„Bulgaria“ auf der Wolga gesunken


    Das russische Kreuzfahrtschiff und Ausflugsboot „Bulgaria“ ist am Sonntag auf der Wolga mit 200 Personen an Bord gesunken. Bis dato zählen die Rettungskräfte rund 110 Tote, darunter befinden sich nach deren Angaben 30 tote Kinder. Die „Bulgaria“ war auf dem Weg nach „Kasan“, als es in ein Unwetter mit mutmaßlichen Wellenhöhen von knapp 2 Meter kam und letztlich gesunken ist.

    Das Kreuzfahrtschiff befand sich zum Unglückszeitpunkt an einer der breitesten Stellen des Wolga-Flusses, bis zum Ufer waren es rund 3 Kilometer. Von den Rund 200 Personen an Bord konnten 56 Passagiere und 23 Besatzungsmitglieder gerettet werden, so die Aussage der Behörden. Diese wurden von der „Arabella“ einem weiteren russischen Flusskreuzfahrtschiff aufgenommen.



    Bulgaria Flusskreuzfahrtschiff / Foto: www.livejournal.com

    Bulgaria Flusskreuzfahrtschiff / Foto: www.livejournal.com



    Die vielen verstorbenen Kinder sollen sich in einem Untergang der „Buglaria“ zum feiern getroffen haben und hatten daher kaum eine Chance sich aus dem sinkenden Schiff zu retten. Rund 100 Taucher bargen am Morgen die Leichen der Fahrgäste, die meisten davon befanden sich im Restaurant, der Bar und in den Kabinen. Dmitir Woropajew ein Tourismusexpere, erklärte den schnellen Untergang des Schiffes damit, dass die „Bulgaria“ zu wenig abschottbare Abteile hatte und somit innerhalb von knapp 4 Minuten vollständig gesunken ist.

    Die Polizei geht nun mehr davon aus das zu viele Passagiere an Bord waren und der Schiffsführer die Wettervorhersagen missachtet hat. Das Schiff war nur für 140 Menschen zugelassen, es sollen aber bis zu 200 an Bord gewesen sein.

    Die „Bulgaria“ ist etwa 80 Meter lang und 2 Decks hoch, das Schiff gehört dem Reiseanbieter „AgroRetschTur“ und wurde 1955 in der Tschechoslowakei gebaut.

    Einige der Überlebenden berichten von einem desolaten Zustand der „Bulgaria“. Es kamen auch Stimmen auf die verlauten ließen das, dass Schiff bereits früher schon nur knapp einem Unfall entkommen ist, so soll sich das Schiff bereits einmal so stark aufgeschaukelt haben das es fast umgefallen wäre. Es seien auch nur 2 von 4 Rettungsboote an Bord gewesen.

    Russische Behörden hingegen sprechen davon das die „Bulgaria“ zuletzt am 15. Juni in einer Werft war und alle Elemente des Schiffes als funktionstüchtig deklariert wurden.




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