 3:00 war die Nacht zu Ende, denn um 5:00 mußten wir das Schiff verlassen, um unsere Koffer draußen im Terminal zu holen. Der Transfer sollte um 5:30 gehen und es war gut, daß wir auch kurz nach 5:00 dort waren, denn wir haben über 20 Minuten in der überhitzten Halle gestanden, aus der man die Leute nur portionsweise zu den Bussen gelassen hat. Das Ganze war ziemlich chaotisch, denn man mußte sich selbst einen Bus suchen und gucken, wo noch Platz für das Gepäck war, niemand hat auf ein bißchen Ordnung geachtet.

Die Fahrt bis zum Flughafen dauerte knapp 30 Minuten und beim Check-in (es gab 6 Schalter) haben wir sage und schreibe 60 Minuten in der Schlange gestanden, bis wir dran waren. Eigentlich war sie gar nicht so lang, aber zu Anfang war die Gepäckwaage defekt und als sie endlich funktionierte, dauerte es trotzdem Ewigkeiten bei jedem Passagier.

Nachdem das endlich überstanden war, ging’s durch die Sicherheitskontrolle zum Gate und da wir mit dem Bus zu einer Vorfeldposition fahren mußten, war das natürlich ziemlich weit zu laufen. Der Bus fuhr auch pünktlich los, hat aber während der insgesamt 30 Minuten Fahrzeit zum Flugzeug noch geschlagene 15 Minuten im Stau bei einer Baustelle gestanden, während die Klimaanlage alles auf Antarktistemperaturen herunter kühlte.

Als alle im Flugzeug waren, sollten wir eigentlich pünktlich losrollen, aber leider war die Treppe zum Einsteigen defekt und ließ sich nicht wegrollen. Nach der Reparatur ging’s dann endlich mit 50 Minuten Verspätung los.

Der Flug an sich war angenehm und relativ ruhig, wir konnten sogar einige Zeit aufholen und sind nur mit 15 Minuten Verspätung in Hamburg gelandet. Unser erster Koffer kam auch ziemlich zu Anfang, aber leider mußten wir auf den zweiten 45 Minuten warten. Als er endlich als vorletzter kam, hatten wir die Hoffnung schon beinahe aufgegeben.

Dann nichts wie durch den Zoll zur S-Bahn nach Hamburg Hauptbahnhof. Dort sind wir erst mal ziemlich hungrig bei McDonalds eingefallen, dann weiter mit dem nächsten Metronom nach Bremen. Natürlich hatten wir den erwischt, der an jeder Milchkanne hält, aber wenigstens waren wir unterwegs. In Bremen nochmal in die Nordwestbahn, dann ins Taxi und ab nach Hause, Ankunft schließlich und endlich um 18:00, ziemlich groggy, da wir nach unserer Zeit ja um 0:00 aufgestanden waren.

Im Kühlschrank herrschte wie immer nach einer Reise gähnende Leere, also mußte ich noch schnell was einkaufen und somit war der Alltag zurück in unserem Leben, wohlbehalten und in einem Stück zurück aus Indien und dem Orient.

Beurteilung

1. Kabine

Unsere Balkonkabine 7038 war 17 qm groß mit einem 7qm Balkon.

Sie hatte sehr viel Stauraum:
– 4 große + 2 kleine Schubladen am Schreibtisch bzw. unter der Nespressomaschine
– 2 Schränke mit vielen Bügeln und genügend Platz zum Aufhängen + je 4 Fächer
– genügend Platz für Schuhe unten in beiden Schränken
– eine große Schublade unter dem Sofa
– 2 Staufächer über den Betten + 2 Regale
– 2 Schubladen im Nachtschrank und 2 Ablagefächer beim 2. Bett

Die Betten, die auf Wunsch getrennt gestellt werden können, sind hoch genug um die Koffer bequem drunter zu schieben. Die Klimaanlage in der Kabine funktioniert ausgezeichnet, wenn man will, hat man Kühlschranktemperatur. Sie geht aber auch problemlos warm zu stellen und ist nicht laut. Das Sofa in der Balkonkabine ist groß und gemütlich, mein absoluter Lieblingsplatz, wenn ich mal kurz ausruhen wollte.

2. Restaurants

2.1 Restaurant Anckelmannsplatz (Büffet) /Gosch Sylt (Büffet)

Das Büffetrestaurant ist großzügig und übersichtlich gestaltet. Das integrierte Gosch Sylt ist nur auf der Backbordseite Büffet, auf der Steuerbordseite wird bedient. Es sind schon einige Wege zurückzulegen, wenn man im Anckelmannsplatz auf der“ falschen“ Seite sitzt und sich nur mal etwas Fisch von hier dazu holen möchte, da man durch den abgesperrten Bedienbereich des Gosch nicht durch darf.

Wir haben immer einen Platz gefunden, obwohl wir abends meist erst um 19:00, also eine Stunde nach Beginn der Essenszeit, gekommen sind.

Mittags war es, besonders an Seetagen, manchmal relativ voll, da es am Pool direkt nichts mehr zu essen gibt, aber Plätze gab es immer noch, man mußte sich dann eben zu jemandem dazusetzen, da die meisten Tische 4-er Tische sind.

Da es Kaffee nur aus Automaten gibt, entstanden grade zu Stoßzeiten beim Frühstück oft Schlangen und wenn dann noch ab und zu einer defekt war, wurde es besonders ärgerlich (als Frühstücks Teetrinker bin ich da deutlich im Vorteil, am Heißwasserspender ist es meistens nicht so voll). Zusätzlich gibt es neuerdings auch noch einen großen Behälter mit schwarzem Kaffee zum selber Abfüllen und – großes Lob – einen Milchschaumautomaten.

Die Auswahl im Büffetrestaurant war reichhaltig und die Speisen lecker und ansprechend zubereitet. Besonders die WOK-Station bietet vielfältige Möglichkeiten, sich sein eigenes Essen zu kreieren. Auf diese Art und Weise werden übrigens morgens auch die Omeletts zubereitet, man sucht sich seine Zutaten zusammen, übergibt dem Koch den Teller, bekommt einen Pieper mit und wenn der vibriert, kann man es abholen. Effizient und zeitsparend.

Auch an Gesundheitsbewußte ist gedacht, die „Health Station“ mit leichten Gerichten erfüllt bei Bedarf auch Sonderwünsche, das war besonders für uns wichtig, da mein Mann diverse Lebensmittelprobleme hat.

Die Backstube mit ständig frisch gebackenen Brötchen und kleinen Kuchen ist natürlich verlockend wie immer, sie hat sogar ganztägig geöffnet und bei dem Gedanken an die oft noch warmen Laugenstangen läuft mir jetzt noch das Wasser im Mund zusammen.

Zusammenfassend kann man vom Essen sagen: vielfältig, große Auswahl, sehr wohlschmeckend, qualitativ hochwertig und wie mir versichert wurde, absolut ohne Zusatzstoffe. Kurz gesagt, so, wie man es sich wünscht.

2.2 Tag + Nacht Bistro (Büffet)

Für den kleinen Hunger zwischendurch (oder auch nachts um 3:00 J ) ist das 24 Stunden Tag + Nacht Bistro auf Deck 5 da. Hier steht ein kleines Büffet mit Burgerbraterei, Pizza, Salat usw. An Getränken gibt es nur Softdrinks, Orangensaft, stilles Wasser und Kaffee, aber da sich die TUI Bar direkt darunter befindet, geht man einfach die Treppe runter und holt sich ein anderes Getränk zum Essen dazu, falls gewünscht. Die Bratwurst ist übrigens sehr lecker und auch als Currywurst ein Gedicht.

2.3 Gosch Sylt (Bedienung)

Wie bereits erwähnt, wird im Gosch Sylt auf der Steuerbordseite à la card serviert, zum Teil aufpreispflichtig (z.B. Hummer, Austern, usw.) Viele Leute haben die Gelegenheit genutzt hier zu essen und waren sehr angetan, da wir aber Selbstbedienung am Büffet vorziehen, kann ich selbst keine Beurteilung abgeben.

2.4 Hauptrestaurant Atlantik (Bedienung)

Wir haben alle zwei Bereiche (Klassik und Mediterran) besichtigt, es sah alles wunderschön und ansprechend aus, aber gegessen haben wir aus den oben genannten Gründen nicht. Nach Auskunft von begeisterten Mitreisenden waren die Speisen aber sehr lecker und wenn man kann, sollte man einen Besuch dort nicht versäumen.

2.5 Surf & Turf Steakhaus (Bedienung)

Im Surf &Turf müssen alles Speisen und auch Getränke bezahlt werden, man kann drinnen sitzen oder auch auf der Terrasse, wo auch manchmal gegrillt wird. Gleich am Eingang ist ein Schaukasten mit Fleisch, das schon sehr appetitanregend aussieht. Gegessen haben wir hier nicht, da für uns die Auswahl am Büffet vollkommen ausreichend war.

2.6 Richard’s (Bedienung)

Das Richards ist ein Gourmetrestaurant, edel anzusehen und dabei haben wir es auch bewenden lassen. Die Menüfolge an dem Tag kostetet 49,-€, Getränke sind natürlich extra zu bezahlen.

2.7 Hanami (Bedienung)

Wie man am Namen schon erkennt, ist das Hanami ein japanisches Restaurant, gegen Bezahlung. Es wurde von uns nicht genutzt, das ausgestellte Sushi sah aber sehr lecker aus.

3. Bars und Abendunterhaltung

Die Getränke an den Bars waren alle sehr gut und von hochwertiger Qualität.

Da wir jeden Abend in der Himmel und Meer Lounge oder der TUI Bar verbracht haben, kann ich das Unterhaltungsangebot am Abend nicht beurteilen, aber es gab im Theater diverse Shows, inklusive der sehr beliebten Crewshow, alternativ dazu Filme im Konferenzraum, Vorträge, musikalische Darbietungen im Klanghaus, Tanzmusik in der Schaubar usw.

4. Pool/Sonnendeck

Der Bereich um den Pool und das Sonnendeck wurden immer saubergehalten, leere Gläser oft abgeräumt und auch die Liegenaufsicht war unterwegs, um reservierte, aber nicht benutze Liegen mit einem Zettel zu versehen. Tatsächlich wurden diese dann auch nach 30 Minuten abgeräumt, wenn niemand zurückgekommen war, das führte zwar manchmal zu Diskussionen, ist aber in meinen Augen vollkommen richtig. Wir haben auch immer einen Platz gefunden, nachmittags war es manchmal etwas schwierig, aber wenn man richtig geguckt hat, war es dann doch kein Problem.

5. Fitneß/Spa

Das Fitneßcenter bietet hochwertige Ausdauer- und Krafttrainingsgeräte sowie diverse Kurse. Auch ein Spinningraum ist vorhanden, aber wir sind immer nur dran vorbei gegangen, da wir sowieso viel gelaufen sind.

Das Spa habe ich nur im Eingangsbereich gesehen, es soll aber hervorragend sein, haben mir andere Passagiere berichtet.

6. Service

Alle Mitarbeiter waren freundlich und aufmerksam, bei Problemen oder Sonderwünschen wurde sofort auf diese eingegangen.

7. Sauberkeit

Die Kabine wurde morgens und abends gereinigt und wenn man wollte, gab es sogar zweimal täglich frische Handtücher. Das Pooldeck wurde ständig gefegt, die Gläser weggeräumt und gewischt und die öffentlichen Toiletten wurden oft und regelmäßig saubergemacht.

8. Altersdurchschnitt/Publikum

Es waren 2.406 Passagiere an Bord, davon 34 Kinder und Jugendliche. Das Durchschnittsalter betrug laut Auskunft der Rezeption 56,97 Jahre.

Es herrschte ein angenehmes Klima an Bord, alle, mit denen wir Kontakt hatten, waren freundlich und aufgeschlossen, egal welchen Alters.

9. Route

Die Route war sehr gut gewählt, alle Ziele interessant und sehenswert, die Liegezeiten waren gut und ausreichend.

10. Wetter/Seegang

Seegang hatten wir überhaupt keinen, das höchste waren einmal 1m Wellen, sonst immer nur 0,5m, also so gut wie nichts. Das Wetter war durchwachsen, in Dubai, Khasab und Khor Fakkan hat es sogar teilweise geregnet mit Temperaturen um die 24°, dafür war es in Indien umso wärmer, strahlender Sonnenschein und 30 bis 35° Hitze.

11. Sonstiges

Die Geschäfte auf Mein Schiff 3 sind sehr zahlreich, mit vielfältigem Angebot, wie auf großen Schiffen üblich.

Wasserspender gibt’s selbstverständlich auch, zwei in jedem Treppenhaus. 0,5 l Petflaschen passen problemlos drunter, ohne daß die Auslaßdüse berührt wird.

Und natürlich das Wichtigste zum Schluß: Kapitän war Thomas Roth und Kreuzfahrtdirektor Anton Halbmayr

Fazit

Mein Fazit zu der Reise: es war toll und sehr interessant, besonders Indien ist was ganz Spezielles, das man mal gesehen haben sollte, aber einmal langt völlig.

Die Crew hat sich wie immer alle Mühe gegeben, damit es wieder eine Reise zum Wohlfühlen wird und besonders die Büromannschaft verdient vollste Bewunderung, wie sie den immensen Papierkrieg für Indien bewältig hat. Die nächsten 4 Reisen mit der Mein Schiff Flotte sind bis einschließlich Dezember 2018 schon gebucht, wie soll’s auch anders sein!

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