MSC Armonia Reisebericht östliches Mittelmeer

Eine Reise durch das östliche Mittelmeer ist für Kreuzfahrtbegeisterte kein großes Highlight mehr, jedoch war die einwöchige Kreuzfahrt mit der MSC Armonia wieder ein sehr tolles Erlebnis. – Reisedatum: 01.08.2014 – 08.08.2014 – Kabine: Suite 1036/Deck 10 Tormalina – Ein Reisebericht von Clemens Leidenfrost.

Von der malerischen Lagunenstadt Venedig, Richtung Ancona, weiter auf die einzigartigen griechischen Inseln Santorin und Mykonos und zum Abschluss noch die beiden Destinationen Kotor und Split. Begleiten Sie mich auf einer Tour zwischen italienischem Flair, eindrucksvollen Orten und entspannten Momenten an Bord.



Menschenmassen, singende Gondoliere und hunderte von Brücken, dass kann nur Venedig sein. Zwischen dem regen Treiben war schon der dunkelblaue Schornstein sichtbar, auch wenn die MSC Armonia zu den kleineren Kreuzfahrtschiffen zählt, wirkt sie sehr imposant.

MSC Armonia vor Santorin auf Reede / © Clemens Leidenfrost

MSC Armonia vor Santorin auf Reede / © Clemens Leidenfrost



Der Check in im Terminal verlief reibungslos und relativ schnell konnten die neuen Passagiere an Bord.

Für die Ausfahrt aus Venedig um 18:00 Uhr kann ich nur einen Platz auf dem Schiff empfehlen, nämlich am Bug auf Deck 8, von dieser Stelle aus ist der Blick grandios. Es ist immer wieder atemberaubend mit einem Kreuzfahrtschiff durch die Lagunenstadt hinaus auf das weite Meer zu fahren, vorbei am weltberühmten Markusplatz und dem angrenzenden Dogenpalast. Wer dies noch erleben darf, sollte es genießen, denn wahrscheinlich wird es bald nicht mehr möglich sein, wenn die neue Regelung in Kraft tritt. Der restliche Abend wurde dem vorzüglichem Dinner gewidmet und mit einem kühlen Cocktail beendet.

Auch im Urlaub heißt es manchmal zeitig aufstehen, schon um 7:00 Uhr erreichte das Schiff den Hafen von Ancona. Eine Stadt und Seehafen am Adriatischen Meer, zudem Hauptstadt der Region Marche. Der Hafen liegt direkt angrenzend zum belebten Viertel mit Fußgängerzone, Geschäften, diversen Bars und Restaurants. Die Kathedrale San Ciriaco, welche sich über die Straße „Via Papa Giovanni XXIII“ erreichen lässt, sollte auf jeden Fall besucht werden. Nicht zuletzt wegen der großartigen Aussicht auf die Stadt und den Hafen. Aber auch das ehemalige Lazarett ist sehr sehenswert und nicht weit von der Kathedrale entfernt.

Das ist ein Grund von vielen, warum ich Kreuzfahrten als eine der schönsten Art zu Reisen empfinde. Die Tage auf See, an denen man herrlich entspannen kann. Natürlich wird auch umfangreiche Animation für jede Altersgruppe angeboten, oder man genießt einfach die Atmosphäre und das sanfte schwanken des Schiffes auf einer Liege am Sonnendeck. Wem der ganze Trubel zu viel wird, hat noch immer die Möglichkeit sich in seine Kabine auf den Balkon zurückzuziehen und dort zu relaxen. Auch kulinarisch kommt jeder auf seine Kosten, von einem reichhaltigen Frühstücksbuffet, über ein täglich variierendes Mittagessen bis hin zum Nachmittag Snack und dem langersten Dinner. Und wer noch „Nächtlichen“ Hunger hat, kann sich bis um 02:15 Uhr ein eigenes Sandwich belegen oder ganz bequem den 24h Room Service anrufen.

Trotz den manchmal vielen Touristen, ist Santorin eine der traumhaftesten griechischen Inseln im Ägäischen Meer. Erfreulicherweise waren wir das einzige Schiff an diesen Tag, dadurch war die Insel nicht ganz überflutet von etlichen Kreuzfahrern. Mittels Nummernkarten, diese sich jeder am Vortag besorgen konnte, war das Tendern bestens organisiert und ging ziemlich flott voran. Gewiss fiel die Wahl wieder für die vielen Stiegen aus, wobei man einzigartige Fotomotive als Entschädigung für die schweißtreibende Anstrengung geboten bekommt.

Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann natürlich auch die Seilbahn benützen, mit welcher man in wenigen Minuten oben ankommt. Auch wenn die Esel mittlerweile zum dortigen Bild dazugehören, wäre es meine letzte Wahl mit diesen die Anhöhe zu erklimmen.

Bei den etlichen Lokalitäten wird einem die Entscheidung nicht leicht gemacht, jedoch kann ich wirklich ein sehr gutes und preiswertes Restaurant empfehlen. Ampelos Greek Restaurant & Wine Bar bietet exzellentes griechisches Essen mit einer tollen Aussicht von der Terrasse.

Nach Santorin stand noch Mykonos am selbigen Tag auf dem Programmpunkt. Mit den Tenderbooten ging es nochmals bei einem wundervollen Sonnenuntergang zur der Insel. Leider wurden die Erwartungen von Mykonos nicht ganz erfüllt, vielleicht war auch die Uhrzeit der Grund, denn das Schiff lag von 20:30 bis 02:30 auf Reede. Von der sehr schönen Landschaftskulisse konnte man zu gegebener Stunde nichts mehr erkennen, dass einzige was blieb waren unzählige Souvenirshops, Bars und Restaurants. Aber bei einem guten Glas griechischen Wein wurde es doch noch ein stimmungsvoller Abend.

Mykonos / © Clemens Leidenfrost

Mykonos / © Clemens Leidenfrost

Ein weiterer Tag auf See kam genau richtig, jetzt noch einmal das „Kreuzfahrtfeeling“ in vollen Zügen genießen. Selbstverständlich gab es auch täglich wechselnde Vorstellungen im Theater. Welche sich im gesamten, aber sehr ähnlich waren, viele Tanzshows, mehrere musikalische Darbietungen und hin und wieder etwas von der akrobatischen Seite. Alle Darsteller gaben ihr Bestes, jedoch mit Einschränkung der Bühnengröße. Bei diesem Punkt würde ich persönlich größere Kreuzfahrtschiffe empfehlen, denn hier sind die Mittel für professionelle und abwechslungsreiche Abendshows vorhanden.

Auch wenn der Eindruck täuscht sind wir nicht über die Nacht in den norwegischen Fjorden gelandet. Durch die wunderschöne Mündung von Kotor in Montenegro, entlang des Golfes von Tivat bis hin zu unserer Anlegestelle. Mit einem fantastischen Naturschauspiel wurden wir begrüßt, Regen, Gewitter und Sonne, dazu die Naturkulisse, einfach atemberaubend und einzigartig.

Auch ohne gebuchten Ausflug hat Kotor einiges zu bieten, nicht zuletzt die zahllosen kleinen Geschäfte und Lokalitäten in der sehr gut erhaltenen Altstadt. Für Kreuzfahrer mit Ausdauer lohnt es sich bis zur Kapelle hinauf zu steigen, oder sogar bis zur Ruine. Der Blick von dort oben ist wirklich fabelhaft und unbeschreiblich. Um 18:30 hieß es dann wieder „Alle an Bord“ und auf zur letzten Station Split.

Viele kroatische Städte oder Orte strahlen ein besonderes Flair, von Gemütlichkeit und Behaglichkeit aus. So auch Split, die zweitgrößte Stadt des Landes, welche an der wunderbaren Adriaküste liegt. Die Altstadt ist nur wenige Gehminuten vom Hafen entfernt und somit sehr gut erreichbar. Auch wenn es manchmal auf den ersten Blick nicht so aussieht, hat Split wirklich faszinierende Bauwerke. Etwa das Nationaltheater, der Diokletianspalast oder der eindrucksvolle Prokurative Platz. Jedoch auch eine schöne Hafenpromenade mit diversen Cafés lädt zum Verweilen ein. Wer wiederum eine tolle Aussicht und die Natur genießen möchte, der sollte die nahliegende Anhöhe von Marjan erklimmen.

Leider hat alles ein Ende, so auch die sehr interessante und phantastische Kreuzfahrt. In jeder Hinsicht war es wieder großartig und einfach zum Weiterempfehlen!

Bilder der MSC Armonia


Text und Bilder: Clemens Leidenfrost

 

 



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