Mein Schiff 4 Reisebericht Mallorca trifft Hamburg

Kreuzfahrt Reisebericht Mein Schiff 4 – 12 Tage Mallorca trifft Hamburg vom 03. Mai bis 15. Mai 2016 (mit 2 Tagen Nachprogramm Hamburg bis 17.05.2016)

Route: Palma de Mallorca – Seetag – Cadiz – Lissabon – Seetag – Bilbao – Le Verdon (Bordeaux) –Seetag – Le Havre (Paris) – Zeebrügge – Amsterdam – Seetag – Hamburg



Vor kurzem erfreuten uns Barb und Ben bereits mit ihrem Mein Schiff 4 Reisebericht der Kreuzfahrt Mittelmeer mit Ibiza im April 2016. Wie angekündigt folgt nun der zweite Teil von diesem Kreuzfahrt Reisebericht, denn die beiden blieben noch ein bisschen an Bord und sind erst bei der Ankunft der Mein Schiff 4 in Hamburg abgestiegen und gönnten sich dort noch ein zweitägiges Nachprogramm. Viel Spaß beim Lesen, ab hier übernimmt Barb das Kommando.

Mein Schiff 4 Reisebericht - Mallorca trifft Hamburg

Mein Schiff 4 Reisebericht – Mallorca trifft Hamburg



Nachdem wir im Januar 3 Wochen mit Mein Schiff 1 in Asien waren, hatten wir uns für den Frühsommer 2016 ein Reise ohne so lange Flüge ausgesucht, Mein Schiff 4 „Mittelmeer mit Ibiza“ und daran anschließend „Mallorca trifft Hamburg“, alles zusammen 23 Tage, so wie wir es gerne haben. Wieder in „unserer“ Balkonkabine 7038 zum Wohlfühltarif mit Anreise über TUI Cruises.

03.05.16 Mallorca, Spanien (4:00-21:00), 24°

Da wir bereits seit der vorherigen Reise an Bord waren und auch die Kabine durch gebucht war, konnten wir es an diesem Tag entspannt angehen lassen, zwar kam das Schiff schon um 4:00 in Palma an, aber morgens war keinerlei Unruhe durch den Passagierwechsel an Bord, das hatten wir auch schon ganz anders erlebt.

Palma de Mallorca, mit gut 400.000 Einwohnern, ist die Hauptstadt Mallorcas, der größten Insel der Balearen. Natürlich spielt der Tourismus eine ganz große Rolle, es gibt wohl kaum einen Deutschen, der noch nicht auf „Malle“ war. Allein schon im Jahr 2007 wurden auf dem Flughafen 23,2 Millionen Passagiere gezählt.

Palma de Mallorca - Kathedrale La Seu

Palma de Mallorca – Kathedrale La Seu

Der Kreuzfahrthafen ist in den letzten Jahren auch immer mehr erweitert worden, als wir einliefen, lagen mit uns sieben Schiffe im Hafen, unsere Mein Schiff 4, die Aida Cara, eine MSC, zwei von Costa, die Norwegian Jade und eins von Thompson Cruises.

Um in die Innenstadt zu gelangen, gab es den üblichen Shuttle Bus für 9€ das Tagesticket, direkt am Hafenausgang (830 m zu laufen) fährt der Linienbus, Kostenpunkt 3€ und Taxen stehen jede Menge vorm Schiff.

Wir sind mit dem Taxi zur Kathedrale von Palma gefahren, auf dem Hinweg kostete das 14,55€, auf dem Rückweg allerdings nur 8,50€, bedingt durch den Hafenzuschlag auf dem Hinweg, wie ich später erfahren habe.

Die alten Gassen der Innenstadt sind wirklich sehenswert, natürlich auch die Kathedrale, aber da kam man vor lauter Menschen kaum durch, sämtliche Schiffstouristen schienen dorthin unterwegs zu sein.

Da das Wetter den ganzen Tag wunderbar sonnig war, sind wir nachmittags nochmal etwas zu Fuß aus dem Hafen raus an der Küste entlang, wirklich sehenswert und das Wasser dort hat fantastische Farben.

Abends mußten wir mal wieder an der Rettungsübung teilnehmen, Teilnahme ist bei jeder neuen Reise Pflicht, egal wie lange man schon an Bord ist.


04.05.16 Seetag, 18°

Das Wetter war morgens noch wunderbar sonnig, es sollten sogar 20 Grad werden, aber gegen Nachmittag sind Wolken aufgezogen und so richtig warm wurde es dann doch nicht. Der Wind war jedoch nicht besonders stark und die Wellen konnte man mit maximal 1,5 m kaum spüren.

Da es an Deck mal wieder trotz anfänglicher Sonne nicht so verlockend war, gab’s nach dem Frühstück einen Rundgang im Schiff, u.a. zur Cafe Lounge, der Waterkant Bar und dem Casino, wo heute auch einen Black-Jack Spieleinführung auf dem Programm stand.

Da das Casino auch gleichzeitig die Raucherlounge ist, sind wir dort nicht lange geblieben, sondern haben uns lieber zum Relaxen in die Himmel und Meer zurückgezogen, genauso wie nachmittags, unser absoluter Lieblingsplatz, wie man unschwer erkennen kann.

Himmel & Meer Lounge Mein Schiff 4

Himmel & Meer Lounge Mein Schiff 4

Für Getränkeliebhaber gab’s vormittags alkoholfreie Erbeerbowle an Deck und nachmittags Orangen Bowle mit Aperol, dazu noch Live Musik und um 18:00 wurde der Innenpool in eine Chill-Out Lounge verwandelt. Snacks, Drinks und Live Musik zur Einstimmung auf den Abend an Bord, eine gute Idee fand ich, das hatten wir auf unseren bisherigen Mein Schiff Reisen noch nicht auf dem Programm.

Natürlich wurde um 21:30 im Theater auch wieder eine Show gezeigt, am heutigen Abend, die Schlagershow „Ein bißchen Spaß muß sein“


05.05.16 Cadiz, Spanien (7:00-17:00), 20°

mit Ausflug „CAD21V Arcos de la Frontera und Sherry in Jerez“, 45€ p. P.

Cadiz mit ca. 122.000 Einwohnern gehört zu den ältesten Städten Westeuropas, archäologisch nachgewiesen wurde eine erste Besiedlung bereits Mitte des 8. Jahrhunderts v. Chr. und die Altstadt mit den verwinkelten Gassen ist beliebtes Ausflugsziel besonders auch für einheimische Touristen, die in den Sommermonaten zu Tausenden hierher kommen.

Das Schiff lag ganz in der Nähe der Innenstadt und die Hop on Hop off Haltestelle ist auch direkt beim Anleger, also steht privaten Erkundungen in der Stadt nichts im Wege.

Reisebericht Mein Schiff 4: Arcos / Cadiz

Reisebericht Mein Schiff 4: Arcos / Cadiz

Da wir schon mehrfach in Cadiz waren, hatten wir uns für den Ausflug nach Arcos und Jerez entschieden. Arcos ist der Hauptort der sogenannten weißen Dörfer in Andalusien und in Jerez sollte die Bodega Gonzalez Byass besichtigt werden, wo der berühmte Sherry Tio Pepe hergestellt wird, das klang ganz verlockend.

Treffen war 8.15, Abfahrt dann 8.30, Ankunft in Arcos de la Frontera 9.20.

Arcos, mit ca. 32.000 Einwohnern, liegt 68 km von Cadiz entfernt und ist der Hauptort der weißen Dörfer. Die Altstadt liegt auf einem steilen Felsen oberhalb des Flusses Guadalete und zunächst sind wir mit der Reiseleitung zum Mittelpunkt des Ortes, der Plaza del Cabildo, ziemlich steil die Straße hochgelaufen. Hier steht auch das Rathaus, der Parador und die Kirche Santa Maria de la Asuncion und vom Aussichtspunkt am Rande des Platzes hat man einen wunderbaren Blick auf den Felsabhang runter zum Fluß.

Die 45 Minuten Freizeit bis 10:30 haben wir genutzt, um die engen Gassen genauer zu erkunden, natürlich ging es auch teilweise ziemlich steil runter und wieder rauf, etwas Kondition ist also gefragt.

Nach der Besichtigung von Arcos ging’s mit dem Bus weiter nach Jerez de la Frontera, wo wir um 10:20 angekommen sind, um die Bodega Gonzalez Biass zu besichtigen. Die Sherryverkostung zum Schluß haben wir ausfallen lassen (vormittags schmeckt mir sowas noch nicht) und stattdessen noch etwas die Außenlagen der Bodega angeschaut, wirklich schön und sehr gepflegt.

Um 13:00 fuhr der Bus zurück zum Schiff, Ankunft um 13:30. Es war noch genug Zeit zum Mittagessen, das heute bis 16:30 ging, wir konnten also in Ruhe unsere Mahlzeit genießen.

Das Wetter war leider durchwachsen, erst gab es viele Wolken, später dann etwas Sonne bei max. 20 Grad und als wir zurück in Cadiz waren, hat es geregnet, mit dem Pooldeck war es also mal wieder nichts.

Zum Auslaufen um 18:00 gab es ab 17:30 frische Erdbeeren zu exklusivem Champagner (oder Sekt vom AI), aber bei dem Wetter machte das nicht wirklich Spaß, also haben wir das gelassen.

Im Theater um 21:30 wurde die Show „Comedian Harmonists – Veronika, der Lenz ist da“ gezeigt, das hätte mich zwar interessiert, aber mein Mann konnte dem nichts abgewinnen, also ging’s wieder in die Himmel und Meer Lounge, wohin auch sonst.


06.05.16 Lissabon, Portugal (9:00-19:00), 17°

Lissabon mit ca. 550.000 Einwohnern liegt nicht direkt am Atlantik, sondern auf sieben Hügeln am Ende einer Bucht bei der Mündung des Tejo. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet ist 226m und man hat einen 45 Meter hohen Fahrstuhl gebaut, um das Stadtzentrum mit einem höher gelegenen Stadtteil zu verbinden. Außerdem gibt es noch drei straßenbahnähnliche Standseilbahnen, um der Bevölkerung (und den Touristen) das Leben etwas einfacher zu machen.

Die Nacht war etwas wackelig gewesen und als wir morgens in die Mündung des Tejo eingebogen sind, hat es für kurze Zeit ordentlich geschaukelt, sodaß in unserer Kabine ein bißchen was umgekippt ist.

Mein Schiff 4 & AIDAsol in Lissabon

Mein Schiff 4 & AIDAsol in Lissabon

Um 9.00 haben wir festgemacht, Mein Schiff 4 lag zusammen mit der Aida Sol am Terminal mitten in der Stadt, ungefähr 15 Minuten Fußweg vom Zentrum entfernt. Unmittelbar vor dem Schiff hält der Hop on Hop off Bus, man kann sich aber auch ein Tuk Tuk nehmen, so wie in Asien, wenn man es bequem haben möchte.

Wir sind zu Fuß ca. 2 Stunden durch die Stadt gelaufen, bis hoch zur Oberstadt. Dorthin kann man zwar auch mit dem weltbekannten Fahrstuhl fahren, aber da dort die Warteschlange dreimal um den Block stand, haben wir es vorgezogen, zu laufen. Unterwegs gab’s auch noch jede Menge zu sehen und wir sind direkt zum Fahrstuhl gekommen und konnten von dort auf die Stadt gucken.

Das Wetter war mal wieder nicht so toll, 18 Grad und bewölkt und als wir nach dem Essen in der TUI Bar saßen, hat es sogar kurz mal geregnet.

Aber da es bald wieder aufgehörte, sind wir nochmal raus, rechts den Berg hoch bis zur Catedral Sé Patriarcal, der Kathedrale des Patriarchats von Lissabon. Die steilen, engen Straßen hoch zu gehen war ziemlich anstrengend, aber es hat sich gelohnt, insgesamt waren wir nochmal 1,5 Stunden unterwegs.

Beim Ablegen in Lissabon hat sich eine Leine verhakt und wir standen lange Zeit im Tejo und warteten drauf, daß die Leine gelöst werden konnte. Zunächst hatte man es mit einem Schlepper versucht, aber da sie sich auch noch im Propeller verheddert hatte, mußten Taucher kommen, um sie zu kappen.

Um 23.45 sind wir mit 3.45 Stunden Verspätung endlich abgefahren, ich war noch etwas nervös wegen der ganzen Aufregung und hatte Schwierigkeiten einzuschlafen, aber irgendwie ging’s dann doch.


07.05.16 Seetag, 12°

Dieser Seetag war so richtig zum Abgewöhnen, 12 Grad, Regen, Windstärke 6 und 4 bis 5 Meter Wellen.

So einen Tag kann man am besten entweder im Bett, im Fitneß Studio oder im Spa verbringen, shoppen oder essen und trinken ist natürlich auch eine Möglichkeit und das Hallenbad ist ja auch noch da, dort ist es warm und trocken und man kann gemütlich sitzen.

An Programm wurde natürlich jede Menge geboten, u.a. sollte auch Eisskulpturen- Schnitzen auf dem Pooldeck stattfinden, das wurde allerdings wegen Regen abgesagt, obwohl die Skulpturen bei der Kälte wahrscheinlich sehr lange gehalten hätten.

Wir haben den Tag größtenteils mit lesen und schlafen rumgekriegt, zu mehr Aktivitäten hat es nicht gereicht, schlechtes Wetter macht so träge.

Abends wurde im Theater die Rockshow „Rock the Boat“ gezeigt, war irgendwie passend, denn das Schiff tanzte bei dem Seegang ganz gut.


08.05.16 Bilbao, Spanien (8:00-18:00), 21°

mit Halbtagsausflug „BIO03V Bilbaos Altstadt und Hängebrücke Punte de Vizcaya“, 45€ p.P.

Bilbao, mit ca. 350.000 Einwohnern, ist die Hauptstadt der Provinz Bizkaya (span. Vizcaya) in der autonomen Gemeinschaft Baskenland. Die Stadt wurde bereits 1300 gegründet und nach dem industriellen Niedergang mit Beginn des Jahres 1970 hat man 1990 damit begonnen, alles zu begrünen und ein neues Innenstadtkonzept zu entwickeln und nun zählt sie zu den saubersten und reichsten Städten Spaniens.

Mein Schiff 4 im Hafen von Bilbao

Mein Schiff 4 im Hafen von Bilbao

Mein Schiff 4 lief an diesem Tag Bilbao zum ersten Mal an, TUI Cruises hatte wieder einen Shuttle Bus für 9€ für das Tagesticket eingesetzt, er fuhr ca. 15 km (30-40 Minuten) bis in das Zentrum der historischen Altstadt. Taxen standen auch vor dem Terminal, sie boten Rundfahrten zwischen 20 € und 35€ für 20-60 Minuten an.

Bis zur berühmten Vizcaya (Bizkaya) Hängebrücke sind es vom Hafen aus 2,9 km, das kann also auch ganz gut zu Fuß bewältigt werden, zumal es eine wunderbare Promenade bis dorthin gibt.

Wir hatten allerdings den Ausflug „Bilbaos Altstadt und die Hängebrücke Puente de Vizcaya“ gebucht, der uns zunächst nach dem Start um 8:30 auf einen Aussichtspunkt oberhalb der Stadt geführt hat, wo wir wegen des starken Windes fast weggeblasen worden sind. Aber man konnte von hier aus wunderbar auf die Stadt sehen, besonders das Guggenheim Museum von oben sah toll aus.

Anschließend ging’s dann in die Altstadt zu einem geführten Rundgang und zum Schluß zur 43m hohen Hängebrücke, wo man entweder mit dem Fahrstuhl hochfahren und rüber gehen konnte, oder man hatte die Möglichkeit, mit einer Gondola (so eine Art Fähre an Seilen) auf die andere Seite gebracht zu werden. Anschließend daran war noch 30 Minuten Freizeit, bevor es um 12:40 wieder zurück zum Schiff ging, Ankunft dort um 13:00.

Nachmittags sind wir nochmal privat an Land, morgens war es die ganze Zeit trocken und nicht kalt gewesen (21 Grad) und als wir losgingen, schien sogar die Sonne. Aber auf dem Rückweg fing es an zu regnen wie verrückt und zusammen mit dem sehr stürmischen Wind hat uns das total durchgeweicht, sodaß wir unsere Klamotten auf der Kabine mit voll auf „Warm“ gedrehter Klimaanlage trocknen mußten.

Im Klanghaus gab es am Abend Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ vom Humboldt Klaviertrio und der Konzertvirtuosin Kornelia Page, für mich fühlte sich es aber langsam so an, als ob wir während der Kreuzfahrt nur eine Jahreszeit hatten, nämlich Dauernovember.


09.05.16 Le Verdon-sur-Mer (Bordeaux), Frankreich (8:00-18:00), 18°

Le Verdon-sur-Mer ist eine Gemeinde mit ca. 1.400 Einwohnern in der Region Aquitanien. Sie liegt ca. 100 km von Bordeaux entfernt und wird auch als Hafen von Bordeaux bezeichnet. Bis 1874 gehörte Le Verdon zum wenige Kilometer entfernten Soulac-sur-Mer, wohin diesmal auch der TUI Shuttlebus fuhr (wie üblich 9€ p. P.), da es hier wohl die interessanteren Dinge zu sehen gab als in Le Verdon.

Wir hatten lange überlegt, ob wir einen Ausflug nach Bordeaux buchen sollten, aber die lange Fahrzeit von ca. 2 Stunden dorthin hat uns abgeschreckt und im nachhinein war das richtig, denn mitreisende Passagiere haben uns erzählt, daß es in Bordeaux den ganzen Tag nur geregnet hat.

Strand in Le Verdon-sur-Mer

Strand in Le Verdon-sur-Mer

In Le Verdon war es allerdings auch nicht viel besser, als wir morgens in den Ort gelaufen sind. 16° und leichter Nieselregen, aber es war noch zum Aushalten. Viel gab es allerdings nicht zu sehen außer einem menschenleeren Strand, einer Fahrradvermietung, einem Supermarkt und einer Kirche und einigen ganz interessanten Häusern, das war’s dann schon. Und auf dem Rückweg hat es dann richtig geschüttet und es war sehr windig, der Tag war mal wieder zum Abgewöhnen.

Freunde haben uns erzählt, daß es in Soulac-sur-Mer ein paar nette Geschäfte und eine schöne Strandpromenade gibt, der Shuttlebus fährt dorthin ca. 25 Minuten bis zur Haltestelle Aliénor d’Aquitane. Es wäre wahrscheinlich besser gewesen, dorthin zu fahren anstatt nach Le Verdon zu laufen, zumal dort auch einige Zeit die Sonne rausgekommen sein soll, aber hinterher ist man immer schlauer.

Im Theater wurde am Abend die Show „Das Lied der Gezeiten“ gezeigt, im Bordprogram wie folgt beschrieben: „Eine sinnliche Phantasie über ein Ur-Thema der Menschheit: die Lust am Reisen, am Entdecken, die Sehnsucht nach neuen Welten“. Ich hab mal ganz kurz reingehört, aber irgendwie gefesselt hat mich diese Show nicht, ist wohl Geschmackssache.


10.05.16 Seetag, 13°

Die Nacht war absolut ruhig mit maximal 2 m Wellen. Morgens war das Wetter erst ziemlich gruselig, grau und kalt (12°) und später wurde es dann sogar total neblig, sodaß oft das Nebelhorn zu hören war, aber es hat nicht geregnet und das Meer war wie der vielbekannte Ententeich.

Wir haben uns nach dem Frühstück ein gemütliches, warmes Plätzchen im Hallenbad gesucht, gelesen und gewartet, daß es Mittagessen gibt.

Meerblick vom Balkon Mein Schiff 4

Meerblick vom Balkon Mein Schiff 4

Und, oh Wunder, um 12:00 kam die Sonne raus und sofort lagen die Leute in Wolldecken gewickelt am Pool (der übrigens auf 25 Grad aufgeheizt ist). Jeder Sonnenstrahl wurde eingefangen!

Nachmittags war „Erdbeer Teatime“ mit Erdbeerkuchen in allen Variationen im Büffetrestaurant und viele haben sich drauf gestürzt, als ob es noch nie was zu essen gegeben hatte. Ich konnte aber vor der offiziellen Eröffnung schnell noch ein paar Fotos machen, bevor es nicht mehr so schön aussah.

Den Rest des Nachmittags haben wir wieder im Hallenbad vergammelt, praktischerweise geht die Unverzichtbar vom Pool ja auch bis nach innen und man muß auch dort nicht verdursten.


11.05.16 Le Havre (Paris), Frankreich (7:00-19:00), 20°

mit Halbtagsausflug „LEH01V Mittelalterliches Rouen“, 59€ p. P.

Le Havre, unmittelbar an der Mündung der Seine, ist nach Marseille der zweitgrößte Hafen Frankreichs und hat ca. 174.000 Einwohner. Da die Stadt im 2. Weltkrieg sehr stark zerstört wurde, hat man sie von 1945-1954 im Stadtkern fast vollständig nach Plänen des Architekten Auguste Perret wieder aufgebaut und wegen der außergewöhnlichen Architektur wurde sie 2005 als bisher einzige Stadt des 20. Jahrhunderts in das UNESCO Welterbe aufgenommen.

Auf dem Weg nach Le Havre war nachts war totaler Nebel gewesen, alle paar Minuten hat der Kapitän mit dem Nebelhorn getutet und morgens bei der Ankunft war es auch noch so neblig, daß man die anderen Schiffe gar nicht erkennen konnte. Erst später, als wir vom Ausflug nach Rouen zurückkamen, haben wir gesehen, daß es die Serenade of the Seas und die Aida Sol waren, die da gegenüber von uns im Hafen lagen.

Auch hier gab es wieder den üblichen Shuttlebus, er hielt in der Innenstadt von Le Havre am Place de Perret, zum gleichen Preis wie immer, 9€ p. P. für Erwachsene und 6€ für Kinder.

Da wir Le Havre bereits kannten und den Ausflug nach Paris auch, schien uns die Halbtagstour „Mittelalterliches Rouen“ sehr interessant, wir lieben altes Gemäuer.

Treffen für den Ausflug war 7:45, Abfahrt des Busses um 8:00, Ankunft in Rouen 9:20, etwas früher als geplant, da sonntags nicht soviel los war auf den Straßen.

Rouen, mit ca. 111.000 Einwohnern, liegt ca. 68 km von Le Havre entfernt und bereits in der Jungsteinzeit lassen sich erste Spuren menschlicher Besiedlung an diesem Ort nachweisen. 1801 erhielt die Stadt unter Napoleon das Recht der kommunalen Selbstverwaltung.

Einer der imposantesten Bauten ist die Kathedrale von Rouen, die natürlich zuerst besichtigt wurde. Draußen vor dem Portal wurden wir zudem noch Zeuge eines besonderen Schauspiels, es wurden zwei neue Glocken zum Turm hochgezogen, das passiert nicht so oft.

Anschließend ging’s weiter durch den mittelalterlichen Stadtkern, er hat über 700 Fachwerkhäuser, die größtenteils wunderbar erhalten sind. Beeindruckend ist auch die außergewöhnliche Architektur einer super modernen Kirche, die Jeanne D’Arc gewidmet ist.

Im Anschluß an den geführten Rundgang durch die Stadt hatten 30 Minuten Freizeit, bevor es dann um 11:30 zurück zum Schiff ging, Ankunft dort um 13:00.

Der Ausflug war wirklich schön, es hat nicht geregnet oder gestürmt und ganz zum Schluß kam mal für 5 Minuten die Sonne raus, ungefähr so bei 18 Grad.

Und ich hab 1€ auf dem Gehweg gefunden, das hab ich mal als gutes Zeichen für den weiteren Verlauf der Reise gewertet.

Im Theater wurde am Abend die „Mein Schiff Crew Show“ gezeigt, immer sehr beliebt und man tut gut daran, rechtzeitig hinzugehen, um sich einen Platz zu sichern.


12.05.16 Zeebrügge, Belgien (8:00-18:00), 20°

mit Halbtagsausflug „ZEE05V Brügge auf eigene Faust“, 39€ p. P.

Zeebrügge, mit ca. 3.900 Einwohnern, gehört zum Stadtteil Lisswege der Stadt Brügge. Der Hafen von Zeebrügge-Brügge ist der drittgrößte Hafen Belgiens nach Antwerpen und Gent und auf Grund seiner geographischen Lage ein Verkehrsknotenpunkt für die ganze Region.

Auch an diesem Tag lag unser Schiff wieder mit der Serenade of the Seas an der Pier, etwas weiter weg die Aida Sol.

In Zeebrügge muß man den kostenfreien Hafenshuttle benutzen, der bis zum Hafenausgang fährt, da man zu Fuß im Hafen nicht unterwegs sein darf. Dort kann man mit der Straßenbahn weiter nach Blankenberge zum Bahnhof fahren und von dort aus nach Brügge. Alternativ dazu hat TUI Cruises einen kostenpflichtigen Shuttle Bus für die üblichen 9 € für das Tagesticket eingesetzt, der auch bis zum Bahnhof nach Blankenberge fährt.

Wir hatten uns für die bequeme Version entschieden und den Ausflug „Brügge auf eigene Faust“ gebucht. Dabei wird man in 30 Minuten Fahrzeit zum Parkplatz an der Innenstadt von Brügge gefahren, anschließend geht es noch ca. 15 Minuten zu Fuß zusammen mit dem Reiseleiter zum Treffpunkt. Nach ca. 2 3/4 Stunden Zeit zur freien Verfügung ist wieder Treffen und es geht zurück zum Bus und zum Schiff. Da man eine gute Stadtkarte und eine Telefonnummer für Notfälle bekommt, ist das alles völlig problemlos.

Brügge ist wunderschön, bei strahlendem Sonnenschein mit maximal 20° haben wir unseren Rundgang sehr genossen und da wir nachmittags auch noch in der Sonne an Deck liegen konnten, war das ein perfekter Tag.

Zum Abendessen gab es im Atlantik Hauptrestaurant und im Buffetrestaurant Anckelmannplatz das bei vielen beliebte Käsebüffet, mir gefällt das allerdings gar nicht, jeder säbelt irgendwie an den Stücken rum, man steht ewig Schlange und zum Schluß sieht alles aus wie nach einer verlorenen Schlacht. Naja, Geschmacksache eben.


13.05.16 Amsterdam, Niederlande (7:00-24:00), 20°

Die Hafenstadt Amsterdam ist die Hauptstadt der Niederlande mit ca. 810.000 Einwohnern, wobei sich allerdings der Regierungssitz des Landes sowie die Königsresidenz im 60 Kilometer entfernten Den Haag befinden. Die Stadt ist Zentrum des Drogentourismus in Europa. Im Jahr 2005 gab es rund 750 sogenannte Coffeeshops in den gesamten Niederlanden, in denen Cannabis konsumiert werden darf. 2009 befanden sich allein in Amsterdam 228 dieser Coffeeshops.

Am Vorabend hatte es noch ziemlich geregnet, aber morgens erwartete uns strahlend blauer Himmel und bei bis zu 20 Grad war das Wetter ideal um die tolle Stadt zu besichtigen.

Mein Schiff 5 in Amsterdam

Mein Schiff 5 in Amsterdam

Mein Schiff lag nur knapp 1000 m vom Amsterdamer Hauptbahnhof und der Innenstadt entfernt, laufen ist also kein Problem. Wirklich gefährlich sind hier allerdings die vielen Fahrrad Fahrer, die meist in einem Mordstempo die rot asphaltierten Fahrradwege langsausen, da muß man höllisch aufpassen.

Es fahren aber auch Hop on Hop off Busse und Boote, Kostenpunkt 28€ für das 24 Stunden Ticket.

Wir waren vormittags 2,5 Stunden und nachmittags nochmal 2 Stunden zu Fuß unterwegs. Wenn man aus dem Kreuzfahrtterminal rauskommt, geht man einfach nach rechts, dann vor dem Bahnhof links durch die Unterführung und schräg gegenüber fängt auch schon die Innenstadt an. Grachtenfahrten werden natürlich auch angeboten, man kann also jede Menge auf eigene Faust unternehmen, ohne einen Ausflug buchen zu müssen.

Das Wetter war den ganzen Tag wunderbar sonnig gewesen, aber je später es wurde, desto stürmischer wurde es, sodaß wir uns auf dem Rückweg zum Schiff regelrecht gegen den Wind lehnen mußten, der auch noch immer kälter wurde und mir schwante schon Übles für den letzten Seetag, bevor wir am übernächsten Tag Hamburg erreichen sollten.


14.05.16 Seetag, 9°

Wie ich befürchtet hatte schaukelte es ganz ordentlich und bei Windstärke 7-8 lagen schon einige Passagiere seekrank darnieder. Die kuscheligen Temperaturen von 9 Grad machten das Ganze auch irgendwie nicht besser, aber da wir sowieso nachmittags Koffer packen mußten, war das egal.

Allerdings muß ich gestehen, daß Kofferpacken bei starkem Seegang eine echte Herausforderung ist und mir wurde doch etwas blümerant, obwohl ich normalerweise wirklich seefest bin. Aber ich habe mich trotz allem noch ganz gut gehalten und war abends wieder fit.

Vor dem Schlafengehen kamen die Koffer natürlich noch vor die Tür, versehen mit der entsprechenden Banderole für unser Deck, damit wir sie dann am nächsten Morgen im Hafenterminal abholen konnten. Die entsprechenden Abreiseinformationen waren schon am Tag vorher auf die Kabine geliefert worden, zusammen mit einem „Mein Schiff“ Marzipanherz, das war eine sehr nette Geste, fand ich.


15.05.16 Hamburg, ab 5:30, 12°

Rechtzeitig zu unserer Ankunft in Hamburg hatte es in Deutschland einen Wettersturz von vorher 26° auf 12° gegeben, war ja klar. Aber so haben wir wenigstens keinen Klimaschock gekriegt, man muß das positiv sehen.

Um 9:00 mußten wir die Kabine verlassen und das Schiff dann um 11:00, da wir privat abreisten. Nachdem wir die Koffer aus der Halle vor dem Schiff geholt hatten, ging’s mit dem Taxi zum Intercity Hotel am Hauptbahnhof, wo wir noch zwei Nächte über Pfingsten verbringen wollten, direkt an einem Feiertag nach Hause zu kommen, wenn der Kühlschrank gähnend leer ist, macht nicht soviel Spaß.

TUI Cruises Mein Schiff in Hamburg

TUI Cruises Mein Schiff in Hamburg

Da unser Zimmer erst um 14:00 bezugsfertig sein sollte, gab’s erst mal Mittagessen bei McDonalds im Hauptbahnhof, die Koffer durften wir solange bei der Rezeption unterstellen.

Der ganz große Vorteil bei den Intercity Hotels ist, man bekommt immer eine sogenannte „Mobility Card“, mit der man kostenfrei im gesamten Gebiet des öffentlichen Nahverkehrs fahren kann. Das haben wir natürlich ausgenutzt und nachmittags noch zwei Runden mit der U3 gedreht, das Wetter war zu grauslich um zu laufen (Wind und Regen) und da die U3 eine große Strecke oberirdisch fährt, u.a. auch an den Landungsbrücken entlang, konnte man ganz gut was sehen.

16.05. Hamburg, Intercity Hotel Hauptbahnhof, 12°

Es war zwar wieder eiskalt mit ziemlichem Wind, aber wenigstens hat es nicht geregnet und ab und zu kam auch mal die Sonne raus.

Vormittags waren wir an den Landungsbrücken und nachmittags dann am Fischmarkt. Anschließend sind wir noch über die Reeperbahn gelaufen, aber da ist ja im Gegensatz zu früher nichts mehr los, nur noch Andenkenläden und ab und zu mal ein Sexkino. Da war es im Rotlichtviertel in Amsterdam interessanter!

Abends hieß es dann endgültig Koffer packen für die Fahrt nach Hause am nächsten Tag.

17.05. Rückreise HH – HB, 13°

Unser Zug fuhr pünktlich, aber die reservierten Plätze waren nicht so, wie sie sein sollten, da die Bahn offensichtlich einen anderen Wagentyp eingesetzt hatte.

Zudem war es eiskalt, da die Klimaanlage anscheinend Amok lief, zwar haben die Zugbegleiter sie ab und zu abgestellt, da sie nicht zu regulieren war, aber wir waren froh, daß die Fahrt nur eine Stunde dauerte, bis wir in Bremen ankamen (thank you for traveling with Deutsche Bahn!).

Dann noch schnell ab ins Taxi und 35 Minuten später war die Reise endgültig zu Ende. Ich habe erst mal die Heizung angemacht, wie Mai hat sich das ganz und gar nicht angefühlt, aber wir waren ja Kummer gewohnt.


Beurteilung/meine Eindrücke:

1. Kabine

Unsere Balkonkabine 7038 war 17 qm groß mit einem 7qm Balkon.

Sie hatte sehr viel Stauraum:
– 4 große + 2 kleine Schubladen am Schreibtisch bzw. unter der Nespressomaschine
– 2 Schränke mit vielen Bügeln und genügend Platz zum Aufhängen + je 4 Fächer
– genügend Platz für Schuhe unten in beiden Schränken
– eine große Schublade unter dem Sofa
– 2 Staufächer über den Betten + 2 Regale
– 2 Schubladen im Nachtschrank und 2 Ablagefächer beim 2. Bett

Die Betten, die auf Wunsch getrennt gestellt werden können, sind hoch genug um die Koffer bequem drunter zu schieben. Die Klimaanlage in der Kabine funktioniert ausgezeichnet, wenn man will, hat man Kühlschranktemperatur. Sie geht aber auch problemlos warm zu stellen und ist nicht laut. Das Sofa in der Balkonkabine ist groß und gemütlich, mein absoluter Lieblingsplatz, wenn ich mal kurz ausruhen wollte.

2. Restaurants

2.1 Restaurant Anckelmannsplatz (Büffet) /Gosch Sylt (Büffet)

Das Büffetrestaurant ist großzügig und übersichtlich gestaltet. Das integrierte Gosch Sylt ist nur auf der Backbordseite Büffet, auf der Steuerbordseite wird bedient. Es sind schon einige Wege zurückzulegen, wenn man im Anckelmannsplatz auf der“ falschen“ Seite sitzt und sich nur mal etwas Fisch von hier dazu holen möchte, da man durch den abgesperrten Bedienbereich des Gosch nicht so ohne weiteres durch kann (es sei denn, man fragt ganz nett, aber das ist auf die Dauer auch irgendwie nervig).

Wir haben immer einen Platz gefunden, obwohl wir abends meist erst um 19:00, also eine Stunde nach Beginn der Essenszeit, gekommen sind.

Mittags war es, besonders an Seetagen, manchmal relativ voll, da es am Pool direkt nichts mehr zu essen gibt, aber Plätze gab es immer noch, man mußte sich dann eben zu jemandem dazusetzen, da die meisten Tische 4-er Tische sind.

Da es Kaffee nur aus Automaten gibt, entstanden grade zu Stoßzeiten beim Frühstück oft lange Schlangen und wenn dann noch ab und zu ein Automat defekt war, wurde es besonders ärgerlich (als Frühstücks Teetrinker bin ich da deutlich im Vorteil, da es zusätzliche Heißwasserautomaten für Tee gibt). Allerdings hat man jetzt noch zwei zusätzliche Automaten aufgestellt, die nur frisch gemahlenen schwarzen Kaffee liefern, diese waren besonders häufig frequentiert, da der Kaffee dort viel besser schmeckt als aus den Multi Automaten mit Kaffeepulver (und das war nicht nur meine Meinung).

Die Auswahl im Büffetrestaurant war reichhaltig und die Speisen lecker und ansprechend zubereitet. Besonders die WOK-Station bietet vielfältige Möglichkeiten, sich sein eigenes Essen zu kreieren. Auf diese Art und Weise werden übrigens morgens auch die Omeletts zubereitet, man sucht sich seine Zutaten zusammen, übergibt dem Koch den Teller, bekommt einen Pieper mit und wenn der vibriert, kann man es abholen. Effizient und zeitsparend.

Auch an Gesundheitsbewußte ist gedacht, die „Health Station“ mit leichten Gerichten erfüllt bei Bedarf auch Sonderwünsche, das war besonders für uns wichtig, da mein Mann diverse Lebensmittelprobleme hat.

Die Backstube mit ständig frisch gebackenen Brötchen und kleinen Kuchen ist natürlich verlockend wie immer, sie hat sogar ganztägig geöffnet und bei dem Gedanken an die oft noch warmen Laugenstangen läuft mir jetzt noch das Wasser im Mund zusammen.

Zusammenfassend kann man vom Essen sagen: vielfältig, große Auswahl, sehr wohlschmeckend, qualitativ hochwertig und wie mir versichert wurde, absolut ohne Zusatzstoffe. Kurz gesagt, so, wie man es sich wünscht.

2.2 Tag + Nacht Bistro (Büffet)

Für den kleinen Hunger zwischendurch (oder auch nachts um 3:00 J ) ist das 24 Stunden Tag + Nacht Bistro auf Deck 5 da. Hier steht ein kleines Büffet mit Burgerbraterei, Pizza, Salat usw. An Getränken gibt es nur Softdrinks, Orangensaft, stilles Wasser und Kaffee, aber da sich die TUI Bar direkt darunter befindet, geht man einfach die Treppe runter und holt sich ein anderes Getränk zum Essen dazu, falls gewünscht. Die Bratwurst ist übrigens sehr lecker und auch als Currywurst ein Gedicht.

Tag & Nacht Bistro Mein Schiff 4

Tag & Nacht Bistro Mein Schiff 4

2.3 Gosch Sylt (Bedienung)

Wie bereits erwähnt, wird im Gosch Sylt auf der Steuerbordseite à la card serviert, zum Teil aufpreispflichtig (z.B. Hummer, Austern, usw.) Viele Leute haben die Gelegenheit genutzt hier zu essen und waren sehr angetan, da wir aber Selbstbedienung am Büffet vorziehen, kann ich selbst keine Beurteilung abgeben.

2.4 Hauptrestaurant Atlantik (Bedienung)

Wir haben alle drei Bereiche (Klassik, Mediterran, Brasserie) am ersten Seetag besichtigt, es sah alles wunderschön und ansprechend aus, aber gegessen haben wir aus den oben genannten Gründen nicht. Nach Auskunft von begeisterten Mitreisenden waren die Speisen aber sehr lecker und wenn man kann, sollte man einen Besuch dort nicht versäumen.

2.5 Surf & Turf Steakhaus (Bedienung)

Im Surf &Turf müssen alles Speisen und auch Getränke bezahlt werden, man kann drinnen sitzen oder auch auf der Terrasse, wo auch manchmal gegrillt wird. Gleich am Eingang ist ein Schaukasten mit Fleisch, das schon sehr appetitanregend aussieht. Gegessen haben wir hier nicht, da für uns die Auswahl am Büffet vollkommen ausreichend war.

2.6 Richard’s (Bedienung)

Das Richards ist ein Gourmetrestaurant, edel anzusehen und dabei haben wir es auch bewenden lassen. Die Menüfolge an dem Tag kostetet 49,-€, Getränke sind natürlich extra zu bezahlen.

Richards Mein Schiff 4

Richards Mein Schiff 4

2.7 Hanami (Bedienung)

Wie man am Namen schon erkennt, ist das Hanami ein japanisches Restaurant, gegen Bezahlung. Es wurde von uns nicht genutzt, das ausgestellte Sushi sah aber sehr lecker aus.

3. Bars und Abendunterhaltung

Die Getränke an den Bars waren alle sehr gut und von hochwertiger Qualität. Beck’s Gold in Flaschen ist aber komplett von der Karte gestrichen und durch Budweiser ersetzt worden, mein Mann war gar nicht erfreut. Das Bier zum Selberzapfen im Büffetrestaurant ist aber noch Beck’s.

Da wir jeden Abend in der Himmel und Meer Lounge oder der TUI Bar verbracht haben, kann ich das Unterhaltungsangebot am Abend nicht beurteilen, aber wie im Bericht auch erwähnt, gab es diverse Shows, inklusive der sehr beliebten Crewshow, alternativ dazu Filme im Konferenzraum, Vorträge, musikalische Darbietungen im Klanghaus, Tanzmusik in der Schaubar usw.

4. Pool/Sonnendeck

Wegen des kalten Wetters stellte sich das Problem mit den Liegenreservierern erst gar nicht, zwar waren auch einige Liegen reserviert, sobald die Sonne rauskam, aber so viele Leute lagen eben doch nicht an Deck, sondern haben die Zeit anderweitig verbracht, da immer ein gutes Unterhaltungsprogramm angeboten wurde.

Pooldeck Mein Schiff 4

Pooldeck Mein Schiff 4

5. Fitneß/Spa

Das Fitneßcenter bietet hochwertige Ausdauer- und Krafttrainingsgeräte sowie diverse Kurse. Auch ein Spinningraum ist vorhanden, aber wir sind immer nur dran vorbei gegangen, da wir sowieso viel gelaufen sind.

Das Spa habe ich nur im Eingangsbereich gesehen, es soll aber hervorragend sein, haben mir andere Passagiere berichtet.

6. Service

Alle Mitarbeiter waren freundlich und aufmerksam, bei Problemen oder Sonderwünschen wurde sofort auf diese eingegangen.

7. Sauberkeit

Die Kabine wurde morgens und abends gereinigt und wenn man wollte, gab es sogar zweimal täglich frische Handtücher. Wenn das Pooldeck mal benutzt wurde bei dem häufig schlechten Wetter wurde auch hier ständig gefegt, die Gläser weggeräumt und gewischt und die öffentlichen Toiletten wurden oft und regelmäßig saubergemacht.

8. Altersdurchschnitt/Publikum

Es waren 2.539 Passagiere an Bord, davon 64 Kinder. Das Durchschnittsalter betrug laut Auskunft der Rezeption 59 Jahre.

Es herrschte ein angenehmes Klima an Bord, alle, mit denen wir Kontakt hatten, waren freundlich und aufgeschlossen, egal welchen Alters.

9. Route

Die Route war sehr gut gewählt, alle Ziele interessant und sehr sehenswert, auch die Anzahl der Seetage war angemessen. Die Liegezeiten waren gut und ausreichend.

10. Wetter/Seegang

Wie bereits mehrfach erwähnt, war das Wetter die meiste Zeit sehr kalt und regnerisch mit eisigem Wind und der dicke Nebel in Le Havre war auch nicht grade angenehm. Der starke Seegang am letzten Tag vor Ende der Reise hat einigen ziemlich zu schaffen gemacht und dabei Koffer zu packen, war nicht grade spaßig, sodaß man letztendlich froh war, wieder nach Hause zu kommen (obwohl das Wetter da dann auch nicht viel besser wurde).

11. Sonstiges

Die Geschäfte auf Mein Schiff 4 sind sehr zahlreich, mit vielfältigem Angebot, wie auf großen Schiffen üblich.

Wasserspender gibt’s selbstverständlich auch, zwei in jedem Treppenhaus. 0,5 l Petflaschen passen problemlos drunter, ohne daß die Auslaßdüse berührt wird.

Wasserspender Mein Schiff 4

Wasserspender Mein Schiff 4

Und natürlich das Wichtigste zum Schluß: Kapitän war Jens Troier

Fazit:

Es war eine interessante Reise und wenn das kalte und nasse Wetter nicht gewesen wäre, hätte sie uns sehr gut gefallen, besonders Bilbao war ein absolutes Highlight.

Aber die Crew hat sich alle Mühe gegeben, damit es wieder eine Reise zum Wohlfühlen wird und natürlich haben wir die nächsten 3 Reisen mit der Mein Schiff Flotte schon gebucht!

Und mein ganz persönliches Fazit: diesmal habe ich keinen Alkohol getrunken, weil ich dachte, dann nehme ich nicht so zu. Aber weit gefehlt, ich hatte hinterher genausoviel mehr drauf, wie auf anderen Reisen, bei denen ich mir regelmäßig Rotwein gegönnt habe. Und was lerne ich daraus? Kein Alkohol ist auch keine Lösung.

 

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